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Streikwoche

Ärzte bestreiken Klinikum der Region Hannover

Von Veronika Thomas

Patienten des Klinikums Region Hannover (KRH) müssen die gesamte nächste Woche mit Einschränkungen rechnen. Die in der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) organisierten Mediziner beteiligen sich an einer bundesweiten Streikwoche, die am Montag mit einer Großkundgebung in München beginnt.
„Wir rechnen damit, dass pro Tag etwa die Hälfte aller planbaren Operationen ausfällt”, sagt Klinikumssprecher Bernhard Koch.

„Wir rechnen damit, dass pro Tag etwa die Hälfte aller planbaren Operationen ausfällt”, sagt Klinikumssprecher Bernhard Koch.

© Frank Wilde (Archiv)

„50 Ärzte plus x aus der Region Hannover fahren nach München“, kündigte der Arzt Torsten Gericke an, der die Streikmaßnahmen mit koordiniert. Um die Versorgung der Patienten sicherzustellen, wurden Notdienstvereinbarungen mit der Ärztegewerkschaft abgeschlossen. Darin ist eine personelle Mindestbesetzung festgelegt, die sich an Dienstplänen für Wochenenden orientiert.

„Wir rechnen damit, dass pro Tag etwa die Hälfte aller planbaren Operationen ausfällt”, sagt Klinikumssprecher Bernhard Koch. Das wären im Schnitt zehn Eingriffe pro Klinik, im Klinikum Nordstadt könnten allerdings mehr Operationen betroffen sein, weil hier die Zahl der chirurgischen Eingriffe generell höher liege. Trotz Streiks sei jedoch gewährleistet, dass alle Notfallpatienten behandelt werden. „Terminverschiebungen gibt es nur bei den geplanten Operationen”, sagte Koch weiter. Alle Patienten seien bereits in dieser Woche informiert worden und hätten neue Termine erhalten. Notdienstvereinbarungen wurden mit den hannoverschen Krankenhäusern Nordstadt, Siloah und Oststadt-Heidehaus und im Umland mit den KRH-Kliniken Lehrte, Großburgwedel, Gehrden und Neustadt vereinbart.

Unklarheit besteht beim Marburger Bund noch darüber, wie die Streikmaßnahmen fortgesetzt werden sollen. „Am 20. Mai ist eine weitere Großveranstaltung in Kiel geplant und am 21. ein Treffen in Hannover”, sagte Gericke. Wie viele der insgesamt 700 Kollegen des Klinikums Region Hannover ihre Arbeit niederlegen werden, sei noch ungewiss. „Es gibt aber die ganze Woche streikbegleitende Maßnahmen.”

Die Tarifverhandlungen für die bundesweit rund 55 000 Ärzte an kommunalen Krankenhäusern waren im April gescheitert. Bei einer Urabstimmung Anfang Mai hatten sich 93 Prozent der Mediziner für Streiks ausgesprochen. Sie fordern fünf Prozent mehr Gehalt und eine bessere Vergütung der Bereitschaftsdienste. Die Arbeitgeber hatten zuletzt 2,9 Prozent mehr Gehalt für 36 Monate und höhere Vergütungen für Bereitschaftsdienste angeboten.

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