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Aha will gelben Sack in Hannover abschaffen

Verpackungsmüll Aha will gelben Sack in Hannover abschaffen

Der Abfallentsorger Aha will in der Landeshauptstadt die gelben Säcke für Verpackungsmüll abschaffen und durch eine neue Wertstofftonne ersetzen. Derzeit laufen Gespräche dazu mit einem Unternehmen des Dualen Systems Deutschland (DSD). Der Wechsel zur Tonne ist für den 1. Januar 2018 geplant. Denkbar ist dann eine vierwöchentliche Leerung.

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Verpackungen sowie Wertstoffe aus Metall und Plastik sollen in einer speziellen Wertstofftonne gesammelt werden.

Quelle: dpa

Hannover. Der Abfallwirtschaftsbetrieb Aha will in der Landeshauptstadt die gelben Säcke für Verpackungsmüll abschaffen. Stattdessen sollen die Verpackungen sowie Wertstoffe aus Metall und Plastik in einer speziellen Wertstofftonne gesammelt werden, kündigte Aha-Geschäftsführer Thomas Schwarz am Donnerstagabend beim HAZ-Forum an. Auch die O-Tonne bräuchte man dann nicht mehr. Im Umland würde das nicht gelten - hier holt Konkurrent Remondis die gelben Säcke ab. Schwarz verhandelt derzeit mit einem Unternehmen des Dualen Systems Deutschland (DSD). Das DSD ist für den Verpackungsmüll zuständig. Es gebe die grundsätzliche Zustimmung des DSD, viele Details müssten allerdings noch geklärt werden, sagt Schwarz.

Vier Experten diskutieren im HAZ-Forum mit interessierten Bürgern über Müll.

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Aha plant die Einführung der neuen Tonne zum 1. Januar 2018. Dann könnte auch der Abfuhrrhythmus geändert werden. Die gelben Säcke werden derzeit je nach Stadtteil jede Woche oder alle zwei Wochen abgeholt. Aha überlegt, die Wertstofftonnen alle zwei beziehungsweise vier Wochen zu leeren. Neben dem Verpackungsmüll will Aha in der Wertstofftonne auch andere Wertstoffe aus Kunststoff wie Spielzeug, Eimer, Plastikblumentöpfe sowie Wertstoffe aus Metall wie Töpfe, Pfannen und andere Metallprodukte einsammeln und verwerten.

Schwarz hofft, dass durch den Wegfall der gelben Säcke das Stadtbild insgesamt sauberer wird. Vielerorts würden die gelben Säcke oft mehrere Tage vor dem Sammeltag vor die Häuser gestellt. „Krähen wissen das ganz genau“, sagte er. Es komme häufig vor, dass die Säcke von Tieren zerrissen würden und die Verpackungen sich dann auf Gehwegen und Straßen verteilten. Schwarz verweist auf Oberbürgermeister Stefan Schostok, der in den vergangenen Wochen immer wieder eine sauberere Stadt gefordert habe.

Aha will 70 000 Tonnen mit einem Inhalt von jeweils 240 Litern an die Hausbesitzer verteilen. Mehrfamilienhäuser sollen Großbehälter mit einem Volumen von 660 und 1100 Litern erhalten. Schwieriger wird die Wertstoffsammlung in Stadtteilen wie der Südstadt oder der List, wo es oft keinen Platz für einen zusätzlichen Müllbehälter gibt. Schwarz hofft hier, gemeinsam mit der Stadt Lösungen für zentrale Sammelplätze für den Verpackungsmüll zu finden. „Es muss doch Möglichkeiten geben, das zu organisieren“, sagt er. In einigen Tagen trifft er sich mit Hannovers Baudezernent Uwe Bodemann. Schwarz hofft auf eine Zusage Bodemanns zu möglichst unbürokratischen Lösungen.

Aha erhofft sich von der zusätzlichen Tonne, die es unter anderem bereits in Braunschweig, Leipzig und Mannheim gibt, auch eine größere Bereitschaft zur Mülltrennung. Die ist in der Landeshauptstadt nicht besonders stark ausgeprägt. „Je dichter die Bebauung, desto sorgloser wird dort mit dem Müll umgegangen“, sagt Schwarz. Würde der Müll besser getrennt, würde die Restmüllmenge sinken. Das könnte Einsparungen für die Gebührenzahler bringen.

Ein zweiter Schritt wäre dann die Einführung der gelben Tonne auch im Umland. Hier gibt es aber für den Verpackungsmüll andere Verträge, die Verhandlungen müssten neu geführt werden.

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