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Aus der Stadt Hannovers Nachwuchs-Designer zeigen ihr Können
Hannover Aus der Stadt Hannovers Nachwuchs-Designer zeigen ihr Können
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00:15 04.04.2017
Von Andreas Schinkel
Zwei Laufsteg-Shows von jeweils zwei Stunden haben die Hochschulabsolventen präsentiert. Quelle: Behrens
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Hannover

Sie nennt sich Hannover Fashion Show, und der Name lässt sogleich an die großen Fashion Weeks in Berlin, Paris und New York denken. Letztere mögen zwar noch in einer anderen Liga der Modewelt spielen, dennoch brauchen sich die Absolventinnen der hannoverschen Designer-Schmiede Fahmoda nicht zu verstecken.

Zwei Laufsteg-Shows von jeweils zwei Stunden haben die Hochschulabsolventen am Sonnabend hintereinander in der Orangerie auf die Beine gestellt. Fotos: Christian Behrens.

Zwei Laufsteg-Shows von jeweils zwei Stunden haben die Hochschulabsolventinnen am Sonnabend hintereinander in der Orangerie auf die Beine gestellt. Das Kammermusikorchester der Musikhochschule hat mehrere Präsentationen live auf der Bühne begleitet, Radiomoderator Olli Peral hat zusammen mit Louisa Mazzurana, bekannt aus der Casting-Show Germanys Next Top Model, die Darbietungen moderiert. Die Hannover Fashion Show erreicht ein hochprofessionelles Niveau - nicht zuletzt durch die bemerkenswerten Kollektionen der Fahmoda-Absolventinnen. Am Ende der Abendshow vergibt eine Jury drei Preise für die besten Entwürfe. Den ersten Platz bekommt Antonia Parr, den zweiten Anastasiia Ustinov, den dritten teilen sich Laura Siefgen und Karolin Niedfeld. Die Kollektionen der Gewinner stellt die Fahmoda am 8. April beim Tag der offenen Tür aus.

"Im Publikum sitzen immer  einige Scouts von Modefirmen", sagt Fahmoda-Leiterin Karin Lilienthal.  Mehrere ihrer Design-Studenten hätten bereits Jobangebote in der Tasche. "Dieser Jahrgang ist besonders stark", sagt sie. Die jungen Textilgestalter  blickten kritisch in die Zukunft, es finde eine Art Rückbesinnung statt . Das bestätigt der junge Fahmoda-Dozent Danny Reinke. "Wir erleben eine Rückkehr zu Naturmaterialien, zu alten handwerklichen Techniken", sagt er. Handgestrickes und Handgewebtes sei wieder angesagt. "Manche plündern Papas Kleiderschrank und verwerten alte Stoffe und Schnitte", sagt Fahmoda-Chefin Lilienthal. Nachhaltigkeit, Recycling - das seien wichtige Themen für den Designer-Nachwuchs.

Exemplarisch für diesen Trend steht die Kollektion von Absolventin Anastasiia Ustinov. Zu schweren, schleppenden Elektrobeats tragen die Models weiche, fließende Gewänder, die ausschließlich aus pflanzlichen Stoffen hergestellt sind. Wer jetzt an Jute und grobes Leinen denkt, liegt falsch. Elegant und fein wirken die rosafarbenen Kleider und Röcke, verspielt mit Rosen-Applikationen versehen.

Einen düsteren Blick in die Zukunft werfen die beiden Nachwuchs-Designerinnen Sarah Linke und Laura Maulhardt. Wie erstarrt verharren ihre Modelle auf dem Laufsteg - zu getragenen Elektonik-Klängen mit Heavy Metal Samples. Ihre Mode ist eine Mischung aus Ghetto-Look und Punk Attitüde. Zerrissene Schlabbershirts, mit Leuchtschrift bemalte Jacken, kurze Röcke aus denen  Fäden hängen. "Outlaws" haben sie passenderweise ihre Kollektion genannt.

Aber es gibt auch viele humorvolle Variationen. Textildesignerin Annika Dierker schickt ein männliches Modell mit einer Jacke auf den Laufsteg, die aussieht, als seien nach einer Kissenschlacht noch ein paar Wurfgeschosse kleben geblieben. Denise Umicevic lässt es volkstümlich zugehen. Zu italienischer Folklore-Musik laufen ihre Models in Kleidern mit aufgedruckten Madonnen-Motiven auf. Xhensi-Luan Lalaj scheint sich von modernen Sandalen-Filmen inspirieren zu lassen.  Antike Formen bestimmen die Kleider, eines ihrer Modells trägt einen Spartaner-Helm mit Federpuschel.

Überhaupt: Wenn es eine Linie gibt, die fast alle 20 Kollektionen durchzieht, dann sind es Pantoffeln mit und ohne Bommeln. Die scheinen in den kommenden Monaten schwer in Mode zu kommen.

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