Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Aha verliert Auftrag für gelbe Säcke im Umland
Hannover Aus der Stadt Aha verliert Auftrag für gelbe Säcke im Umland
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:26 11.07.2015
Von Mathias Klein
Obwohl Aha in dem Ausschreibungsverfahren das günstigste Angebot abgegeben hatte, sei diese Ausschreibung aufgehoben und durch eine neue Ausschreibung ersetzt worden. Quelle: dpa
Anzeige
Hannover

Das hat das für die gelben Säcke zuständige Duale System Deutschland entschieden. Eine Aha-Sprecherin betonte am Mittwoch, dass es durch den Auftragsverlust keine betriebsbedingten Kündigungen geben werde. Allerdings sind nach Informationen der HAZ 65 Mitarbeiter betroffen. Vermutlich müssen wegen des Auftragsverlustes Mitarbeiter mit Zeitverträgen das Unternehmen verlassen.

Eine Sprecherin von Aha bedauerte, dass das Unternehmen den Umlandbewohnern künftig den „pünktlichen und zuverlässigen Service bei der Abholung der gelben Säcke nicht mehr anbieten“ könne. Ein Sprecher von Remondis konnte weder Fragen zum künftigen Serviceangebot bei der Abfuhr der gelben Säcke noch zur Bezahlung der Mitarbeiter beantworten.

Massive Kritik an der Auftragsvergabe

Die Aha-Sprecherin übte am Mittwoch massive Kritik an der Auftragsvergabe. Obwohl Aha in dem Ausschreibungsverfahren das günstigste Angebot abgegeben hatte, sei diese Ausschreibung aufgehoben und durch eine neue Ausschreibung ersetzt worden. In dieser hatte Remondis dann offenbar das Aha-Angebot unterboten. Bei Aha wird vermutet, dass Remondis das Angebot des Konkurrenten kannte und deshalb einen niedrigeren Preis geboten hat.

Aha hatte bereits vor drei Jahren den Auftrag für das Umland zunächst an den privaten Konkurrenten Alba verloren. Das Berliner Unternehmen verzichtete dann jedoch, daraufhin konnte Aha die gelben Säcke weitere drei Jahre einsammeln. Insider vermuten, dass der kommunale Abfallwirtschaftsbetrieb jetzt auch den Auftrag für die Abfuhr der gelben Säcke in der Landeshauptstadt verliert. Der Vertrag für Hannover gilt noch bis zum 31. Dezember 2016.

Keine Auswirkungen auf den Gebührenhaushalt

Die jetzt verlorene Ausschreibung habe keine Auswirkungen auf den Gebührenhaushalt, sagte die Sprecherin des Unternehmens, da sich die Sammlung der gelben Säcke aus den Einnahmen des Vertrages finanziere. Wie hoch das Vertragsvolumen ist, sagte sie nicht.

Der Vorsitzende des Aha-Personalrats, Michael Ludwig, berichtete am  Mittwoch von großer Unruhe unter den Mitarbeitern. „Wir müssen jetzt sehen, wie wir möglichst viele Arbeitsplätze retten können“, erläuterte er. Die Erfahrungen mit privaten Abfallentsorgungsunternehmen seien nicht immer die besten, meinte Ludwig. Es passiere, dass diese nicht regelmäßig kämen und der Abfall tagelang an der Straße stehen bleibe. Unklar sei beispielsweise auch, wie gut in solchen Fällen das Beschwerdemanagement der Privatunternehmen funktioniere, betonte er.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!
Aus der Stadt HAZ-Wettbewerb auf dem Schützenfest - Fanfarenzug Thönse gewinnt Goldene Fanfare

Acht Fanfarenzüge aus Hannover und der Region waren angetreten, um den Wettbewerb im Zelt Alt Hanovera auszutragen. Das Zelt bebte drei Stunden lang, als die 252 Musiker aktuelle Popsongs von Herbert Grönemeyer, Helene Fischer oder den Toten Hosen spielten. Die Goldene Fanfare gewann der Fanfarenzug Thönse.

09.07.2015

Die Leibniz-Uni hat das erste Sportduell gegen die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel gewonnen. Nach dem Vorbild der englischen Universitäten Oxford und Cambridge traten die beiden Universitäten im Fernduell gegeneinander an. Der Liveticker zum Nachlesen.

08.07.2015
Aus der Stadt Verkehrsbehinderungen nach Stromausfall - Vogel legt den Hauptbahnhof lahm

Nachdem wegen einer defekten Oberleitung am Hauptbahnhof zahlreiche Züge ausgefallen sind, läuft der Zugverkehr nun wieder. Reisende müssen dennoch mit weiteren vereinzelten Verspätungen und Zugausfällen rechnen. Laut der Deutschen Bahn hat ein Vogel die folgenschwere Störung herbeigeführt.

Tobias Morchner 11.07.2015
Anzeige