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Aha: Zu wenig Verpackungsmüll wird wiederverwertet

Abfallwirtschaftsbetrieb Hannover Aha: Zu wenig Verpackungsmüll wird wiederverwertet

Dass fast die Hälfte der Verpackungsabfälle in Deutschland wird verbrannt, findet auch der hannoversche Abfallwirtschaftsbetrieb Aha zu viel. Einfluss auf den Umgang mit dem Inhalt der Gelben Säcke hat er zwar nicht. Dennoch sei eine Mülltrennung weiterhin sinnvoll.

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Verpackungsabfälle werden nur zur Hälfte recycelt.

Quelle: Archiv

Hannover. Obwohl der Müll aus dem Gelben Sack häufig verbrannt wird, lohnt sich aus Sicht des Abfallwirtschaftsbetriebs Aha auch weiterhin die Mülltrennung. „Nur getrennt wird Abfall zu Wertstoffen“, sagte am Mittwoch die Sprecherin von Aha, Helene Herich. Je mehr Menschen auf engem Raum lebten und unterschiedlichste Arten von Abfall und Wertstoffen produzierten, desto wichtiger sei die fachgerechte und getrennte Sammlung, betonte die Sprecherin.

Dass fast die Hälfte des Inhalts der Gelben Säcke nicht wiederverwertet sondern verbrannt wird, will Herich nicht kommentieren, weil Aha mit der Weiterverwendung des Verpackungsmülls nichts zu tun habe. Aha sammle die sogenannten Leichtverpackungen in der Landeshauptstadt im Auftrag des Dualen Systems ein, berichtete sie. Auf den Deponien würden die Gelben Säcke dann an die einzelnen Unternehmen des Dualen Systems übergeben und von Speditionen abgeholt. Bei der Übergabe auf den Deponien ende der „Zuständigkeitsbereich von Aha“, berichtete Herich.

Es sei möglich, einen deutlich größeren Anteil des Verpackungsmülls zu recyceln, als es bisher passiere, ergänzte Herich. Mitarbeiter von Aha hätten sich eine Sortieranlage angeschaut und festgestellt, dass die technischen Möglichkeiten dafür vorhanden seien.

Wie berichtet, landeten im Jahr 2014 rund 44 Prozent des Verpackungsmülls in Müllverbrennungsanlagen. Das geht aus Zahlen des Bundesumweltministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Die Quote für die Wiederverwertung von Plastikverpackungen müsse dringend erhöht werden, forderte daraufhin die Grünen-Politikerin Bärbel Höhn. „Sonst fühlt man sich als Mülltrenner schnell veräppelt“, betonte sie.

Beim Unternehmen Remondis, das im Umland die Gelben Säcke abholt, heißt es, dass nicht jeder Kunststoff zur Wiederverwertung geeignet sei. Dennoch werde aus dem Verpackungsmüll viel herausgeholt. „Es wird nicht ohne Sinn und Verstand verbrannt“, sagte Remondis-Sprecher Michael Schneider. Der Verpackungsmüll schone die Ressourcen von Rohstoffen, weil er einen höheren Brennwert als Braunkohle habe.

In der Müllverbrennungsanlage in Lahe, direkt neben der Deponie von Aha, werden weder Gelbe Säcke noch aus dieser Sammlung stammende Sortierreste verbrannt. Wie Sprecher Ronald Philipp vom Helmstedter Betreiberunternehmen Energy from Waste mitteilt, verwertet die Verbrennungsanlage in Hannover fast ausschließlich Hausmüll der Bürger aus der Region Hannover. Die Anlage in Lahe sei auch nicht für Verpackungsmüll ausgelegt, berichtet Philipp weiter. Der Heizwert von Verpackungsabfällen sei wegen des hohen Kunststoffanteils für die Anlage deutlich zu hoch.     

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