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Aus der Stadt Ist AfD-Politiker Mario Seebode ein Neonazi?
Hannover Aus der Stadt Ist AfD-Politiker Mario Seebode ein Neonazi?
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00:15 23.09.2016
Ist Mario Seebode (AfD) ein Neonazi? Zumindest sympathisiert er im sozialen Netzwerk Facebook offen mit rechtsextremen Inhalten.  Quelle: HAZ-Collage/Facebook
Hannover

Der neu in den Bezirksrat Döhren-Wülfel gewählte Abgeordnete der AfD, Mario Seebode, sympathisiert im Internet offen mit rechtsextremem Gedankengut. Im sozialen Netzwerk Facebook präsentiert sich Seebode unter anderem als Fan der NPD, des rechtsradikalen Politikers Udo Voigt und diverser Rechtsrock-Bands. Über seinen Musikgeschmack hat der 38-Jährige unter anderem angegeben, er möge die Bands Nordfront, Kraftschlag, Schusterjungs und KrawallBrüder. Letztere dementieren öffentlich zwar eine rechtsextreme Orientierung, pflegen aber Kontakte in die Neonazi-Szene. Die ehemalige Band Nordfront aus Hannover und die Gruppe Kraftschlag aus Schleswig-Holstein sind dagegen zwei bei Neonazis populäre Bands, die in ihren Texten den Nationalsozialismus verherrlichen und ausländerfeindliche bis rassistische Positionen vertreten. Auch die Musik von Annett Müller hört Seebode laut Facebook gern, die Liedermacherin gehörte bis zu ihrem Ausstieg zu den Stars der rechtsextremen Musikszene.

Unter den zahlreichen Seiten, die Seebode mit „Gefällt mir“ markiert hat, ist neben dem Facebook-Auftritt der NPD auch die offizielle Seite des Neonazis Udo Voigt, der eine Zeit lang Vorsitzender der NPD war und jetzt für die Rechtsradikalen im Europaparlament sitzt. Darüber hinaus hatte Seebode zwei Tage lang ein Bild der Gruppierung „Hooligans gegen Salafisten“ (HoGeSa) als Bannerbild eingestellt. „Die Familie hält zusammen: HoGeSa für Deutschland“ steht darauf geschrieben.

Dieses Bild zierte auch am Wahltag noch die erste Seite seines Facebook-Auftritts, erst am Nachmittag tauschte er es aus.

Droht Seebode jetzt der Parteiausschluss?

In der AfD soll die Sympathie Seebodes für Rechtsextreme bisher nicht bekannt sein. „Davon weiß ich nichts“, sagte Parteichef Jörn König auf Nachfrage. Sollte sich das bestätigen, würde „nach normalen rechtsstaatlichen Prinzipien verfahren“. Dann müsse Seebode mit einem Ordnungsverfahren und einem Parteiausschluss rechnen.

Seebode hatte bei der Kommunalwahl am 11. September sowohl für den Stadtrat und die Regionsversammlung als auch für den Stadtbezirksrat im Wahlbezirk Döhren-Wülfel kandidiert. Im Stadt- und Regionsgremium musste er sich seinem Parteikollegen Reinhard Hirche geschlagen geben, im Bezirksrat ist er nun der einzige Vertreter der AfD.

isc

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