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Ärzte wollen gleich acht Kliniken bestreiken

Arbeitskampf Ärzte wollen gleich acht Kliniken bestreiken

Am Klinikum Region Hannover (KRH) haben die Ärzte mit den Vorbereitungen für den ab 26. Januar geplanten Arbeitskampf begonnen. Sollte bis dahin keine Einigung zwischen der Ärztegewerkschaft Marburger Bund (MB) und der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) zustande kommen, wollen von den gut 1000 Medizinern des Regionsklinikums rund 700 gewerkschaftlich organisierte Ärzte in den Ausstand treten.

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Ab dem 27. Januar sollen acht von zwölf Kliniken des Regionsklinikums bestreikt werden.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. „Wir treten sofort in den unbefristeten Streik“, sagte am Freitag Sven DeNoni, Gewerkschaftssekretär beim MB Niedersachsen. Das bedeutet, dass ab 27. Januar sieben oder acht von zwölf Kliniken davon betroffen sind, hat das Streikkomitee am Donnerstagabend beschlossen. Bis zum 20. Januar will die Gewerkschaft die Notdienstvereinbarungen mit allen betroffenen Kliniken vereinbaren.

Nicht bestreikt werden alle sogenannten sensiblen Bereiche. Dazu gehören neben der Notfallversorgung Stationen, auf denen Kinder und Krebspatienten versorgt werden. „Sollte es zu einem Großereignis kommen, wie beispielsweise einem Zugunglück, dann können alle Ärzte binnen kürzester Zeit alarmiert werden, um sofort einzuspringen“, betont DeNoni. Nach Möglichkeit sollen keine Patienten unter dem Streik leiden.

Wenn die Notdienstvereinbarungen abgeschlossen sind, beginnt das Klinikum seinerseits mit den Streikvorbereitungen. „Erst wenn wir wissen, welche Krankenhäuser betroffen sind, können wir unsere Patienten benachrichtigen, bei denen Eingriffe geplant sind, und ihnen Alternativtermine nennen“, sagt KRH-Sprecher Bernhard Koch. Weitere hannoversche Kliniken wie die Medizinische Hochschule oder die Kliniken der Diakonie rechnen nicht mit zusätzlichen Patienten, weil der Notdienst in den KRH-Krankenhäusern weiterläuft.

Bundesweit sind bis zu 50.000 Ärzte aus 600 deutschen Kliniken zum Streik aufgerufen. Den Auftakt wird eine zentrale Streikkundgebung am 26. Januar vor der Paulskirche in Frankfurt bilden. Bis zu 100 KRH-Ärzte wollen sich daran beteiligen. Im Rahmen des Arbeitskampfes sind auch Demonstrationen in mehreren Städten geplant.

Wie berichtet, waren die Tarifverhandlungen zwischen VKA und MB über höhere Gehälter und verbesserte Arbeitsbedingungen Anfang Dezember gescheitert. In einer Urabstimmung haben sich 92,7 Prozent der im Marburger Bund organisierten Ärzte für einen flächendeckenden Streik ausgesprochen.

l Bereits für den 25. Januar haben Marburger Bund und die Gewerkschaft ver.di ihre Mitglieder bei den Diakonischen Diensten Hannover von 10 bis 14.30 Uhr zum Streik in allen Häusern aufgerufen. Sie wollen unter anderem einen Tarifvertrag durchsetzen.

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