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Aus der Stadt Am Ballhof geht es um die Umwelt
Hannover Aus der Stadt Am Ballhof geht es um die Umwelt
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00:15 12.04.2016
Vor dem Teestübchen genießen die ersten Gäste des Ballhof-Marktplatz-Spektakels die Sonne. Quelle: Jan Philipp Eberstein
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Hannover

So standen beim Verein Transition Town kistenweise Blumen herum. „Die Besucher können hier aus alten Holzpaletten mobile Beete bauen“, erklärt der Vorsitzende Thomas Köhler. Damit haben die ehrenamtlichen Stadtbegrüner schon einige Ecken in Hannover verschönert. Das neueste Projekt ist das Ihme-Zentrum. Der graue Betonbau soll mit den Beeten, die Sonntag mit Schubkarren und Fahrrädern dorthin transportiert wurden, ein wenig bunter werden. „Wir müssen leere Räume in der Stadt sinnvoll nutzen“, fordert Teilnehmerin Corinna John aus Laatzen. Dachflächen oder ungenutzte Parkflächen könnten so beispielsweise für den Anbau von Lebensmitteln verwendet werden.

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Thomas Köhler gärtnert am Sonnabend am Ballhof.

Auch bei den Essensständen auf dem Ballhof achten die Organisatoren auf Nachhaltigkeit. „Das Gemüse ist aus regionalem Anbau, die Löffel sind aus Pappe, und die Teller aus Teig kann man einfach mitessen“, berichtet die ehrenamtliche Helferin Marianne Zech von der Volkshochschule, während sie einer Besucherin einen Teller mit Linsensuppe serviert.

Auch die Öko-Puppen am Stand von Cindy Maiß haben es in sich: Sie sind aus aussortierten Kleidungsstücke gefertigt, eine ungewöhnliche Recyclingidee. Auftraggeber könnten ihre alten Textilien auch zu ihr schicken. „Ich verkaufe also nicht nur die Puppen, sondern auch die Erinnerungen“, sagt Maiß.

Nicht alle der rund 2000 Besucher sind gekommen, um sich über Umweltschutzideen zu informieren. Einige genießen auf den Liegestühlen vor dem Teestübchen den Sonnenschein – so wie Nadine aus Hannover und ihr Freund Maik aus Leipzig. „Wir sitzen hier nur ein wenig rum und beobachten die Leute. Es ist wirklich nett hier“, sagte Maik. Solche positiven Reaktionen habe sie am Wochenende häufig gehört, sagt Mitorganisatorin Janine Lücke beim ersten Fazit. Aus Sicht der Veranstalter sei das Ballhof-Marktplatz-Spektakel ein Erfolg gewesen. Voraussichtlich sei es nicht das letzte Mal gewesen, dass das Staatstheater, das Historische Museum und die Volkshochschule gemeinsam etwas auf die Beine stellen. Darüber würde sich auch Alexander Bobzien freuen. Der Vorstandssprecher des Altstadt-Forums setzt auf solche „kleinen charmanten Aktionen, die zur Altstadt passen“ und hofft, so künftig mehr Leute aus der Innenstadt anzulocken.

Von Gerko Naumann

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