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Aus der Stadt Aha rechnet unschmeichelhaftes Ranking schön
Hannover Aus der Stadt Aha rechnet unschmeichelhaftes Ranking schön
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00:15 08.08.2016
Von Bernd Haase
Abfallentsorger Aha findet sich nicht mittelmäßig. Man sei in der "besseren Hälfte". Quelle: Symbolbild
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Hannover

Es gibt Regionsbewohner, die längst nicht nur Positives mit dem Abfallzweckverband Aha verbinden. Aber: „Aha ist besser als man denkt“, heißt es nun in einer Tischvorlage für die Regionspolitik. Getroffen hat diese Einschätzung Aha selbst, und zwar, nachdem das Unternehmen eine vom unabhängigen Institut der deutschen Wirtschaft (IW) Consult in Köln zusammengestellte Müllgebührenrangliste mit eigenen Mitteln ein wenig aufpoliert hat.

Vergleichende Rankings der Müllgebühren sind wegen der von Kommune zu Kommune höchst unterschiedlichen Müllsammelmethoden, Abrechnungsarten und Serviceangebote schwierig bis unmöglich und deshalb so selten wie Hosianna-Rufe der Gebührenzahler beim Erhalt ihrer Rechnungen. Das Kölner Institut hat sich jetzt trotzdem an die Aufgabe gemacht, eine Rangliste der größten 100 deutschen Städte zu bilden. Grundlage für die Berechnungen ist ein Einfamilienhaus mit vier Bewohnern. Dann haben die Wissenschaftler diverse preisbildende Faktoren berücksichtigt, deren genaues Aufdröseln hier den Rahmen sprengen würde. Herausgekommen ist ein Index, und der wiederum legt die Reihenfolge auf der Liste fest. Hannover – sprich: Aha – kommt bei IW Consult auf Rang 53, liegt also knapp unter dem Strich. Von den Großstädten schneiden Hamburg, Berlin und Köln schlechter ab, München und Frankfurt besser.

Deutschlands Entsorgungsparadiese liegen laut IW Consult in Flensburg und Chemnitz, während die Einwohner in Potsdam und Jena vermutlich ihre Kreditlinien prüfen müssen, bevor sie etwas wegwerfen.
„Dem Grunde nach hat sich IW Consult bemüht, ein handwerkliches sauberes Ranking aufzubauen“, schreibt Aha in der Vorlage. Knallt ein Arbeitgeber eine solche Formulierung einem Angestellten ins Zeugnis, ist das ein Fall für einen

Anwalt. Die Übersetzung lautet nämlich: Gewollt, aber nicht gekonnt. Aha kritisiert an der Rangliste, dass bei der Ermittlung Größe und Einwohnerdichte der Gebiete nicht ausreichend berücksichtigt wurden.

Entsprechende Korrekturen hat Hannovers Abfallbetrieb gleich selbst vorgenommen. Herausgekommen ist in seiner Neuberechnung ein Sprung nach vorn, und zwar von Rang 53 auf Rang 43. Das sind zwar nur zehn Plätze, aber das entscheidende Signal formuliert der Betrieb so: „Damit ist Aha nicht Mittelmaß, sondern ganz klar in der besseren Hälfte.“ Hurra.

Die Wirte in der Stadt sind skeptisch, aber sie zeigen die Spiele von Hannover 96 weiter live: Von heute an gibt es wieder Kneipenfußball – und das wird sich für die Zuschauer der Sky-Übertragungen ändern.

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