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Aha lenkt im Altpapierstreit ein

100 Sammelcontainer Aha lenkt im Altpapierstreit ein

Der Abfallwirtschaftsbetrieb bemüht sich im Altpapierstreit um Entspannung und stellt in der Stadt 100 Sammelcontainer auf. Das Unternehmen will auch die an den Straßenrändern gammelnden Pappreste entsorgen. 

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Aha stellt den am Mittwoch am Bürgeramt in Döhren den ersten Altpapiercontainer auf. 

Quelle: Philipp von Ditfurth

Hannover.  Plötzlich ging alles ganz schnell. In der vergangenen Woche war der Abfallwirtschaftsbetrieb noch nicht bereit einzulenken, am Mittwoch dann stellten Mitarbeiter die ersten großen Sammelbehälter für Altpapier auf den Wertstoffinseln der Landeshauptstadt auf. 

Zeitgleich machte Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz noch mehr Zugeständnisse an die Hannoveraner: Die Papp- und Altpapierreste, die wegen von Aha veränderter Regeln für die Mitnahme seit Wochen liegen geblieben sind, sollen nach und nach bis zum Jahreswechsel entsorgt werden. Außerdem will der Abfallwirtschaftsbetrieb ab dem kommenden Jahr auch kleinere Tonnen mit 120 Litern Inhalt für die Altpapierentsorgung verteilen. 

Die Stadtverwaltung reagierte mit Genugtuung auf den Sinneswandel von Aha. Das Rathaus begrüße „die Aufstellung von Altpapierbehältern auf den Flächen der Wertstoffinseln“, sagte Sprecherin Michaela Steigerwald. Denn nun bekämen die Bürger eine weitere Möglichkeit zur Entsorgung des Altpapiers. 

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Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha stellt erste Sammelcontainer für Papier auf.

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Zugleich stellte Steigerwald aber klar, dass Aha für jeden Container die in der Satzung vorgeschriebene Sondernutzungsgebühr zahlen muss, die auch von den Aufstellern der Altglas- und der Kleidercontainer kassiert wird. Der Abfallwirtschaftsbetrieb befinde sich über die Gebühr in Verhandlungen mit der Stadt, sagte Aha-Sprecherin Helene Herich. 

100 Container sollen aufgestellt werden

Mit dem Aufstellen der Container folge das Unternehmen einen Ratsbeschluss, meinte Herich. Das Gremium hatte empfohlen die Behälter auf den 230 Wertstoffinseln aufzustellen. Ob tatsächlich alle Wertstoffinseln mit Altpapierbehältern bestückt werden, sei derzeit noch nicht klar, erläuterte die Sprecherin. Zunächst sollen 100 Container aufgestellt werden.

„Die Bürger brauchen ein Angebot für die Entsorgung des Altpapiers“, sagte sie zu der Entscheidung von Aha. Dabei gehe es um die Bürger, die ihr Altpapier aus ökologischen Gründen nicht in Plastiksäcken entsorgen wollten und um diejenigen Mieter, denen der Hausbesitzer keine Altpapiertonne zur Verfügung stelle. 

Blaue Säcke sind Mangelware

Vor wenigen Wochen war bekannt geworden, dass Aha zu Beginn des neuen Jahres  eine Schutzgebühr für die Altpapiertüten einführen will. Das Unternehmen hatte das mit der vielfachen Zweckentfremdung der Beutel begründet. Zudem entstünden durch das Aussortieren der Tüten aus dem Altpapier hohe Kosten. 

Zugleich änderte Aha die Regeln für die Mitnahme von Altpapier. In Kartons verpackte Zeitungen werden nicht mehr mitgenommen, Altpapier muss immer in Tonnen gepackt oder mit den dafür vorgesehenen Beuteln verpackt werden.  Die blauen Altpapierbeutel sind derzeit allerdings kaum zu bekommen. 

Von Mathias Klein

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