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Aus der Stadt Verein Mobile Welten zeigt 80 historische Fahrräder
Hannover Aus der Stadt Verein Mobile Welten zeigt 80 historische Fahrräder
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00:18 06.08.2017
Von Bernd Haase
Der Förderverein Mobile Welten ist in das Straßenbahn-Museum Sehnde umgezogen. Quelle: Clemens Heidrich
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Hannover

Die Truppe um den Europaabgeordneten Bernd Lange als Vorsitzenden will dort ein Vorhaben verwirklichen, das zwischenzeitlich länger auf Eis gelegen hatte – die Einrichtung einer Mobilerlebniswelt unter dem Motto „Gestern –  Heute – Morgen“. Zu sehen sind zunächst Fahrräder; Motorräder und Autos sollen hinzukommen.

Der Förderverein Mobile Welten ist in das Straßenbahn-Museum Sehnde umgezogen und hat dort seine neue Ausstellung "Über 200 Jahre Fahrrad im Norden" eröffnet.

Vor sieben Jahren war die Idee zu der Erlebniswelt gereift, die norddeutschlandweit einmalig sein sollte. Damals wollte der Verein das Projekt auf dem Gelände der ehemaligen Eilers-Werke in Ledeburg ansiedeln. 2016 zerschlug sich das Vorhaben: Vor allem Auflagen für den Brandschutz, aber auch statische Probleme führten dazu, dass das notwendige Investitionsvolumen die Möglichkeiten der Eigentümer und des Vereins überstiegen.

Zwei Monate Aufräumarbeiten

„Vor einiger Zeit sind wir dann auf die Salzmühle gestoßen“, sagt Lange. Das denkmalgeschützte Gebäude stammt aus dem Jahr 1895 und verfügt über eine Gesamtfläche von 5000 Quadratmetern auf fünf Etagen. Ursprünglich wurde dort Salz aufbereitet. Bis in die Achtzigerjahre hinein diente es der Bundeswehr als Lager und stand danach leer. „Die Stadt Sehnde als Besitzer hat es uns zur Verfügung gestellt und freut sich über die neue Nutzung“, berichtet Lange.

Geht man durch das Erd- und das erste Obergeschoss, sieht in den weiträumigen, hohen Hallen alles besenrein aus. Das kommt nicht von ungefähr. „Wir haben mit vielen Helfern in den vergangenen zwei Monaten Schutt weggeräumt, eine Grundreinigung vorgenommen, beschädigte Fenster repariert und die gesamte Elektrik überarbeitet“, berichtet Vorstandsmitglied Gerhard Rickert. Gearbeitet worden sei vor allem Abends und an den Wochenendtagen. Außerdem sind die Exponate aus der umfangreichen Sammlung des Vereins schon an den neuen Standort transportiert worden.

Arbeit gibt es noch genug. Nach und nach wollen die Mitstreiter von Mobile Welten auch die anderen Etagen auf Vordermann bringen und das Gebäude mit einem Fahrstuhl ausstatten. „Wir schätzen, dass wir für die Sanierung rund 200 000 Euro aufwenden müssen“, sagt Lange. Eingebunden hat der Verein Schüler der Kooperativen Gesamtschule in Sehnde. „Sie können sich unter anderem an den Planungen beteiligen“, erklärt der stellvertretende Vorsitzende Uwe Groth.

Sonderausstellungen geplant

Weil die Kapazitäten in der Salzmühle, die als höchstes Gebäude auf dem Museumsgelände nicht zu übersehen ist, bis auf Weiteres begrenzt sind, werden dort zunächst vor allem Sonderausstellungen zu sehen sein. Mit der über die Entwicklung des Fahrrades geht es am Wochenende los. Im kommenden Jahr will man sich zunächst der Entwicklungsgeschichte des Motors annehmen; danach dann dem „Hanomag-Kommissbrot“. Das Fahrzeug aus Hannover war der erste deutsche Kleinwagen, der ab 1925 in Fließbandfertigung entstand.

Die neue Erlebniswelt liegt nun nicht mehr zentrumsnah in Hannover, sondern in einem kleinen Sehnder Ortsteil. Lange findet das nicht weiter tragisch: „Mit dem Straßenbahnmuseum gibt es eine Reihe von Synergien. Die Mobilen Welten passen gut zu einem Fuhrpark historischer Straßenbahnen.“ Bei den Öffnungszeiten wird man sich zunächst dem Gastgeber anpassen und sich auf Sonn- und Feiertage beschränken.     

80 Fahrräder aus 200 Jahren werden in einer Ausstellung präsentiert

200 Jahre ist es her, dass Karl Freiherr von Drais die nach ihm benannte Laufmaschine und damit das Fahrrad erfunden hat. Weil es ein rundes historisches Datum ist, würdigt die erste Ausstellung im neuen Heim des Vereins Mobile Welten das Fahrrad und seine Entwicklungsgeschichte. Sie wird am Sonntag eröffnet.
Der Verein verfügt über eine eigene Fahrradsammlung und hat sie durch zahlreiche Leihgaben etwa aus dem Museumsfundus der Stadt Burgdorf und dem Bestand des Langenhagener Fahrradexperten Walter Euhus ergänzt. Zu sehen sein werden rund 80   Zweiräder, darunter sowohl historische Exemplare wie ein Nachbau des Drais’schen Laufrades als auch moderne Rennmaschinen und Liegeräder. Fabrikate aus ostdeutscher Produktion steuert das Fahrradmuseum Nordhausen bei. Außerdem bauen die Organisatoren in der Salzmühle eine historische Fahrradwerkstatt auf.
Die Eröffnung der Ausstellung in der Salzmühle auf dem Gelände des Straßenbahnmuseums an der Hohenfelser Straße in Wehmingen ist am Sonntag um 11 Uhr. Danach ist sie bis einschließlich 
 3. Oktober an Sonn- und Feiertagen von 11 bis 17  Uhr zu sehen. se     

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