Am Ende, 15 Jahre nach seinem Tod, reichte es für Karl Elkart zu knapp 550 Metern Straße. Nichts Großes, aber in schöner Südstadtlage immerhin. Ein Seniorenheim liegt heute dort, eine Schule und eine Handvoll Backsteinhäuser, auf deren Fensterbänken Blumen in Kästen blühen. Jetzt, wo Frühling ist, kann man in der Elkartallee die Vögel zwitschern hören und die alten Herrschaften mit ihren Rollatoren zum Spaziergang aufbrechen sehen. Es könnte alles so schön sein.
Bei den Kunkels gibt es Kakao, dicke Sahnetorte und eine schriftliche Chronologie auf drei Seiten. „Zeitlicher Ablauf des Umbenennungsverfahrens der Elkartallee“ steht oben. Darunter ist manches rot gedruckt, anderes unterstrichen. Vor allem Sätze von Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne (SPD). Den nämlich haben die Kunkels auf dem Kieker. Und viele Nachbarn auch. Mindestens mal die 182 der 375 unmittelbar Betroffenen, die gegen die Umbenennung ihrer Straße unterschrieben haben. Herbert Kunkel sagt sogar, er fühle sich von der Politik, mit Verlaub, „verscheißert“. In der Abstellkammer haben die Kunkels noch die Schilder von der Demo neulich. „Keine Umbenennung“, steht auf einem, und auf einem anderen: „Wir sind das Volk.“
Seit mehr als vier Jahren zieht sich die Debatte um die Namensänderung der Elkartallee wie ein altes Kaugummi durch die jüngere hannoversche Stadtgeschichte. Seit der Historiker Rüdiger Fleiter in einem Buch die Rolle des früheren Stadtbaurats Karl Elkart im Dritten Reich aufdröselte. Laut Fleiter war Elkart förderndes Mitglied der SS, „rücksichtsloser Arisierer“ und als Leiter der Sofortmaßnahmen „eine der zentralen Figuren beim Kriegsgefangeneneinsatz“. Das alles ist unbestritten, und auch Herbert Kunkel bestreitet es nicht. Ideologisch, wie man so sagt, könnte er Elkart ferner nicht sein. Vor seiner Pensionierung war Kunkel stellvertretender Landesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei (GdP), seit fast 40 Jahren ist er Mitglied der SPD.
Nein, sagt er, auch er wolle nicht, dass nach Karl Elkart eine Straße in Hannover benannt ist. Aber er will auch keinen neuen Straßennamen. Dagegen kämpft er, mit aller Macht. Dieses Paradox geht nicht zuletzt auf den pfiffigen Bezirksbürgermeister Pollähne zurück, über den sich sein Parteifreund Kunkel jetzt so ärgert. Denn der hat sich eine intellektuelle Verrenkung ausgedacht, die eigentlich das obligatorische Getöse rund um die Änderung von Straßennamen verhindern helfen sollte: die sogenannte Umwidmung.
Lothar Pollähne trägt Bürstenschnitt und einen gutmütigen Schnauzbart, und unter dem perlt jetzt in seiner Südstadtkneipe das Feierabendbier. Als die Sache mit der Nachtigalstraße damals aufkam, erzählt er, sei er eben auf die Idee mit der Umwidmung gekommen. „Wir wollten möglichst wenig Aufwand haben.“ Also wurde Ende März aus der Nachtigalstraße nach dem Kolonialverbrecher Gustav Nachtigal die Nachtigalstraße nach dem Theologen und Volksmärchenforscher Johann Karl Christoph Nachtigal (1753–1819). So ähnlich wird es wohl auch mit der Wißmannstraße laufen, die dann nicht mehr nach dem Kolonialisten Hermann von Wißmann, sondern dem Nazi-Opfer Hermann Wißmann heißen wird. Statt ganze Straßenschilder auszutauschen, so die Idee, ersetzt die Stadt nur die kleinen Legendenschildchen darunter. Und niemand regt sich auf. Für den Geistesblitz mit der Umwidmung müsste sich Pollähne eigentlich kräftig auf die Schulter klopfen.
Herbert Kunkel, der sich an die Spitze der Anti-Umbenennungs-Bewegung gestellt hat, hat noch eine Ausarbeitung ausgedruckt: „Die Bedeutung des Familiennamens Elkart“. Im Kern geht aus dem Pamphlet hervor, dass es durchaus Elkarts in Deutschland gibt. Leider, das hat auch schon Kontrahent Pollähne herausgefunden, ist niemand so recht Berühmtes dabei, nach dem man eine Straße benennen könnte. Der Versuch, Elkarts Sohn als Namenspaten heranzuziehen, ist bereits gescheitert. Denn seine Vergangenheit ist nicht ruhmreicher als die seines Vaters.
Weiter haben Herbert Kunkel und seine Frau Gudrun Brandl-Kunkel herausgefunden, dass „Elk“ das althochdeutsche Wort für einen Hirschen ist und irgendwie auch für einen Singschwan. Und weil die Endung „art“ durchaus auf das Adjektiv stark oder kräftig hindeuten kann, fordert die kunkelsche Bewegung nun die Umwidmung ihrer Allee im pollähneschen Sinne: Nach einem starken Hirschen soll sie heißen. Das aber, sagen Pollähne und Thomas Hermann, baupolitischer Sprecher der SPD im Rat, sei eindeutig zu weit hergeholt. „Das ist eine Wortschöpfung, das Wort gibt es nicht“, sagt Sprachwissenschaftler Pollähne. Zugegeben, sagt Herbert Kunkel, „das mit dem Hirsch ist ein kleiner Trick“. „An den Haaren herbeigezogen“, nennt Pollähne das.
Das allein ist aber nicht der Grund, warum Herbert Kunkel sich jetzt „verscheißert“ fühlt. Nein, sagt er, besonders sauer mache ihn die Art und Weise, wie die Sache durchgedrückt werden soll. Noch vor Jahren hätten sowohl Pollähne als auch die Stadt Hannover beteuert, die Anwohner zu beteiligen. Das aber sei erst passiert, als der Bezirksrat die Namensänderungen schon beschlossen und den Vorschlag damit in den Rat gegeben hatte – unter Federführung seiner SPD. „Ich habe immer gedacht, dass das die Partei des kleinen Mannes ist, und hier wohnt der kleine Mann“, sagt Kunkel.
Man ist also beharrlich in der Elkartallee. Warum eigentlich? Von der emotionalen Bindung an den Straßennamen ist die Rede. Von den Kosten für die Stadt. Von Paketen, die demnächst ihren Bestimmungsort nicht mehr finden werden. Das alles will Herbert Kunkel in diesen Tagen auch dem Oberbürgermeister vortragen. Der Bezirksbürgermeister hat zuletzt gesagt, man werde die Umbenennung „durchziehen“. Entscheiden muss der Rat. Und dessen SPD-Fraktion sieht „keine Tendenzen in der Fraktion, nicht für die Umbenennung zu stimmen“, sagt Ratsherr Hermann. Herbert Kunkel dagegen setzt weiter auf den starken Hirschen, weit hergeholt oder nicht.
Zur Not, sagt seine Frau, soll die Stadt doch einfach die Legende von den Straßenschildern entfernen. Einfach abschrauben. „Dann ist die Sache doch erledigt.“
Felix Harbart
Kommentare
@ von Winter Abwarten und Tee trinken K. Reativ – 30.04.10
Ja, eine schnelle Umbenennung ist nicht sinnvoll. Wohlmöglich gibt es noch nicht bekannte Aspekte, die diese Umbenennung wieder in Frage stellen. Also wirklich abwarten, entwidmen und ruhen lassen. Die neue Kandidatin für die Benennung ist erst seit kurzem bekannt. Wir haben doch Zeit, aber Geld für weitere Verwaltungskosten haben wir nicht.Andy L Mann O Mann – 29.04.10
"Welche denn? Den Straßennanmen geringfügig anders zu schreiben ist "unzumutbar"? Finden Sie diese Übertreibung nicht selbst etwas lächerlich?"Nein, das ist nicht lächerlich, denn der Mann hat ja Recht. Solange sich irgendetwas in der Schreibweise ändert, müssen die Anwohner alles ändern, vom Perso bis zum Stempel, vom Briefpapier bis ... ach, was soll es, Sie verstehen ja doch nicht und schreiben ständig gegen die einzig vernünftige Pragmatik des Wettbergers an.
@ Andy L. Wettberger – 29.04.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen: www.haz.de/nutzungsbedingungen.Umbenennungen paulchen – 29.04.10
Bitte auch unbedingt die Wallensteinstraße und die Tillystraße umbenennen, diese Herren waren auch bestialische Anführer schlimmster Söldnertruppen und haben tausende Menschen umgebracht! Nicht zu vergessen die Hohenzollernstraße, ein Spross dieser Familie ist maßgeblicher Verursacher des 1. Weltkrieges. Wenn ich weiter suche finde ich bestimmt noch ein Dutzend Straße und auch Schulen die nicht mehr zeitgemäße Namen haben.Kein Franzose käme auf die Idee den Namen Napoleon, einer der schlimmsten Kriegstreiber der ganz Europa verwüstet hat, aus allen Land- bzw. Straßenkarten zu tilgen.
schwupps TD – 29.04.10
Tja. 40 Jahre in der SPD. Warum eigentlich nicht? Ich kannte leute aus dem Bekanntenkreis meines Vaters (immerhin Kriegsteilnehmer) die ebenfalls in der SPD waren und trotzdem eine 'dunkelbraune' Vergangenheit hatten, Wird schon gepasst haben, die Um-Anpassung.Die sog. Entnazifizierung hatte keine andere Funktion, als 'reinzuwaschen'.
umwidmung irgendwer – 29.04.10
ich habe seit längerer zeit den eindruck, dass herr pollähne sich unbedingt profilieren will. mischt sich überall ein, ohne substanz! will überall mitreden, ohne sachverstand! mir wäre es am liebsten, ein parteigänger würde diesen 'schlauschwätzer' und populisten endlich mal zurückpfeifen, so, wie man ein vorlautes kind tadelt.kann der nicht einfach briefmarken sammeln und endlich mal die klappe halten? oder ist das vielleicht ein ADS-typ?
"Parteibuch"? Ein Lindener – 28.04.10
"Nur weil einer das Parteibuch hatte"? Der Mann war bei der SS! Da ist man nicht einfach reingegangen, weil man wg. der Karriere mehr oder weniger dazu "gezwungen" wurde. Das war die Eliteorganisation der Nazis! Machen Sie sich mal ein bischen schlau über die NS-Zeit. So eine Verharmlosung ist ja ungeheuerlich!Hirnriss KH – 28.04.10
Je weiter die Leute von der Zeit des NS entfernt sind, umso unverschämter ziehen sie jeden in den Dreck, der überhaupt in der NS-Zeit gelebt hat. Da wird dann nicht mehr so genau hingeschaut. Nur weil einer das Parteibuch hatte, soll er nichts bedeutendes für seine Stadt getan haben und darf nicht geehrt werden?Da fasst man sich doch an den Kopf, wie hier "ausradiert" werden soll.
Und geradezu schäbig, wie man das Andenken Toter besudelt.
Straßennamen gast – 28.04.10
"Quatsch in Dosen!" - Ich stimme dem Tenor von wettberger zu: "Straßennamen sind Schall und Rauch!" - Für jeden gehört der Straßennahme zu 'seiner' Adresse. Übel, wenn der Name 'irgendwie belastet' ist. Übel, wenn einem 'seine' Adresse geändert wird:WER bezahlt den Imageschaden, WER bezahlt die Folgekosten??? ... 'Erklär'-'Lobhudel'-Schilder abhängen; Namen lassen, wie sie sind. PUNKT.
Umbenennung, Umwidmung oder..... von Winter, alter Verwalter – 28.04.10
Als Lösung gibt es noch die Entwidmung ohne neue Widmung. Entwidmen und Neuwidmung auf Dauer ruhen lassen. Ist ungewöhnlich aber verwaltungstechnisch wirtschaftlich. Stichwort moderne und fortschrittliche Verwaltung spart Arbeit und Kosten. Entwidmen und Erklärschild ab und Ende.@ Wettberger: Darum geht's eben nicht. Andy L. – 28.04.10
"Jedoch geht es hier um die Vermeidung einer Namensänderung"Nein. Es geht darum, daß eine hannöversche Straße nach einem SS-Mann benannt wurde, und daß die Stadt dies nun ändern möchte. Ob es möglich ist, den Zusammenhang zu ändern, OHNE die Straße umzubennen ist sehr zweifelhaft. Weder Sie noch Herr Kunkel haben bisher eine vernünftige Umwidmung vorgeschlagen. Weder der Kunstbegriff Elk-art noch der Hinweis auf völlig unbekannte Lokalitäten in den USA machen Sinn.
"da sie mit m.E. unzumutbaren und unnötigen Veränderungen für die Anwohner zu tun hat"
Welche denn? Den Straßennanmen geringfügig anders zu schreiben ist "unzumutbar"? Finden Sie diese Übertreibung nicht selbst etwas lächerlich?
"nur weil ein Herr Prollmähne es so gefällt"
Um "gefallen" geht es dabei nicht, sondern um einen vernünftige Lösung. Und die Gegner der Umbenennung haben bisher keine vorgeschlagen. Es gibt wohl auch keine.
@ Andy L. Wettberger – 28.04.10
Das Leben verläuft streng dynamisch und die einzige Konstante ist die Veränderung :)Jedoch geht es hier um die Vermeidung einer Namensänderung, da sie mit m.E. unzumutbaren und unnötigen Veränderungen für die Anwohner zu tun hat, nur weil ein Herr Prollmähne es so gefällt.
Da wäre sogar ich bereit, den weit hergeholten Kompromiß des Ortes und des Flusses "Elkart" mitzutragen.
Auch kleine Änderungen am Namen führen zu Änderungen in Adressen, Ausweisen, Stempeln, Briefpapier etc., da wäre nicht notwendig. Dazu haben wir die Sozis in Hannover nicht gewählt, dass sie so mit dem Bürgerwillen der Anwohner umgehen!
@ Wettberger: die Umwidmung klappt nun mal nicht. Andy L. – 28.04.10
Sie haben sich doch selbst schon den Kopf darüber zerbrochen, welchen anderen Sinn "Elkart" haben könnte. Undhaben auch nichts vernünftiges gefunden. Also, in diesem Fall scheint eine Umbenennung das einzig Wahre zu sein. Und den Kompromiß sehe ich darin, zumindest nahe am alten Namen zu bleiben, und die Anwohner die Entscheidung fällen zu lassen, welcher der Vorschläge es werden soll.Sry, aber ich finde es absolut einleuchtend, das ein SS-Mann als Namensgeber nicht tragbar ist, und daß anscheinend keine sinnvolle Möglichkeit zur Umwidmung besteht. Daß Sie das anscheinend nicht nachvollziehen können, finde ich schon etwas überraschend. Sind Sie eventuell grundsätztlich gegen alle Veränderungen, auch wenn es nur um wenige Buchstaben geht?
@ Andy L. Wettberger – 28.04.10
Es geht schlicht um die Vermeidung der Umbenennung. Sie machen ständig neue Namensvorschläge, die eine Umbenennung notwendig machen würden und machen sich damit selbst unglaubwürdig. Gerade eine Umbenennung soll vermieden werden und stattdessen eine Umwidmung geprüft werden; und da böte sich ein Kompromiß an, sofern nicht der eigene Kopf schon vom linken Dogmenbeil verteilt wurde.Schlussstrich eSPeDe-ler – 28.04.10
Als immer schon SPD wählender finde ich, es reicht langsam. Wir Deutschen haben unsere Geschichte mehr als genug aufgearbeitet, es hilft niemanden mehr, wenn man noch letzte braune Staubkörner sucht, koste es was es wolle. Wie wäre es denn mit Straßennummer statt Namen? Aber da könnten ja aus Versehen dann auch Häftlingsnummer irgendwecher braunen Verbrecher nachgewiesen werden... Die Stadt Hannover macht sich langsam lächerlich, nur um ein paar Linken zu gefallen.@von Winter Erkärschild Erklärbär – 28.04.10
Genau, wenn das Erklärschild weg ist und kein Erklärbär in der Nähe ist, ist bestimmt bald alles vergessen.Umwidmung von Winter, alter Verwalter – 28.04.10
Gähn, besser alles im Winterschlaf ruhen lassen. Akte nicht auf Wiedervorlage sondern "Weglegen" verfügen. Dann ist doch alles erledigt. Ach, das Eräuterungsschild schon mal abnehmen und dann weitere Arbeit und Kosten sparen.Noch 'ne Idee: Eckhardtallee Andy L. – 28.04.10
Gewidmet dem beliebten Volksschausspieler Fritz Eckhardt, (1907-1995), unvergessen als Inspektor Marek im Tatort. Dies würde ein deutliches Zeichen gegen den Nationalsozialismus setzen, "[s]ein Vater wurde in einem NS-Konzentrationslager ermordet.Von den Nazis wegen seiner halbjüdischen Abstammung mit Berufsverbot belegt, ging Eckhardt 1938 nach Hollywood und schrieb dort vor allem Hörspiele."http://www.tatort-fundus.de/web/ermittler/sender/orf/marek/fritz-eckhardt.html
Und auch eine Verbindung zu Hannover ist vorhanden, "[ü]ber Hannover und Den Haag gelang ihm dann der Sprung an die Rotter-Bühnen in Berlin."
http://www.austria-lexikon.at/af/Wissenssammlungen/Biographien/Eckhardt,_Fritz
Also, das ist doch ein Namensgeber, auf den die Anwohner stolz sein könnten, und der sowohl für den rechten als auch linken Flügel der Politik annehmbar ist. Und dazu die Anwohner bei der Gewöhnung an einen neuen Straßennamen auch nicht überfordert. Statt Elkartallee dann Eckhardtallee, wär doch wohl kein Problem!
@ CC Andy L. – 28.04.10
"Er hat sich unter Speer Verdienste während der Nazi-Zeit gemacht, Logistikarbeit verrichtet und war unterwürfig."Also, wenn Sie keinen Unterschied erkennen können, zwischen jemandem, der während der NS-Zeit Beamter war, und einem anderen, der freiwillig in die SS eingetreten ist, dann ist Ihnen leider nicht zu helfen.
Nächste Umbenennung: R. Hillebrecht CC – 28.04.10
Warum ist dann Stadtbaurat Rudolf Hillebrecht überhaupt noch Ehrenbürger? Er hat sich unter Speer Verdienste während der Nazi-Zeit gemacht, Logistikarbeit verrichtet und war unterwürfig.Als nächstes wäre Arthur-Menge dran, dann alle Namen im Kaiserreich und letztlich alle Solzialisten und SPD-Anhänger Namen.
... gegen linke Radikale hat natürlich niemand etwas. Bald wird es Fidel Castro Straßen geben.
Herr Wettberger, noch was... Andy L. – 28.04.10
"Pragmatisch könnte man die Strasse nach einem kleinen amerikanischen Ort "Elkart" benennen oder von mir aus nach dem Fluß "Elkart" in den USA."Die sind offensichtlich so unbedeutend, daß noch nicht mal die englischsprachige Wikipedia Artikel über sie hat! Also, wo ist da der Anlaß, eine Strasse danach zu benennen?
Immerhin, was es gibt ist die Ortshaft El Kere, auch Elkare geschrieben, in Äthiopien. Deren bloße Exstenz, mit knapp 1500 Einwohner, ist latürnich auch kein Grund für eine Widmung. Aber die Stadt Hannover könnte ja eine neue Städtepartnerschaft eingehen, und damit einen Grund schaffen! Die Äthiopier würden sich sicher über die Aufmerksamkeit, verbunden mit etwas Unterstützung, sehr freuen. Und die Elkartallee würde zur Elkareallee!
(Auch eine alberne Idee, aber doch besser als Ihr Vorschlag!)
Hallo Wettberger Andy L. – 28.04.10
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"Weil Herr Prollmähne es nicht will, das ist der Grund."Also, kommen Sie, aber daß der Name offensichtlich für den SS-Mann Elkart steht, und keine andere sinnvolle Widmung möglich ist, ist doch nun wirklich Grund genug.
"Pragmatisch könnte man die Strasse nach einem kleinen amerikanischen Ort "Elkart" benennen oder von mir aus nach dem Fluß "Elkart" in den USA."
Was haben denn diese US-Namen mit einer deutschen Straße zu tun? Sind die in irgendeiner Weise relevant hier? Also, das ist doch keine pragmatische Idee, sondern völlig abstrus.
Etwas mehr Kompromißbereitschaft, bitte! Und was halten Sie denn nun von meiner Idee mit der Eckertallee? Die Anwöhner könnten sich doch den "passenden" Eckert auswählen! Da gibt's einige, die in Frage kommen.
Komplett unnötig! my50cent – 28.04.10
Erbärmlich, mit was sich unsere scheinbar nicht ausgelasteten Politiker beschäftigen müssen um mal wieder in die Medien zu gelangen.Die Straße heißt seit Jahrzehnten so und niemanden hat es gestört.
Vielleicht sollte man die Kosten und Mühen dieser Provinzposse lieber in die nahegelegenen Schulen investieren.
Die Grundschule Bonner Straße (direkt nebenan) ist beispielsweise in einem katastrophalen Zustand!
Die Verantwortlichen dieses Schmierentheaters sollten sich schämen...
Politisch korrekt BRA – 28.04.10
Immer diese blöden Vorwürfe, in Verwaltung und Politik wären alle nur auf Beschäftigungstherapie aus. Das ist doch ein grotesker Vorwurf. Mich beschäftig etwas ganz anderes: Wir leben in einer Zeit, in der in "genderbewusster" Konsequenz "Bürgerinnen und Bürger" angesprochen werden oder im geschriebenen Text die meines Erachtens gruselige "Groß-I-Schreibweise" ("BürgerInnen") verwendet wird, um ja niemandem weh zu tun. Und um ja politisch korrekt zu sein, gibt es keine Negerküsse mehr und die Reichskristallnacht heißt jetzt Pogromnacht, um bei nächster Gelegenheit jeden zu geißeln, der das Wort Pogrom in anderem, verharmlosenden Zusammenhang benutzt. Über all diese Dinge ließe sich trefflich streiten, aber ich füge mich mittlerweile, weil ich mich nicht als politisch unsensibel oder chauvinistisch einordnen lassen möchte. Vor diesem Hintergrund muss ich allerdings sagen, dass es nicht akzeptabel ist, hier zu diskutieren, ob man Herrn Elkarts braune Vergangenheit nicht einfach ignorieren sollte, weil es wichtigere Dinge gibt. Die Ehrung einer Person mit einer Straßenbenennung ist eine ziemlich wichtige Sache, sonst hätte ich auch gerne mal irgendwo eine BRA-Allee. Also muss man Straßenbenennungen auch revidieren, wenn sich neue Erkenntnisse über den Geehrten ergeben. Und wenn es keine(n) andere(n) Elkart gibt, den oder die (ja, ich habe gelernt) es zu ehren gilt, dann wird die Straße halt umbenannt. Das hat schon ganz andere getroffen und bisher hat's jeder bewältigt.Kreativität gefragt Andy L. – 28.04.10
"Gibt swicher einen geneigneten"Gibt's viele, aber die haben all den "falschen" Namen. Aber daran läßt sich ja was machen!
Man könnte z.B. Michael Schumacher, der sich ja um die Verbreitung von Kart-Bahnen in Deutschland sehr verdient gemacht hat, den Ehrentitel "ElKart" verleihen. Damit stünde der Beibehaltung der "ElKartAllee" nichts mehr im Wege. Dies wird dann auch sicher die Zustimmung der Anwohner finden!
Umbenennungsversuche/ Elkart Aufpasser – 28.04.10
Wenn die mit dieser unappetitlichen Polit- Provinzposse beschäftigten sog. "Politiker" auch nur annähernd die Verdienste Elkarts hätten, könnte man ihnen zuhören - so jedoch nicht ! Daher: Abtreten, Note: Sechs minus !gerechtfertigt Links der Leine – 28.04.10
Der Knackpunkt für mich, ist die Doktorarbeit auf der die Anschuldigungen gegen Elkart beruhen. Eine Quelle reicht meiner Meinung nach nicht aus, um eine solche Behauptung zu untermauern. Das sage ich ohne die Studie gelesen zu haben. Wenn man bei der Lektüre genung Beweise liest, so sieht das schon anders aus.Gesetzt Elkart habe sich schwerer Verbrechen als nur dem Mitläufertum schuldig gemacht, wäre es ein Unding, ihn weiter mit einer Straße, die nach ihm benannt ist, zu ehren!
Wie kann man guten Gewissens jemand ehren, der große persönliche Schuld auf sich geladen hat? Die Arbeit und Lebensumstände von Zwangsarbeitern führte oft zu deren Tod. Das ist keine Bagatelle!
Im Artikel wird auch von keiner Seite bestritten, dass eine Umwidmung notwendig ist. Dementsprechend geht ein Großteil der hier abgegebenen Kommentare am Thema vorbei. Ich persönlich halte eine Umbenennung für nur begrenzt schlimm (mich betrifft es ja auch nicht). Die Pakete werden ihren Weg schon finden.
Eine Umwidmung statt Umbennung ist ja nun scheinbar nicht möglich, da es keinen Namenspaten gibt! Warum also diese ganze Quälerei mit Protesten und aufwändigen Beteiligungsverfahren notwendig ist, verstehe ich nicht. Die von einigen bemängelten Kosten entstehen doch erst durch die Beteiligung der Bürger. Hätte der Rat einfach entschieden, wären nur die Kosten für die Straßenschilde rangefallen und die sind so teuer nicht!
Starrsinn tesa – 28.04.10
Man kann das Problem auch auf der anderen Seite sehen. Es gibt ja scheinbar keine Firmen in der Straße, welche kostspielige Umstellungen (Kundenkontakte) geltend machen. Ruheständler sind doch nicht spürbar betroffen. Haben aber nun mal die Zeit, sich da voll rein zu knien.Irrsinn Häkel – 28.04.10
Natürlich interessieren sich die Menschen auf der ganzen Welt dafür, ob Hannover Strassennamen nur an brave unbescholtene "Wichtige" vergeben hat. Da scheinen ja sehr viele im Rathaus nicht ausgelastet zu sein; wie wär´s mit Kurzarbeit oder Entlastung des Steuerzahlern durch Personalabbau dieser Personen?@schwupps Benno – 28.04.10
Wiebitte? Elkart war 40 Jahre lang Mitglied der SPD? Jetzt musst du nur noch behaupten, dass er auch stellvertretender Landesvorsitzender der GdP gewesen ist, dann solltest du mal schnell einen Lesekurs in der Volkshochschule besuchen!suchen amta – 28.04.10
Man wird nur lange genug nach einem anderen Elkart suchen müssen. Gibt bestimmt einen geeigneten!@ Andy Wettberger – 28.04.10
"Aber im Falle der Elkartallee geht es eben nicht."Weil Herr Prollmähne es nicht will, das ist der Grund.
Pragmatisch könnte man die Strasse nach einem kleinen amerikanischen Ort "Elkart" benennen oder von mir aus nach dem Fluß "Elkart" in den USA. Wo ein Wille wäre, ist auch ein Weg und er würde den Anwohnern eine Menge staatlich hervorgerufener unnötiger Mühe ersparen.
Einfach suchen Sven – 28.04.10
Wenn man nur lange genug sucht wird man doch wohl einen Elkart finden der in den 12 Jahren ein Brötchen geklaut hat und damit zum Widerstandskämpfer geworden ist.Die haben echt Sorgen!
xx yy – 28.04.10
Ach, wie wäre es einfach einen Buchstaben zu streichen. Statt ELKERTALLEE in ELKERALLEEMan oh man, die Bürokraten beschäftigen sich selbst auf unser aller Kosten!
Wer frei von Sünde... aw – 28.04.10
...ist, werfe den ersten Stein. Wennman nur lange genug sucht, findet man bei jedem etwas schwarzes in der Vergangenheit.Man sollte Straßennamen überhaupt nicht nach Personen benennen.
Straßennamen schwupps – 28.04.10
Sehr sehr gut geschrieben! Einmal ein Kompliment zum Autor..Zum Thema: Gibt es wirklich nichts wichtigeres in der stadt? Selbst wenn er in der SS mitgewirkt haben soll, seine 40jährige mitgliedschaft in der SPD scheint ja zu zeigen das er es bereut o.ä. hat.
Konstruktiver Vorschlag Andy L. – 28.04.10
Also den Kompromiss mit der Umwidmung finde ich grundsätzlich akzeptabel. Aber im Falle der Elkartallee geht es eben nicht. Natürlich haben die Anwohner Recht, wenn sie beklagen, daß ihre Mitspracherecht nur auf dem Papier besteht, und in Wirklichkeit die Entscheidung woanders getroffen wird. Das muß sich ändern! Aber am Problem, daß die Elkartallee nun mal nach einem Nazi benannt ist, ändert das nichts.Mein Vorschlag: In "Eckertallee" umbenennen! Da gibt es genug Namensinhaber, die für eine Würdigung in Frage kommen. Darunter z.B. Georg Eckert, ein Pädagoge, Historiker, Widerstandskämpfer gegen die Nazis und später Präsident der UNESCO-Kommisssion. Einziges Problem mit ihm: Er lebte in Braunschweig...
Verschwendung... Zippl – 28.04.10
...von Steuergeldern. Einfach nur lächerlich. Wenn das die größten Probleme sind, die wir derzeit zu bekämpfen haben...