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Fahrkarten für Bus und Bahn werden teurer

Zum 1. Januar Fahrkarten für Bus und Bahn werden teurer

Das Wort Fahrpreiserhöhungen klingt nicht schön. Deshalb benutzen die Marketingstrategen der im Großraum-Verkehr Hannover zusammengeschlossenen Nahverkehrsunternehmen lieber das Wort „moderate Tarifanpassung“, wenn das Fahren in Bussen und Bahnen teurer wird. Zum 1. Januar kosten Einzelfahrscheine zehn Cent mehr.

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Fahrkarten für Bus und Bahn im Großraumverkehr Hannover (GVH) werden ab 1. Januar wieder teurer.

Quelle: Archiv

Hannover . Immerhin bedeutet das Wort „moderat“, dass die durchschnittliche Tarifsteigerung über alle Fahrkartenkategorien mit 2,2 Prozent geringer ausfällt als im Jahr zuvor. Seinerzeit waren es 3,1 Prozent. Begründet wird der Dreh an der Preisschraube wie gewohnt mit dem „gestiegenen Aufwand“ der Unternehmen – in diesem Jahr vor allem für Personalkosten.

Immerhin bleiben die Preise für die beliebten Kurzstreckentickets und die Kinderfahrscheine stabil. Gleiches gilt für die Einzelfahrscheine und Tagestickets, wenn sie nur für eine Zone gelten. Braucht man mehr Zonen, steigen die Preise für Einzeltickets um 10 Cent und die für Tagesfahrscheine um 20 Cent. Teurer werden auch die Sammelfahrscheine. Je nach Zone steigen die Tarife um 30 bis 40 Cent. Bei den Monatsfahrscheinen liegen die Preissteigerungen je nach Zone bei 1,20 bis 3 Euro.

Mit dem Tarifwechsel führt der GVH auch einige weitere Neuerungen ein. Die wichtigste betrifft Senioren. Die Altersgrenze für den Seniorentarif wird von 60 auf 63 Jahre angehoben. Begründet wird das mit dem vom Gesetzgeber veranlassten gestiegenen Eintrittsalter in die Rente. Die Ausnahme: Wer schon ein vorhandenes Seniorenabo hat, aber die neue Altersgrenze noch nicht erreicht hat, kann dieses verlängern. Als Bonbon hat sich der GVH die Mitnahmeregelung ausgedacht, die künftig auch für die neuen Seniorenmonatskarten gilt. Inhaber dürfen an Wochenenden, Feiertagen und Werktagen von 19 Uhr an einen Erwachsenen und drei Kinder bis zum Alter von 18 Jahren mitnehmen.

Eine einschneidende Änderung betrifft den Sozialtarif. Bisher mussten Nutzer dafür eine Wertmarke kaufen, was das Verfahren bürokratisch und undurchsichtig gemacht hat. Mit dem Jahreswechsel entfällt diese Regelung. Bedürftige müssen sich anhand der Regions-S-Karte entsprechend ausweisen und können dann Sozialtickets zum halben Preis kaufen. Es gibt sie sowohl in Form von Tages- als auch Monatsfahrscheinen. Insgesamt haben derzeit 135 000 Bedürftige Anspruch auf die rabattierten Fahrscheine.

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