Volltextsuche über das Angebot:

1 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Das Abschiedszimmer für die MHH ist finanziert

40.000 Euro gespendet Das Abschiedszimmer für die MHH ist finanziert

Mehr als 40.000 Euro sind für das geplante Sterbezimmer für todkranke Frühchen und Neugeborene an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zusammengekommen. Bereits Ende Oktober könnte die Einrichtung des Raumes beginnen.

Voriger Artikel
Warn-App KATWARN startet in Hannover
Nächster Artikel
Was war vor 60 Jahren auf dem Faust-Gelände los?

Besuch in der Frühchenstation der MHH.

Quelle: Kutter

Hannover. Das ge plante Sterbezimmer für todkranke Frühchen und Neugeborene an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) ist finanziert. Über mehr als 40.000 Euro an Spenden kann sich die Früh- und Neugeborenenintensivstation (Station 69) der MHH nach einem Artikel in der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung Anfang vergangener Woche freuen.

Zwei Stiftungen, mehrere Einzelspender - darunter auch betroffene Eltern-, ein Elternförderverein der MHH und Firmen hätten sich daraufhin gemeldet, sagte Bettina Bohnhorst, Leiterin der Station 69, am Montag. „Großartig, phänomenal, einfach unfassbar“ findet sie es, dass so viele Menschen dabei helfen wollen, dass Eltern sich künftig in Ruhe und Würde in einem einzelnen Raum von ihren sterbenden kleinen Kindern verabschieden können. Dabei habe sie nicht nur der finanzielle Geldsegen bewegt, sagte Bohnhorst. Auch die menschliche Anteilnahme von Leuten, die sich nach dem Artikel gemeldet hätten, sei sehr berührend gewesen.

Auf der Station 69 der MHH wird sich um Frühchen gekümmert. Ein Rundgang.

Zur Bildergalerie

Das gesamte Geld muss jetzt in einem Fonds der MHH gesammelt werden. Bereits Ende Oktober soll dann mit der Einrichtung des Sterbezimmers begonnen werden. Es soll dort einen Intensiv-Platz mit allen nötigen Anschlüssen und Geräten und für Eltern ein Bett, einen Schrank, eine Sitz- und eine Waschecke geben.

Wie berichtet ist es bislang so, dass die Kinder ihren schwersten Weg oft inmitten der Vierbettzimmer auf der Station gehen müssen, während um sie herum der Klinikalltag weiterläuft. Weil das eine unerträgliche Situation für alle Beteiligten ist, haben die Eltern eines verstorbenen Jungen, Jule und Marius Heinemann, im Internet eine Spendenaktion ins Leben gerufen - und der HAZ ihre Geschichte erzählt, um für die gute Sache zu werben.

"Wir hätten niemals damit gerechnet"

„Wir sind überglücklich. Wir hätten niemals damit gerechnet, dass das Abschiedszimmer so schnell Wirklichkeit wird“, sagen auch sie jetzt. Auf ihrem Konto sind für das Abschiedszimmer inzwischen insgesamt auch rund 14.500 Euro eingegangen. Über einen Elternförderverein, Benefizveranstaltungen und Spenden hatte man zuvor schon etwas Geld gesammelt, so dass die Summe jetzt in jedem Fall ausreiche, sagt Bohnhorst. Insgesamt soll das Sterbezimmer rund 60.000 Euro kosten.

Wie viele Menschen sich für das MHH-Sterbezimmer interessierten, konnte man auch auf der Facebookseite der HAZ merken. Ein Artikel über die Spenden für das Abschiedszimmer hat dort 220.000 Menschen erreicht.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Hanova zieht in Bürogebäude am Klagesmarkt

Jahrelang wurde um die Bebauung der historischen Marktfläche gestritten 
– jetzt ist das erste Gebäude nutzbar. Am Montag ziehen die Mitarbeiter der Wohnungsgesellschaft Hanova ein.