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Altin Lala wegen Bestechung zu Geldstrafe verurteilt

Amtsgericht Hannover Altin Lala wegen Bestechung zu Geldstrafe verurteilt

Altin Lala, früherer Fußball-Profi bei Hannover 96, ist vom Amtsgericht zu einer Geldstrafe von 17.100 Euro verurteilt worden. Er hatte für 300 Euro eine Waffenbesitzkarte erworben – ohne jegliche Prüfung.

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Für 96 war Altin Lala viele Jahre als Sympathieträger unterwegs – doch im Zusammenspiel mit den Schützen von SSV Hameln 2000 hat er sich verdribbelt.

Quelle: Rainer Surrey

Hannover.  Altin Lala, langjähriger Fußballprofi und Sympathieträger bei Hannover 96, ist vom Amtsgericht Hannover wegen Bestechung zu einer Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 190 Euro verurteilt worden. Richter Reinhard Meffert sprach den 42-Jährigen schuldig, für 300 Euro beim Schießsportverein (SSV) Hameln 2000 eine Waffenbesitzkarte erworben zu haben –ohne eine Sachkundeprüfung abgelegt zu haben. Dabei hatte Lala noch Glück, dass er mit seinem Einspruch gegen einen Strafbefehl einen Teilerfolg erzielte. Ursprünglich sollte er 120 Tagessätze zahlen –und mehr als 90 Tage hätten ihm einen Eintrag ins Vorstrafenregister beschert. Dass er nun statt 22.800 Euro nur 17.100 Euro zahlen muss, dürfte ihn wohl eher am Rande interessiert haben.

Der aus Albanien stammende Mittelfeldspieler hatte die Waffenbesitzkarte vom früheren SSV-Ehrenpräsidenten Vincenco B. (60) zu einem Freundschaftspreis gekauft. Andere Interessenten mussten in den Jahren 2013 bis 2016 bis zu 1560 Euro auf den Tisch legen. Im Juli dieses Jahres wurde der Hamelner Vereinsvorstand wegen Bestechlichkeit verurteilt. Der italienische Gastronom B. bekam wegen 37 erwiesener Taten viereinhalb Jahre aufgebrummt, zwei Vorsitzende wurden wegen Beihilfe zur Bestechlichkeit zu Bewährungsstrafen von 18 sowie 15 Monaten verurteilt. Auch mussten sich bereits zahlreiche Sportschützen, die illegal Waffenbesitzkarten erworben hatten, vor Gericht wegen Bestechung verantworten.

Zweifelsohne „Mist gebaut“

Fritz Willig, ehemaliger 96-Präsident und Verteidiger von Altin Lala, hatte gegen den Strafbefehl Einspruch eingelegt, weil er die Höhe als ungerechtfertigt ansah. Der Anwalt bestätigte, dass sein Mandant auf dem Hamelner Vereinsgelände an Schießtrainings teilgenommen hatte. Zweifelsohne habe der 42-Jährige „Mist gebaut“, weil er die Waffenbesitzkarte erwarb, ohne irgendeine Prüfung abzulegen. Der jetzt als Spielervermittler tätige Ex-Profi habe aber nie eine eigene Schusswaffe besessen und die illegal erworbene Karte inzwischen zurückgegeben.

Richter Meffert teilte diese Argumente und hielt dem Angeklagten außerdem zugute, dass er Ersttäter ist und ein Geständnis ablegte – doch eine Verurteilung blieb Altin Lala natürlich nicht erspart.

Von Michael Zgoll

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