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5000 Euro Belohnung für Hinweise zum Molotow-Wurf

"Aktenzeichen XY...ungelöst" 5000 Euro Belohnung für Hinweise zum Molotow-Wurf

In der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" haben die Ermittler sieben Monate nach dem Brandanschlag an der Ernst-August-Galerie jetzt neue Details zu dem spektakulären Kriminalfall veröffentlicht. Eine Rekonstruktion der geworfenen Molotow-Cocktails zeigt: Der Anschlag hätte für viele Menschen tödlich enden können.

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An dieser Stelle vor der Ernst-August-Galerie sind die Molotow-Cocktails aufgeschlagen. 

Quelle: Archiv/Dillenberg

Hannover. Sieben Monate nach dem Brandanschlag an der Ernst-August-Galerie hat die Kripo jetzt neue Details zu dem spektakulären Kriminalfall veröffentlicht. In der ZDF-Fernsehsendung "Aktenzeichen XY...ungelöst" am Donnerstagabend berichtete Marian Hitzigrath, einer der Beamten der Ermittlungsgruppe "Parkdeck", von den Bemühungen, die bislang angestellt wurden, um den Täter zu überführen.

Ein bislang unbekannter Täter hat zwei Molotow-Cocktails vom Dach der Ernst-August-Galerie in der City geworfen. Eine der der Flaschen schlug vor dem Haupteingang des Einkaufszentrums auf.

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Die Brandsätze, die am Abend des 5. Februars vom Parkdeck des Einkaufszentrums im Herzen Hannovers flogen, zündeten nicht, weil der Täter bei der Konstruktion der Brandsätze einen entscheidenden Fehler begangen hatte. Die Kripo stellte die Würfe der sogenannten Molotow-Cocktails in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr detailgetreu nach. Der etwa 16 bis 25 Jahre alte Täter verwendete 0,7-Literflaschen aus Glas, von denen er die Etiketten entfernte. Mithilfe einer Spritze befühlte er die Gefäße mit Kraftstoff. Als Lunte verwendete er ein in akkurate Stücke gerissenes Handtuch.

Der Mann hinter dem Brandanschlag kannte die örtlichen Gegebenheiten des Einkaufszentrums genau. Er hat, so vermuten die Ermittler, seine Tat wahrscheinlich gefilmt. Das Parkdeck, von dem die Brandsätze flogen, ist der Polizei hinlänglich bekannt, weil Jugendliche dort immer wieder hinaufklettern, um mit ihren Handys sogenannte Selfies zu machen. Die Polizei glaubt auch, dass der Täter vor dem eigentlichen Anschlag die Wirkung der selbstgebauten Brandsätze an einer anderen Örtlichkeit ausprobiert haben muss.

5000 Euro Belohnung ausgesetzt

Trotzdem, das steht für die Ermittler außer Frage, muss sich der Täter bei dem Anschlag am 5. Februar selbst verletzt haben - ob vor Aufregung oder weil noch mehr schief gegangen ist, ist bislang unklar. Auf dem Parkdeck stellte die Polizei eine bestimmte Art von Knöpfen, sogenannte Stegknöpfe, sicher, die heute kaum mehr in Gebrauch sind. Außerdem fanden die Beamten in mühevoller Kleinarbeit am Tatort Haare einer mehrfarbigen Katze, die ebenfalls der Täter auf das Parkdeck gebracht haben soll.

Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters führen, hat die Staatsanwaltschaft eine Belohnung von 5000 Euro ausgesetzt. Einer der Verdächtigen in dem Fall ist Saleh S., der Bruder der mutmaßlichen IS-Terroristin Safia S. Einige seiner Kleidungsstücke werden derzeit von den Experten des LKA auf Mögliche Rückstände von dem Brandanschlag untersucht. 

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