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Aha kapituliert vor Kaugummis

Warten auf "Gum-Buster" Aha kapituliert vor Kaugummis

Die Aha-Straßenreiniger in der City lassen das Entfernen von Kaugummis am Kröpcke ruhen - aus Effizienzgründen. Denn die Arbeit dauert zu lange. Das Unternehmen wartet nun auf ein neues Gerät namens „Gum-Buster“, es soll effektiver sein. Im September wird die 25.000 Euro teure Maschine geliefert.

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Flecken neben Flecken: Ein neuer „Gum-Buster“ soll das Problem in der Stadtmitte in Kürze lösen.

Quelle: Kutter

Hannover . Die Straßenreiniger lassen es in der City derzeit eher ruhig angehen. Während sich auf dem schicken neuen Straßenpflaster am Kröpcke ein immer dichterer Flickenteppich aus Kaugummifladen bildet, schaut der zuständige Abfallentsorger Aha nur zu. Das Unternehmen führt zwar die regelmäßige Nassreinigung der Fläche durch, aber die klebenden Lebensmittelreste bleiben davon unberührt. Die Extraarbeiten, die für das Entfernen von Kaugummis nötig sind, lässt Aha derzeit ruhen – aus Effizienzgründen. Denn die Arbeit dauert zu lange.

Schuld sind die neuen hellen Bodenplatten in der City. Sie sehen im sauberen Zustand zwar edel aus, allerdings ist darauf jeder Kaugummifleck deutlich zu erkennen – und das Pflaster lässt sich nur aufwendig reinigen. Um ein einziges Kaugummi vom Kröpcke zu lösen, braucht ein Straßenreiniger mit den bisherigen Maschinen laut Aha-Sprecherin Helene Herich bis zu zwei Minuten. Daher wartet das Unternehmen auf ein neues Gerät namens „Gum-Buster“. „Das Gerät ist deutlich effektiver und wird im September geliefert“, sagt Herich.

Aha-Kehrmaschinen piepen nicht mehr

Vielen Anwohnern ging der „Piepterror“ der rückwärtsfahrenden Kehrfahrzeuge von Aha gehörig auf die Nerven. Vor allem denen, die neben Betriebsstätten wohnen, auf denen schon frühmorgens die Geräuschkulisse startet. Jetzt schafft der Abfallbetrieb Abhilfe. Testweise ist in 15 von 60 Kehrmaschinen ein Summer eingebaut. Die umgerüsteten Fahrzeuge würden zunächst auf den Betriebshöfen Brühlstraße und Billungstraße eingesetzt, heißt es bei Aha. Dem Unternehmen geht es insbesondere darum, Erfahrungen in Sachen Arbeitssicherheit zu sammeln. Das Geräusch sei nicht mehr ganz so hochfrequent wie das Piepsignal, aber trotzdem deutlich wahrnehmbar.
Für Müllfahrzeuge sind die Rückfahrwarnsignale seit 1998 Vorschrift, um Passanten und Mitarbeiter hinter den Fahrzeugen zu schützen. Für Kehrmaschinen gilt diese Norm nicht. „Aber aufgrund der Unfallverhütungsvorschrift haben auch hier alle nach 2000 neu beschafften Fahrzeuge Pieper“, erklärt Voigt. Umgerüstet werden nur die Kehrmaschinen.  lok

Der neue „Gum-Buster“, was übersetzt so viel wie „Kaugummi-Bekämpfer“ bedeutet, kostet rund 25.000 Euro. Hinter dem martialischen Namen, der auch aus einem Superhelden-Comic stammen könnte, verbirgt sich nichts anderes als ein besonders starker Hochdruckreiniger, entwickelt für das Lösen der Kaugummis vom Straßenboden.  „Durch diese Methode kann ein Kaugummi in zehn Sekunden entfernt werden“, sagt Aha-Sprecherin Herich. Der 500-Liter-Tank reicht für einen Bereich mit einem Radius von 20 Metern.

Die Maschine soll auch auf dem Ernst-August-Platz, auf den Flächen in der Goseriede sowie Opern- und Trammplatz eingesetzt werden. Laut Aha bekommen insgesamt 47 000 Quadratmeter dieser „1a-Innenstadtlagen“ eine Sonderbehandlung, die die Stadtkasse jährlich rund 300.000 Euro kostet. „Für die Reinigung dieser Flächen setzen wir vier Mitarbeiter ein“, sagt Herich. Diese bedienen die beiden neuen Nassreinigungsmaschinen, die jeweils 120.000 Euro gekostet haben, und künftig auch den „Gum-Buster“. Die Straßenreiniger arbeiten in der City nachts und frühmorgens, bevor der Berufsverkehr in die Innenstadt strömt.

Trammplatz wird geschont: Die Straßenreinigung auf dem neu gestalteten Trammplatz findet derzeit ebenfalls nur eingeschränkt statt. „Auch auf diesem Prunkstück der Stadt werden wir mit entsprechender Technik unterwegs sein“, sagt Aha-Sprecherin Herich. „Bis zur endgültigen Verfugung im Herbst gehen wir aber möglichst schonend vor.“ Derzeit komme dort nur eine nichtsaugende Kehrmaschine zum Einsatz, eine Nassreinigung gibt es erst mal nicht. Die sandigen Fugen sind derzeit noch offen. Erst wenn der seit April dieses Jahres runderneuerte Platz fertig ist, fahren die Straßenreiniger dort das volle Programm.

Von Christian Link

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