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Ab 1. Januar sind Rauchmelder Pflicht

Wichtigste Infos im Überblick Ab 1. Januar sind Rauchmelder Pflicht

Ab dem 1. Januar 2016 sind Rauchmelder in allen Wohnungen Pflicht. Wer sich weigert ein Gerät einzubauen, muss mit einem Bußgeld rechnen. Wer das Pfeifen hört, ist zudem zur Hilfe verpflichtet. Die wichtigsten Infos zur neuen Regelung im Überblick.

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Gute Lösungen sind oft etwas teurer: Rauchmelderexperte Rolf Gutkes berät Firmen.

Quelle: Thomas

Hannover . Ab 1. Januar gilt die flächendeckende Rauchmelderpflicht: Jede Miet- und Eigentumswohnung, jedes Einfamilien- oder Reihenhaus, jede Ferienwohnung und jedes Haus in Dauerwohn-Gartenkolonien muss über die kleinen Geräte verfügen. Bisher galt die Pflicht nur in Neubauten. Sie geben im Brandfall einen durchdringenden Pfeifton ab. Die HAZ beantwortet die wichtigsten Fragen.

Was machen Mieter, wenn der Vermieter keine Geräte einbaut?
Um das gute Verhältnis zu wahren, sollte man noch einmal nachdrücklich darauf hinweisen, dass der Immobilieneigentümer zum Einbau verpflichtet ist. Wenn auch dann nichts passiert, schaltet man die Bauaufsicht ein. Die könne ein Bußgeld verhängen, heißt es im zuständigen Landessozialministerium. Denn eine Wohnung ohne Rauchmelder entspricht ab morgen nicht mehr dem Baurecht.

Wer muss die Geräte warten?
Mindestens einmal im Jahr, so will es der Gesetzgeber, muss per Knopfdruck geprüft werden, ob das Gerät ordentlich arbeitet und die Batterie genug Spannung hat. Der Vermieter ist verantwortlich dafür, dass das passiert. Er kann mit Montage und Wartung einen Dienstleister beauftragen, er kann die Prüfung auch dem Mieter übertragen, sollte dann aber dokumentieren lassen, dass wirklich getestet wurde. Denn im Schadensfall ist es denkbar, dass Versicherungen Ärger machen, wenn Rauchmelder nicht installiert waren oder nicht gewartet wurden.

Welche Geräte soll man kaufen?
Zwingend vorgeschrieben ist die Norm EN 14604. „Anfangs gab es Geräte, die ständig Fehlalarm auslösten – aber das ist eigentlich vorbei“, sagt Feuerwehrsprecher Rainer Kunze. Alle Fachleute empfehlen, nur Geräte mit Zehnjahresbatterie zu kaufen. Sie kosten in der Regel ab 15 Euro. Standard sind 9-Volt-Lithiumbatterien, die nach zehn Jahren ausgetauscht werden können. Rolf Gutkes, dessen gleichnamige Rauchmelderfirma bis zum Frühjahr in Langenhagen ansässig war und der jetzt Unternehmen bei der Produktion von Rauchmeldern berät, zweifelt daran, dass diese Batterien so lange halten. „Die machen wahrscheinlich nach acht bis neun Jahren schlapp, zuverlässig sind nur Geräte mit fest eingebauten 3,0-Volt-Batterien“, sagt er. Allerdings muss man dann den gesamten Rauchmelder teuer austauschen.

Darf man die Tür eintreten, wenn es beim Nachbarn laut pfeift?
Nein, sagt Feuerwehrsprecher Rainer Kunze. „Wenn Sie keinen Rauch riechen oder sehen oder andere Hinweise auf Feuer haben, wäre das Eintreten der Tür unverhältnismäßig.“ Schließlich könne es sich auch um einen nicht abgestellten Weckerton handeln. „Trotzdem ist man aber unbedingt zur Hilfeleistung verpflichtet“, sagt Kunze. „Wer meint, einen Rauchmelderalarm zu hören, muss 112 anrufen, sonst macht er sich strafbar.“

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