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Älteste Stiftung Hannovers ist in Schwierigkeiten

Altenheim Stift zum Heiligen Geist Älteste Stiftung Hannovers ist in Schwierigkeiten

Das Altenstift zum Heiligen Geist in der Bult hat finanzielle Probleme. Die Pflegesätze reichen nicht aus, um den Mitarbeitern Gehaltserhöhungen zu zahlen. Der Vorstand will diese Woche Entscheidungen zur Zukunft der Einrichtung treffen – Mitarbeiter sind in Sorge.

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Das Stift zum Heiligen Geist an der Heiligengeiststraße.  

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover. Das Altenheim Stift zum Heiligen Geist steckt in erheblichen finanzielle Schwierigkeiten. Nach Informationen der HAZ sind die Pflegesätze in der Einrichtung im Stadtteil Bult zu gering, um die Kosten der Mitarbeiter zu finanzieren.

„Wir überlegen derzeit, wie wir die Zukunft gestalten“, sagt der Vorsitzende der Stiftung, SPD-Ratsmitglied Martin Hanske. Der Vorstand werde in dieser Woche eine Entscheidung treffen. Nähere Angaben zu den unterschiedlichen Optionen macht Hanske nicht.

Die Mitarbeiter des Altenheims beklagen, dass ihnen die Stiftung seit Jahren eine Bezahlung, wie sie in anderen Seniorenheimen üblich ist, verweigere. Die Altenpfleger und Altenpflegehelfer verharren auf einem Lohnniveau aus dem Jahr 2010. Sie werfen Hanske zudem vor, er drohe mit der Schließung, wenn die Mitarbeiter ihre Forderung nach einer besseren Bezahlung nicht zurücknähmen.

Hanske weist das zurück. „Die Frage ist, was ein Altenstift heute noch zahlen kann “, sagt er. Alle Altenheime müssten bei der Bezahlung Kompromisse machen. Daher werde derzeit in allen Senioreneinrichtungen überlegt, wo und wie sich Einsparpotenziale finden ließen.

Vorstellungen der Mitarbeiter, Geld aus dem Stiftungskapital zu entnehmen, seien nicht zu verwirklichen. Nach Angaben des Stiftungsvorsitzenden beträgt das Kapital rund 7 Millionen Euro und ist in erster Linie im Gebäude und in dem weitläufigen Grundstück in bester Lage gebunden. Bisher schreckt man offenbar vor Überlegungen zurück, die Pflegesätze in dem Haus anzuheben. Das Stift zum Heiligen Geist gilt als Altenheim für Menschen mit kleinerer Rente. Daher ist zu befürchten, dass bei einer Anhebung der Pflegesätze die Bewohner in andere Seniorenheime wechseln.

Offenbar ist die Konkurrenz der Altenheime in Hannover gewaltig. „Der Markt bei Altenpflegeplätzen in Hannover ist groß“, berichtete Hanske. Offenkundig würden derzeit nicht so viele Plätze benötigt, wie die Betreiber berechnet hätten.

Das Stift zum Heiligen Geist ist die älteste Stiftung Hannovers. Im Jahr 1256 entstand auf Initiative des Bischofs Wedekind von Minden das „Hospital Sankt Spiritus“. Zunächst diente das Stift ausschließlich als Hospital. 1400 wurden erste feste Wohnplätze für Polizisten und Bauherren der Stadt sowie deren Ehefrauen eingerichtet. Außerdem kamen dort verarmte ehemalige Ratsherren unter. Heute hat die Einrichtung 90 Betten. Die Auslastung liegt derzeit bei 94 Prozent. Beschäftigt sind dort rund 70 Mitarbeiter.

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