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Erstes Büro für Übersetzungen eröffnet

Flughafen Langenhagen Erstes Büro für Übersetzungen eröffnet

Kein Ort weit und breit ist so international geprägt wie der Airport. Da könnte sich die Geschäftsidee von Vardanush Gevorgyan als Erfolgsmodell erweisen: die gebürtige Armenierin hat zwischen Last-Minute-Schaltern das erste Übersetzungsbüro des Flughafens eröffnet - im Angebot hat sie 50 Sprachen.

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Hannover. Nein, auf Laufkundschaft setzt sie nicht. Dass durchreisende Scheichs hier nach dem Weg zum Bahnhof fragen und für die Strecke dorthin gleich einen Dolmetscher anheuern, wird wohl eher die Ausnahme bleiben. Und doch ist kein Ort weit und breit so international geprägt wie dieser. Flughäfen sind ja Hotspots der Globalisierung: "Da ist es gut, an einem so zentralen Standort Flagge zu zeigen", sagt Vardanush Gevorgyan.

Die gebürtige Armenierin hat jetzt eine ungewöhnliche Geschäftsidee realisiert: An ihrem 33. Geburtstag eröffnete sie das erste Übersetzungsbüro des Airports. Ein Schalter von zehn Quadratmetern, umgeben von lauter Last-Minute-Anbietern, genau zwischen den Terminals B und C. Seit drei Jahren betreibt die vereidigte Übersetzerin am Raschplatz bereits die Agentur Sprachkultur - die kleine Filiale am Flughafen ist ihre erste Dependance.

Mehr als 50 Sprachen haben Vardanush Gevorgyan und ihre freiberuflichen Mitarbeiter im Angebot: Esperanto und Dänisch, Tschetschenisch und Tigrinya. "Einen Tigrinya-Übersetzer könnte ich binnen 30 Minuten hier haben", sagt sie. Dabei wird die in Eritrea verbreitete Sprache hierzulande bekanntlich eher selten gesprochen. Die Unternehmerin setzt darauf, dass im Umfeld des Flughafens die Nachfrage nach Übersetzern besonders groß ist: "Beispielsweise bei Vertragsverhandlungen von Geschäftsleuten oder internationalen Kongressen im nahen Maritim-Hotel." Außerdem ist ihre Agentur bereits jetzt häufig für Polizei und Zoll im Einsatz, die traditionell ja ebenfalls an Flughäfen gut zu tun haben. Mit ein bis zwei Mitarbeitern will Gevorgyan künftig in ihrer neuen Zweigstelle präsent sein. Das ganze sei ein Experiment, sagt sie: "Mal gucken, ob's funktioniert."

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