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Aero-Club übergibt Fotoschatz an Museum

Dokument aus dem 1. Weltkrieg Aero-Club übergibt Fotoschatz an Museum

Lange schlummerte das Dokument aus dem Ersten Weltkrieg unbeachtet im Archiv des 1921 gegründeten Hannoverschen Aero-Clubs. Jetzt hat dessen Vorsitzender Bernd Lanzendörfer einen Teil der geschichtsträchtigen Dokumente dem Historischen Museum übergeben – darunter Hunderte Fotos, aber auch Briefe und andere Schriftstücke.

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„Bildquelle ersten Ranges“: Bernd Lanzendörfer vom Aero-Club übergab sieben Alben mit historischen Bildern an Katharina Walter

Quelle: Ditfurth

Hannover. Er galt als einer der größten Helden seiner Zeit. Kriegspiloten wie Manfred von Richthofen wurden im Ersten Weltkrieg als tollkühne Draufgänger verklärt. Damals etablierte sich die junge Luftwaffe gerade als eigene Streitkraft neben Heer und Marine. Ehrensache, dass ein Fotograf zugegen war, als der „Rote Baron“ in die Stadt kam: „Fhr. v. Richthofen besteigt in Hannover seinen Jagdzweisitzer (Albatros)“ steht in dem Album unter der Aufnahme des Kampffliegers, der 1918 im Einsatz umkam.

Der 1921 gegründete Aero-Club in Hannover übergibt Bilder und Dokumente aus dem Vereins-Archiv an das Historische Museum. Bilder aus dem Archiv.

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Lange schlummerte das Dokument unbeachtet im Archiv des 1921 gegründeten Hannoverschen Aero-Clubs, dem rund 180 Modell- und Segelflieger angehören. Jetzt hat dessen Vorsitzender Bernd Lanzendörfer einen Teil der geschichtsträchtigen Dokumente dem Historischen Museum übergeben – darunter Hunderte Fotos, aber auch Briefe und andere Schriftstücke. „Wir wollten die sieben Alben in sicheren Händen wissen“, sagt er.
Das Gros der historischen Bilder, über deren Herkunft wenig bekannt ist, stammt aus dem Ersten Weltkrieg. Viele entstanden in Hannover, das sich damals anschickte, „Fliegerstadt“ zu werden: Auf der Vahrenwalder Heide wurden Luftaufklärer bei der „Flieger-Ersatzabteilung 5“ ausgebildet. Dort begann man 1914 auch mit dem Bau einer gigantischen Zeppelinhalle; etwa zehn Heeresluftschiffe waren hier stationiert.

Ein Teil der oft nur spärlich beschrifteten Bilder entstand auch in Frankreich. Die Fotos zeigen Flugzeuge am Boden, bei Luftkämpfen – oder nach Abstürzen. „Immelmanns Todesflug“ steht unter einem der Bilder, das Soldaten vor einem Flugzeugwrack zeigt. Ein anderes Foto – offenbar aus Frankreich – zeigt farbige Kriegsgefangene, die von deutschen Soldaten als Attraktion wahrgenommen wurden. Auch Hermann Göring, im Ersten Weltkrieg prominenter Jagdflieger, soll laut Bildbeschriftung auf einem der Bilder zu sehen sein: Er posiert mit Kameraden vor einem Flieger.

„Wir werden die Fotos sichten, erfassen und in unsere Datenbank aufnehmen“, sagt Katharina Walter, die im Historischen Museum für das Fotoarchiv zuständig ist. Rund 1,5 Millionen Bilder verwahrt die Museologin in ihrer Abteilung – doch Aufnahmen wie die aus dem Aero-Club sind auch für sie etwas Besonderes: „Im Ersten Weltkrieg haben Soldaten zwar viele Fotos gemacht“, sagt Walter, „doch diese Alben sind für Hannovers Luftfahrtgeschichte eine Bildquelle ersten Ranges.“     

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