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Hermes entschuldigt sich für Paketpanne

Ärger über Umwege geklärt Hermes entschuldigt sich für Paketpanne

Die Geschichte über den Paketboten, der sich so über einen Kunden geärgert hatte, dass er einen genervten Kommentar auf der Benachrichtigungskarte hinterließ, ist doch noch gut ausgegangen: Der Kunde aus Hannover und der Paketzusteller haben sich versöhnt – Letzterer liefert weiter Pakete zu dem Mann.

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Quelle: dpa/Symbolbild

Hannover. Der Vorfall, der sich vor zwei Jahren ereignete, hat in den vergangenen Tagen im Netz hohe Wellen geschlagen: Der Zusteller sollte ein Paket abliefern, aber der Adressat war zum wiederholten Male nicht da. Da platzte dem Hermes-Boten der Kragen. "Ihr seid nie da, bestellt aber wie verrückt", kritzelte der Zusteller auf die Benachrichtigungskarte. "Dieses Paket gebe ich nicht beim Nachbarn ab." Dieses Mal nicht. Stattdessen schlug er dem Empfänger für die Zukunft vor: "1. Möglichkeit. Ihr bestellt künftig direkt zur Arbeit." Oder: "2. direkt zu einem Paketshop in Eurer Nähe." Im Netz gab es darauf zahlreiche Reaktionen, die sich um die Arbeitsbedingungen der Zusteller und das Bestellverhalten der Kunden drehten.

Gegenüber der HAZ bestätigte der Adressat den Vorgang, der sich in Hannover abgespielt hat, wie erst jetzt herausgekommen ist. Er habe sich nach dem Vorfall bei dem Paketboten entschuldigt, der dies auch akzeptiert habe. "Wir kommen seitdem gut miteinander aus", sagte der Hannoveraner. Er bestelle weiterhin im Internet, und die Päckchen würden zuverlässig nach Hause geliefert. "Das klappt wunderbar."

Auch der Paketzusteller Hermes hat sich bei dem Hannoveraner entschuldigt – am Mittwochabend, nach der Veröffentlichung des Textes auf HAZ.de. Die Verspätung erklärt sich aus den verschlungenen Wegen, die diese Geschichte in den sozialen Netzwerken genommen hat:

So lief die Geschichte ab

Ein Bekannter des Adressaten hatte im Jahr 2013 ein Foto der Benachrichtigungskarte über Twitter verbreitet. Der Paketzusteller Hermes wandte sich daraufhin an den Twitter-Nutzer und schickte ihm eine Entschuldigung – in der Annahme, es handle sich um den Empfänger des Paketes. Eine Reaktion habe Hermes damals nicht erhalten, sagte ein Firmensprecher.

Vor einigen Tagen tauchte die Geschichte wieder im Netz auf, sie wurde von vielen Menschen direkt kommentiert. Auch der damalige Adressat las den Text am Mittwoch auf HAZ.de. Er wunderte sich über die Aussage, dass sich Hermes bei ihm entschuldigt habe, und meldete sich. Die HAZ fragte daraufhin noch einmal bei Hermes nach. Das Unternehmen ließ sich von der HAZ den Namen geben und prüfte den Fall. Gegen 17.30 Uhr meldete sich die Firma bei dem Hannoveraner, der anonym bleiben will – und holte die Entschuldigung nach.

Von Stefan Bürgel, Heidi Senska und Markus Werning

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Von Singapur nach Hannover: Journalistin Sophie Mühlmann

Sophie Mühlmann hat 13 Jahre lang als Asienkorrespondentin in Singapur verbracht. Von dort aus bereiste und beschrieb sie die riesige Region zwischen Afghanistan, Ozeanien und Nordkorea. Zuvor war sie für den ARD-Hörfunk mehrmals als Korrespondentenvertretung und „Feuerwehr-Reporterin“ in China im Einsatz. Seit dem vergangenen Sommer ist sie nun Neu-Hannoveranerin.