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Aus der Stadt Das müssen Sie zum Verdi-Warnstreik wissen
Hannover Aus der Stadt Das müssen Sie zum Verdi-Warnstreik wissen
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10:02 26.04.2016
Am Dienstag bleiben Busse und Bahnen der Üstra von Betriebsbeginn bis -schluss im Depot stehen. Auch die Stadtbahnen und die Fahrzeuge der Müllabfuhr fahren nicht. Quelle: Archiv
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Hannover

Im Stadtgebiet sind Bahnen, Busse und Müllfahrzeuge in den Depots geblieben, städtische Kindergärten öffnen ihre Türen nicht, und auch bei den Ämtern und Schwimmbädern kommt es zu teilweise erheblichen Einschränkungen. 

Welche Einrichtungen betroffen sind, lesen Sie hier bei uns im Liveticker.

Verdi will mit dem zweiten bundesweiten Streiktag innerhalb von einer Woche den Druck auf die Arbeitgeberseite erhöhen. 6 Prozent mehr Lohn fordert die Gewerkschaft für die Beschäftigten im öffentlichen Dienst. Das wollen die Mitglieder bei einer Kundgebung um 11 Uhr auf dem Trammplatz noch einmal verdeutlichen. Schon am vergangenen Donnerstag wurde in Hannover das Klinikum bestreikt. Vertreter der Stadt hatten sich allerdings am Freitag mit Mitgliedern von Verdi zusammengesetzt und die Vereinbarung getroffen, dass Hannover nun bis zum Abschluss der dritten Verhandlungsrunde Ende April von weiteren Warnstreiks verschont bleiben soll. Damit würde zumindest die Hannover Messe nicht mehr beeinträchtigt.

Besonders bitter ist dies für die Schüler, die am Dienstag ihre Abiturklausuren schreiben. Einige Schulen haben schon gesagt, dass Schüler ihre Klausuren länger bearbeiten dürfen, wenn sie wegen des Streiks zu spät kommen. Ganz wegbleiben dürfen sie wegen des Streiks aber nicht.

Ein Überblick über den Streiktag im Einzelnen:

Üstra: Wie Üstra-Sprecher Udo Iwannek mitteilt, sind rund 90 Prozent der Mitarbeiter in der Gewerkschaft organisiert, deshalb gebe es keine Möglichkeit für einen Notfahrplan. Busse und Bahnen der Üstra bleiben also von Betriebsbeginn bis Betriebsschluss in den Depots.

Weiterer Nahverkehr: Zwar wird die Üstra bestreikt, doch das Umland und die Nahverkehrsverbindungen auf den Bahnstrecken sind von dem Streik nicht betroffen. Daher gilt: Regiobus, S-Bahnen, Metronom, Erixx und Westfalenbahn fahren auch in der Region Hannover planmäßig.

Müllabfuhr: Die Müllfahrzeuge bleiben ebenfalls in den Depots und die Wertstoffhöfe geschlossen. Die Abfuhr wird nicht am nächsten Tag nachgeholt, weshalb Anwohner in Stadt und Umland bis zur nächsten regulären Müllabholung warten müssen - im Zweifelsfall bis zu zwei Wochen. Das private Abfuhrunternehmen Remondis ist nicht betroffen, weshalb gelbe Säcke im Umland planmäßig abgeholt werden.

Kitas: Die städtischen Kitas in Hannover bieten keine Notbetreuung an. In anderen Kommunen wie Lehrte, Sehnde und die Wedemark dagegen schon.

Ämter: Geschlossen bleiben die Bürgerämter Bemerode, Döhren, Herrenhausen und Sahlkamp geschlossen bleiben, ebenso die Ausländerbehörde, das Familienservicebüro, die Führerscheinstelle am Schützenplatz und die Kfz-Zulassungsstelle. Das Standesamt bleibt für Anmeldungen und andere Anfragen zu, Trauungen werden jedoch vorgenommen. Geöffnet haben laut Stadtverwaltung die Bürgerämter Mitte, Podbi-Park, Linden und Ricklingen.

Schwimmbäder: Das Stadionbad, das Vahrenwalder Bad und das Stöckener Bad bleiben wegen des Streiks geschlossen, das Nord-Ost-Bad hat dienstags planmäßig geschlossen.

Schulen: Die Versorgung mit Mittagessen an der IGS Vahrenheide und der Grundschule Albert-Schweitzer entfällt. Schüler, die am Dienstag eine Abiturklausur schreiben, müssen sehen, wie sie zu den Prüfungen kommen: Der Streik ist kein Grund für ein Fernbleiben.

Museen, Büchereien und die VHS: Die Stadtteilbibliotheken Döhren, Kleefeld, Kronsberg, Oststadt, Südstadt und Vahrenwald bleiben geschlossen. Auch das Stadtteilzentrum Lister Turm, das Stadtteilzentrum Weiße Rose Mühlenberg, der Stadtteiltreff Sahlkamp und das Freizeitheim Vahrenwald werden nicht öffnen – das Freizeitheim Stöcken ist wegen des Neubaus derzeit generell geschlossen. Das Freizeitheim Linden öffnet um 14:30 Uhr. Das Kommunale Kino bleibt geschlossen, beim Historischen Museum und Museum August Kestner sind die Öffnungszeiten noch nicht absehbar. Das Sprengel Museum ist wie gewohnt geöffnet. Anmeldungen an der Volkshochschule sind nicht möglich, teilweise werden auch Kurse abgesagt.

Messe-Besucher: Der Streik trifft in seinen Auswirkungen auch die Industriemesse. Während der Messe, die am Sonntagabend offiziell eröffnet wurde, sind mehrere Zehntausend Messebesucher auf den Stadtbahnverkehr angewiesen. Deshalb hat die Deutsche Messe AG einen eigenen Busverkehr eingerichtet. Die Busse fahren bis 14 Uhr im 30-Minuten-Takt sternförmig von und zu den Endhaltestellen Marienwerder Wissenschaftspark, Hannover-Wettbergen und Altwarmbüchen an den Strecken der Stadtbahnen entlang und bringen Besucher kostenlos zum Messegelände. Die Zwischenstopps veröffentlicht die Messe im Internet unter www.hannovermesse.de. Zurück in die Stadt sollen die Messe-Besucher bis 20 Uhr kommen.

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