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Aus der Stadt Debatte um Zuschüsse für Jugendzentrum
Hannover Aus der Stadt Debatte um Zuschüsse für Jugendzentrum
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00:18 27.08.2017
Von Andreas Schinkel
Das Jugendzentrum Kornstraße steht bei manchen Politikern in der Kritik. Quelle: Michael Wallmüller
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Hannover

Die AfD wirft der Stadtverwaltung vor, nicht nur "auf dem linken Auge blind zu sein", wie AfD-Fraktionschef Sören Hauptstein sagt, sondern den Linksextremismus auch noch zu fördern. Damit spielt er auf einen jährlichen, städtischen Zuschuss von 30 000 Euro für das Jugendzentrum Kornstraße an.

Auch die CDU, die sich im Wahlkampf auf die Themen Sicherheit und Ordnung kapriziert, sieht die Zuwendung für die Kornstraße kritisch. Damit werde der Gruppe "Rote Hilfe", die der Verfassungsschutz beobachtet, ein Raum gegeben, sagt CDU-Ratsfrau Georgia Jeschke. "Es liegt noch viel Arbeit vor der Verwaltung im Kampf gegen den Linksextremismus", sagt Jeschke.

Die anderen Parteien wollen am Zuschuss für die Kornstraße nicht rütteln. "Wir brauchen freie Jugendzentren mit Trägern in unterschiedlicher Vielfalt", sagt SPD-Ratsherr Christopher Finck. Keinesfalls dürften Jugendzentren unter staatlicher Kontrolle stehen, damit würde man dem Totalitarismus Tür und Tor öffnen.

Die Grünen werfen der AfD vor, jenen Gruppen die Zuschüsse streichen zu wollen, die nicht  der AfD-Ideologie folgen. "Die CDU erweckt zudem den Anschein, der AfD hinterherzulaufen", sagt Grünen-Fraktionsvize Norbert Gast.  Aber im Grunde sei die Forderung der CDU, Zuschüsse zu streichen, ein "Klassiker". Schon in den siebziger Jahren hätten die Christdemokraten freien Jugendzentren den Geldhahn zudrehen wollen. Die Linke verlegt sich darauf, jede Form der Gewalt abzulehnen.

Die Polizei läuft am Ihmeufer in Höhe Glocksee und Kulturzentrum Faust seit einigen Monaten häufiger Streife. Damit soll der Drogenhandel eingedämmt werden. "Die polizeiliche Präsenz zeigt ihre Wirkung", sagt Personaldezernent Harald Härke am Donnerstag im Rat auf Nachfrage der CDU.

Andreas Schinkel 27.08.2017

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