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Alle Infos zum Obama-Besuch auf einen Blick

Das Wochenende in Hannover Alle Infos zum Obama-Besuch auf einen Blick

Sperrzonen, zugeklebte Gullys und Polizisten im Serengeti-Park: Der Besuch des US-Präsidenten hat erhebliche Auswirkungen auf das Leben in der Region Hannover. Hier lesen Sie alles, was Sie zum Obama-Besuch wissen müssen.

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Die Polizei zeigte Präsenz vor dem HCC im Zooviertel.

Quelle: dpa

So läuft der Obama-Besuch in Hannover ab

Die Air Force One ist am Sonntag gegen 12.40 Uhr in Langenhagen gelandet. Abflugtermin am Montag ist 17 Uhr. Doch was macht Obama eigentlich genau in Hannover?  Den Ablaufplan des Sonntags finden Sie hier.

Das sind die gesperrten Zonen in Hannover

Insgesamt gibt es fünf kleinere Sperrzonen. Eine dieser  Sicherheitszonen wurde am Seefugium in Isernhagen-Süd eingerichtet, dort übernachtete Obama. Auch im Zooviertel am HCC wurde ein Bereich abgesperrt. Die dritte Sperrzone liegt in Herrenhausen rund um die Königlichen Gärten.  Weitere Bereiche, in denen kein Durchkommen ist, sind der Flughafen zu Zeiten von An- und Abflug der Air Force One und das Messegelände während des Rundgangs von Obama und Merkel am Montagmorgen.

Bekommt man Obama zu Gesicht?

Im Prinzip nein. Auf dem Programm steht kein öffentlicher Auftritt. Die Abschottung des US-Präsidenten geht sogar soweit, dass die Sicherheitskräfte Anwohner der Sperrzonen darüber informierten, dass sie  nicht aus dem Fenster winken sollen und ihre Kinder nicht im Garten spielen dürfen.  Mehr zu den "Verhaltensregeln" für Anwohner weiter unten. 

Was ist mit der Air Force One?

Für Flugzeugfreunde, die einen Blick auf die Präsidentenmaschine erhaschen wollten, war es am Sonntag nicht leicht. Von der Sicherheitszone rund um den Flughafen in Langenhagen war auch der sogenannte Planespotter-Hügel betroffen. Hier auf HAZ.de zeigen wir Ihnen zumindest  einen Blick ins Innere des wohl berühmtesten Flugzeugs der Welt.

Wer bezahlt das eigentlich alles?

Welche Kosten der Besuch von Barack Obama verursacht, kann erst mehrere Monate danach genau gesagt werden. Fest steht, dass der Bund für den Großteil der Kosten aufkommen wird, da die Bundesregierung mehrfach als Gastgeber in Hannover fungiert. Die Kosten für den riesigen Polizeieinsatz hingegen wird aller Voraussicht nach das Land Niedersachsen tragen müssen.

Was hat es mit dem Ärger um die Sperrung des Luftraums über Hannover auf sich?

Die großflächige Sperrung des Luftraums während des Besuchs von US-Präsident Barack Obama hat zu empörten Pilotenprotesten geführt. "Bei der räumlichen und zeitlichen Ausdehnung haben die Sicherheitsbehörden jegliches Augenmaß verloren", sagte etwa der Generalsekretär des Deutschen Aero-Clubs. Die Flugsicherung entschärfte aber später die ursprünglich verfügten Bestimmungen. Hier lesen Sie mehr zum Thema.

Gibt es Einschränkungen im Verkehr?

Durch die Einrichtung der fünf Sicherheitsbereiche (siehe oben) müssen vor allem die Bewohner der jeweiligen Gebiete mit Einschränkungen rechnen. Sie sind die Einzigen, abgesehen von den geladenen Gästen und den Sicherheitskräften, die diese Bereiche betreten dürfen. Während des Bestehens der Sicherheitszone müssen sie mit Personen- und Fahrzeugkontrollen rechnen. Besonders spürbar wird der Obama-Besuch nach Einschätzung der Verkehrsmanagementzentrale (VMZ) am Montag für alle Besucher der Messe. „Ganz gleich wie der Präsident zum Messegelände kommt, es ist wahrscheinlich, dass zum Beispiel der Messeschnellweg für ein gewisses Zeitfenster freigeblockt wird“, sagt ein VMZ-Sprecher. Weniger Auswirkungen wird hingegen der Sicherheitsbereich rund um die Herrenhäuser Gärten auf den Verkehr haben, obwohl die Sperrungen bis Montag, 17 Uhr, bestehen bleiben. 

Ist der öffentliche Nahverkehr betroffen?

Nur minimal. Die Stadtbahn-Linien 4 und 5 können bis Montag, 16 Uhr, nicht an den Haltestellen Schaumburgstraße und Herrenhäuser Gärten stoppen, weil diese in der Sperrzone liegen. Sie dürfen aber durchfahren. Die Linie 11 fuhr am Sonntag ganztägig nicht über das Congress Centrum zum Zoo, sondern pendelte zwischen den Stationen Haltenhoffstraße und Freundallee. Die Buslinien 128 und 134 im Zooviertel werden bis Montag ebenso umgeleitet wie die Buslinie 136 in Herrenhausen.

Wie muss man sich als Bewohner eines Sicherheitsbereiches verhalten? 

Hannoveraner, die in einem der Sicherheitsbereiche wohnen, sollten während des Obama-Besuches immer ein Ausweisdokument bei sich tragen. Zudem bittet die Polizei die Anwohner des Zooviertels in der Zeit, in der die Staatsgäste sich am Hannover Congress Centrum einfinden, sich von ihren Fenstern fernzuhalten. Bei Fragen können sich die Anwohner an das Bürgertelefon unter der Telefonnummer (0800) 7 31 31 31 wenden.  (Hinweis: In der gedruckten HAZ war am Sonnabend leider eine falsche Vorwahl angegeben. Wir bitten dies zu entschuldigen).

Warum müssen Polizisten im Safari-Park schlafen?

Die Polizeidirektion hat knapp zwei Wochen vor dem Obama-Besuch eine ungewöhnliche Lösung für das Übernachtungsproblem der zahlreichen auswärtigen Einsatzkräfte gefunden, die ihre Kollegen in Hannover unterstützen: Die Behörde lässt die Beamten in Hotels und Kasernen, aber auch im Serengeti-Park in Hodenhagen schlafen. Später gab es dann eine Panne bei der Unterbringen von zwei Hundertschaften der Polizei aus Nordrhein-Westfalen: Die Zimmer in der Linsingen-Kaserne in Hameln waren am Freitag derart verdreckt, dass die Polizisten woanders untergebracht werden.

Warum sind so viele Gullys zugeklebt worden?

Schon vor Wochen wurde begonnen, am HCC im Zooviertel Gullydeckel zu versiegeln. Insgesamt mussten 2000 Gullys in der Stadt verschlossen werden – aus Sicherheitsgründen, zur Verhinderung etwa eines Anschlags. Die Gullys wurden auf allen Straßenabschnitten versiegelt, die der US-Präsident mit seiner Fahrzeugkolonne passiert oder passieren könnte. In der Regel gibt es immer mehrere mögliche An- und Abfahrtsrouten, deshalb ist auch die Zahl der zu versiegelnden Gullys hoch.

Sind alle Hannoveraner begeistert vom Besuch Obamas?

Nein. Jedoch richtet sich der Unmut vieler Einwohner weniger gegen Obama persönlich, als vielmehr gegen seinen Plan, hier noch einmal ausdrücklich für das Handelsabkommen TTIP zu werben. Ein Bündnis aus mehr als 20 Organisationen hatte sich zu  einer großen Demo am Sonnabend zusammengeschlossen.

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