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Abschiebung muss warten, Einbrecher kommt in Haft

Nach Einbruch in Oberricklingen Abschiebung muss warten, Einbrecher kommt in Haft

Das Amtsgericht hat einen 22-jährigen Albaner zu 14 Monaten Haft verurteilt, nachdem er in einer Oberricklinger Wohnung Beute im Wert von fast 8000 Euro gestohlen hatten. Die Familie leidet auch nach Monaten noch stark unter dem Einbruch in ihr Wohnhaus.

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Muss zur Haft im Land bleiben: Artur S. mit Verteidigerin Tanja Brettschneider.

Quelle: Katrin Kutter

Oberricklingen . Die beiden Täter drangen an einem Samstagabend im Februar in das Wohnhaus einer Familie in Oberricklingen ein, durchwühlten auf der Suche nach Beute die Einrichtung und stahlen Telefone, Schmuckstücke, Münzen, ein Goldnugget sowie Bargeld im Gesamtwert von knapp 7700 Euro. Gestern wurde einer der beiden Männer, der 22-jährige Artur S., vom Amtsgericht wegen Wohnungseinbruchsdiebstahls zu einer Haftstrafe von 14 Monaten verurteilt - ohne Bewährung. Insbesondere die Mutter und ihre 21-jährige Tochter haben den Einbruch bis heute nicht verwunden und leiden unter Angstzuständen. Auch der Vater hätte eine Zeugenaussage gerne vermieden, um seine Erinnerungen nicht erneut auffrischen zu müssen.

Artur S. legte erst gegen Verhandlungsende ein Geständnis ab: Allzu deutlich war sein Gesicht auf Fotos zu erkennen, die eine in einem Zimmer zum Aufladen abgelegte Wild-Überwachungskamera zufällig geschossen hatte. Im Anschluss an mehrere Zeugenaussagen hatte Verteidigerin Tanja Brettschneider zunächst die Beweiskraft der Bilder angezweifelt, war aber nach einer Sitzungsunterbrechung mit dem überraschenden Geständnis aufgewartet. Der Angeklagte verriet dabei auch gleich den Namen seines Mittäters, der flüchtig ist. Amtsrichter Ulrich Kleinert wies in seiner Urteilsbegründung darauf hin, das S. bereits im Januar einen Diebstahl begangen hatte und im März - sechs Wochen nach dem Einbruch in Oberricklingen - mit zwei Kompagnons in ein Einfamilienhaus in Springe eingestiegen war. Für diese Tat hatte das Amtsgericht Springe den 22-Jährigen bereits zu einer Bewährungsstrafe von neun Monaten verurteilt.

In das Wohnhaus in Hannover waren die Eindringlinge über ein Küchenfenster gelangt, dessen Scheibe sie mit einem Stein einwarfen. Die Bewohner waren in jener Nacht nicht daheim. Bei ihrer Suche nach Wertgegenständen verwüsteten die Täter viele Zimmer, der Sachschaden betrug weitere 5500 Euro.

Verteidigerin Brettschneider wies darauf hin, dass ihr Mandant - sollte das Gericht eine Bewährungsstrafe verhängen - am heutigen Freitag nach Albanien abgeschoben werden sollte: „Die Tickets sind schon reserviert.“ Seinen Asylantrag habe S., der nach eigenen Angaben seit einem Jahr in Deutschland lebt, auch schon zurückgezogen. Doch darauf mochte sich Richter Kleinert nicht einlassen: „Es kann nicht sein, dass jemand aus dem Ausland nach Deutschland kommt, hier ein paar Straftaten begeht und dann wieder ungeschoren ausreisen darf.“ Auch die Staatsanwältin hatte auf eine Haftstrafe von 14 Monaten plädiert.

Bis Artur S. in seine Heimat zurückkehren kann, wird also mehr als ein Jahr vergehen. Auch die - noch nichts rechtskräftige - Verurteilung aus Springe dürfte noch in eine Gesamtstrafe einfließen.

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