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Alpenverein baut Kletterhalle in Döhren

Spatenstich Alpenverein baut Kletterhalle in Döhren

Die erste wettkampftaugliche Kletterhalle der Stadt entsteht in Nachbarschaft zum Üstra-Depot an der Peiner Straße - im Herbst soll sie eröffnet werden. Am Donnerstag wurde der erste Spatenstich gesetzt.

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Spatenstich: Antje Kellner (v. l.), Wilhelm Lindenberg, Manfred Bütefisch, Claudia Carl, Harald Matzke beim Spatenstich – und die Halle nach den Plänen des Büros Raumplan.

Quelle: Tim Schaarschmidt

Hannover. Claudia Carl ist schon in 8000 Metern Höhe geklettert – die Vize-Vorsitzende der Hannover-Sektion des Deutschen Alpenvereins (DAV) hat den Gasherbrum II in Pakistan erklommen. Auch in den Alpen und den Dolomiten ist sie oft unterwegs gewesen. Gerade mal 15 Meter nach oben soll es in der Kletterhalle gehen, die der DAV jetzt in der Peiner Straße in Döhren errichten lässt. Und doch freute sich Claudia Carl am Donnerstag beim symbolischen Spatenstich so, als hätte sie wieder einen stattlichen Tausender bestiegen. „Diese Halle ist ein Meilenstein für Hannover“, schwärmt sie. Seit Jahren haben sie und ihre Vereinskollegen darauf hingearbeitet, dass die Großstadt im Flachland einen Ort erhält, in dem gezielt geklettert werden kann. Nun ist es bald so weit: Im Herbst soll Hannovers erste wettkampftaugliche Kletterhalle eröffnen.

„Jetzt kommen die Alpen nach Döhren“, freute sich Bezirksbürgermeisterin Antje Kellner. Direkt neben dem Stadtbahndepot der Üstra wird das Gebäude zu finden sein, das für 1,77 Millionen Euro in Holzbauweise errichtet wird. Dem Verkehrsunternehmen diente das Grundstück als Lagerfläche, nun ist es auf Erbbaubasis an den DAV verpachtetet. „Für 99 Jahre“, wie Üstra-Vorstand Wilhelm Lindenberg betonte.

Innen steht eine 1164 Quadratmeter große Kletterfläche zur Verfügung, außen sind weitere 273 Quadratmeter vorgesehen. Insgesamt 73 Routen können zeitgleich genutzt werden. Im zweiten Stock gibt es zudem eine 50 Quadratmeter große Boulderwand, wo vor allem junge Leute klettern können, ohne sich anzuseilen; dicke Matten fangen Stürze auf. Die gesamte Halle ist sowohl für Anfänger wie für Fortgeschrittene gedacht – von der Freizeitgestaltung bis zum Leistungssport mit Wettkämpfen. Die Mitglieder der Hannover-Sektion des DAV, die fast 4000 Mitglieder hat, werden als ehrenamtliche Ausbilder in den Klettersport einführen.

Sektionschef Manfred Bütefisch geht davon aus, dass jährlich 25 000 Besucher die Halle nutzen werden. Der Eintrittspreis pro Tag soll bei 9,50 für hannoversche Mitglieder liegen. Wer nicht im DAV ist, zahlt 14 Euro. Möglich wurde das Projekt mit Unterstützung der Volksbank, die ein Darlehen gewährte; auch der DAV-Dachverband und Mitglieder der hannoverschen Sektion treten als Kreditgeber auf.

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Damit hatte die Sektion Hannover des Deutschen Alpenvereins nicht gerechnet: Nicht eingeplante Erschließungskosten sowie Steuern und Gebühren machen das Bauprojekt teurer als erwartet. Nun sollen die Mitglieder für die Mehrkosten aufkommen.

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