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Ärger über Flüchtlingsheim im Hotel

Unterkunft in Mittelfeld Ärger über Flüchtlingsheim im Hotel

Die Mitarbeiter eines Hotels in Mittelfeld, das die Stadt als Flüchtlingsunterkunft anmieten will, fürchten um ihre Jobs. Zum 1. Dezember soll der reguläre Hotelbetrieb aufgegeben werden – obwohl das Unternehmen nach Angaben der Belegschaft wirtschaftlich gut läuft.

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Bis zu 130 Flüchtlinge sollen in dem Hotel untergebracht werden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Im kleinen Hotel Gold Spring in Mittelfeld sollen Ende des Jahres bis zu 130 Flüchtlinge untergebracht werden - und die zwölf Hotelangestellten werden in die Arbeitslosigkeit entlassen. Zehn Jahre will die Stadt Hannover die Hotelzimmer mieten, dem Vernehmen nach zu einem Preis von 3,8 Millionen Euro. Für den Betreiber, die Jia Run Hong GmbH, scheint es ein lukratives Geschäft zu sein, doch unter den Mitarbeitern wächst die Sorge. „Zum 1. Dezember können wir uns arbeitslos melden“, sagt ein Hotelangestellter. Dabei sei das Hotel gut ausgelastet gewesen und erweitere sogar seine Kapazitäten.

Die Ratspolitik hat dem Mietvertrag bereits zugestimmt. Der Hotelbetreiber scheint aber noch kein grünes Licht gegeben zu haben. Noch hoffen die Angestellten, dass sich die Umwandlung in eine Flüchtlingsunterkunft im letzten Moment abwenden lässt. Die Chancen stehen aber schlecht. Die Stadt Hannover ist verpflichtet, die ihr vom Land zugewiesenen Menschen unterzubringen. Bis Ende April können gemäß Zuteilungsquote noch Tausende Flüchtlinge nach Hannover kommen, und die Kapazitäten sind begrenzt.

Dass Hotels zu Flüchtlingsheimen werden, ist in Hannover kein Einzelfall. Anfang März sollen bis zu 550 Asylsuchende im ehemaligen Maritim Grand-Hotel gegenüber dem Rathaus einquartiert werden. Die Stadt lässt derzeit das Mobiliar austauschen und mietet das Gebäude bis Frühjahr 2018. Die Unterbringung dort kostet 5,5 Millionen Euro - rund 5000 Euro pro Flüchtling im Jahr.

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