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Aha holt Mülltonnen jetzt doch ab

Neues Fahrzeug Aha holt Mülltonnen jetzt doch ab

Plötzlich ging alles ganz schnell. Nachdem Montag die HAZ über verzweifelte Anlieger von Stichstraßen berichtet hat, die ihre Mülltonnen künftig bis zu 300 Meter zur nächsten Durchgangsstraße rollen sollen, lenkte der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha ein. Ein neues, kleineres Fahrzeug soll das Problem lösen.

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Aufatmen für die Einwohner in Wettbergen: Ihre Mülltonnen werden auch künftig direkt an den Häusern abgeholt.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Noch am gleichen Tag ließ der neue Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz mitteilen, dass eine bürgerfreundliche Lösung gefunden werden solle. Aha schafft jetzt ein kleineres, wendiges Fahrzeug an, das die Tonnen und Wertstoffe einsammelt. In einer zunächst halbjährigen Testphase soll dann geprüft werden, ob das Modell auch andernorts in der Region eingesetzt werden kann.

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Aha hatte etwa 70 Anliegern verschiedener Stichstraßen in Wettbergen mitgeteilt, dass sie ihre Mülltonnen und -säcke künftig bis zur nächstgrößeren Straße bringen sollen. Betroffen waren unter anderem Anwohner, die ohne Rollator nicht mehr gehen können. Manch einer fragte sich, warum 26 Jahre lang die Müllabfuhr kein Problem darstellte und nun auf einmal keine Einfahrt in die Straßen mehr möglich sein sollte. Die Kommunikation aber war schwierig, man war schnell bei Klagedrohungen.

Der Abfallwirtschaftsbetrieb schilderte Montag, wie es zu der absonderlichen Neuregelung kam. Demnach hat es einen Ortstermin in den betroffenen Straßen gegeben, an dem die Fachkraft für Arbeitssicherheit teilnahm. Die stellte fest, dass die Regel 114-012 aus Paragraf 4 des Arbeitsschutzgesetzes nicht eingehalten wird, und das gleich in drei Punkten. Einfach ausgedrückt: Es ist zu eng, man kann wegen vieler Büsche nicht gut sehen, und die Strecke ist zu lang. Daraufhin einigte man sich darauf, dass man in die Straßen künftig nicht mehr hineinfahren möchte - und teilte das den Bürgern mit.

Der neue Aha-Chef Schwarz scheint eine andere Auffassung von Bürgernähe zu haben. „Mir ist persönlich daran gelegen, zeitnah eine für alle Beteiligten zufriedenstellende Lösung anbieten zu können“, ließ er ausrichten. Und so hat man sich jetzt bei Aha auf einen lebenspraktisch einleuchtenden Versuch geeinigt. Aha kauft ein etwas schmaleres Fahrzeug.

Der Test sieht jetzt zunächst vor, dass mit einem 3,5 Tonnen schweren Kleintransporter in die Stichstraßen hineingefahren wird. Er hat hinten eine Laderampe. Damit werden je nach Abfuhrtag Restmüll-, Bio- und Papiertonnen sowie Papier- und Wertstoffsäcke aufgeladen und zu Sammelplätzen gebracht. Wenn dann der reguläre, 2,50 Meter breite Müllwagen seine Arbeit verrichtet hat, kommt der Kleintransporter erneut und bringt die leeren Tonnen wieder zurück.

Aha will mit dem Testlauf bis Jahresende auch herausfinden, wie viele weitere beengte Stichstraßen in der Region von schmaleren Wagen profitieren könnten. Vor allem, wenn die Wendehämmer zu klein seien, um mit dreiachsigen Müllwagen kehrtzumachen, könne so ein Rückwärtsfahren vermieden werden - das gilt in der Branche als besonders unfallträchtig.

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