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Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert spricht im Presse-Club

Königshäuser Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert spricht im Presse-Club

Der Adelsexperte Rolf Seelmann-Eggebert ist zu Besuch in Hannover und spricht im Presse-Club Hannover über den Tenno, die Royals und die Welfenhochzeit. 

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Chronist der Königshäuser: Rolf Seelmann-Eggebert.

Hannover. Diese zurückhaltende Art. Diese ruhige, warme Stimme. Man könnte Rolf Seelmann-Eggebert stundenlang zuhören. Wie einem Märchenonkel. Und tatsächlich geht es ja in den meisten seiner Berichte um Könige und Kutschen, Pferde und Fürstenhäuser - und da kennt sich kaum jemand gut aus wie der in Hannover aufgewachsene Journalist, der sein Abitur einst am Kaiser-Wilhelm-Gymnasium machte und in Hamburg lebt. Jetzt ist der 80-Jährige im Presseclub Hannover zu Gast gewesen.

Eigentlich hatte er ja nach seinem Geburtstag im Februar kürzer treten wollen. Dennoch war er tagsüber im Funkhaus in Hannover und hat etwas gearbeitet. Und so viel verrät er schon: Wenn im kommenden Jahr der japanische Kaiser das Amt seinem Sohn übertragen sollte, und wenn dann der NDR fragen sollte, ob er die Berichterstattung übernehmen könne - ja, dann wäre er wohl nicht abgeneigt. Schließlich ist der Tenno der einzige Monarch, der ihm bislang noch kein Interview gegeben hat. Die Schweden, die Spanier, die Niederländer und natürlich die Briten - alle haben mit ihm geredet, auch wenn ihm das anfangs viel Hartnäckigkeit abgefordert hat.

Prince Charles wollte partout nicht mit ihm reden. „Ich habe es über den Botschafter versucht, den Außenminister - nichts“, sagt er. Doch dann sei ihm eine „Prinzessin mit sehr männlicher, preußischer Stimme aus Hannover“ eingefallen. Es gehört wohl zum Geheimnis seines Erfolges, dass er sehr diskret ist und seine Quelle nicht nennt. Die Prinzessin habe ihm jedenfalls mit ihrer rauchigen Stimme gesagt: „Ich kenne ihre Filme. Die finde ich gut. Ich werde sehen, was ich für Sie tun kann.“

Sie legte auf, und 48 Stunden später hatte er sein Interview. Manche historischen Verbindungen zwischen dem Haus Hannover und dem britischen Königshaus sind eben durchaus noch existent.

Dass die britischen Royals indes im Juli nicht zur Hochzeit von Ekaterina und Ernst August von Hannover gekommen sind, wundert ihn kaum: „Zu den Gartenpartys von William und Kate ist Ernst August zwar immer eingeladen“, sagt er - allerdings wie 6000 andere Gäste auch. „Und das englische Königshaus schickt nur sehr selten Familienmitglieder auf Reisen.“

Schöne Outfits, eine traumhafte Kutsche, viele Zuschauer an der Marktkirche, prominenter Besuch und natürlich das royale Brautpaar: Diese Hochzeit war voller Höhepunkte. Ein Überblick über die schönsten Bilder des Tages.

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Die Hochzeit in Hannover sei relativ bescheiden ausgefallen, merkt er an, „etwa so, wie wenn die Hohenzollern heiraten“. Dafür weiß er einen einfachen Grund: „Die jüngere Generation legt schon Wert darauf, dass ihnen nicht vorgehalten werden kann, das Geld ihrer Vorfahren zum Fenster heraus zu schmeißen.“

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