Navigation:
HAZ-Shop AboPlus Online-ServiceCenter
1500 Musiker spielen in Hannover

Am Montag musiziert die Stadt bei der Fête de la Musique

Von Dany Schrader

1500 Musiker geben am Montag in Hannovers City den Ton an: Um 15 Uhr beginnt die Fête la Musique, und Hannover verwandelt sich in eine riesige Bühne. Elektro, Weltmusik oder Hip-Hop - die Mischung ist bunt und lädt Besucher auch zum Mitmachen ein.
Die Lutz-Krajenski-Big-Band bei ihrem Abschlusskonzert vor einem Jahr.

Die Lutz-Krajenski-Big-Band bei ihrem Abschlusskonzert vor einem Jahr.

© Frank Wilde (Archiv)

Bis kurz vor dem Start der Fête de la Musique wird das Telefon wohl nicht mehr stillstehen: Die beiden Organisatoren Gunnar Geßner und Iyabo Kaczmarek von der Agentur Festnetz sind seit Tagen fast rund um die Uhr im Einsatz, um mit Bühnenbauern, Technikern und Künstlern die letzten Details zu klären. „Wir sind gespannt, wie das wird“, sagt Geßner.

Am Montag um 15 Uhr soll es dann soweit sein: Oberbürgermeister Stephan Weil gibt auf der Bühne am Marktplatz das Signal zum Start des Musikfestivals, das am 21. Juni weltweit in 340 Städten veranstaltet wird. Dass man den Namen der Veranstaltung auch als „Faites de la Musique“, also als „Macht Musik!“, verstehen kann, kommt bei der dritten hannoverschen Ausgabe des Festivals besonders deutlich zur Geltung. Für Montag hat die Stadt erstmals das Musikverbot in Hannover aufgehoben. Neben den 1500 Musikern und 200 Bands, die bereits auf dem Programm stehen, sind alle Bürger aufgerufen, sich überall in der City mit spontanen Konzerten und Gesangseinlagen zu beteiligen. Straßenmusik ist ausdrücklich erwünscht – wenn auch unter der Bedingung, dass die Künstler auf den Bühnen dadurch nicht gestört werden.

Hannovers Geschäftsleute feiern ebenfalls eine Premiere: Zum ersten Mal findet das Musikfestival nicht an einem Wochenende, sondern an einem Montag statt. In Frankreich, wo die Fête de la Musique zu Hause ist, spielt das normalerweise keine Rolle. In Hannover haben die Organisatoren aus Rücksicht auf die vielen berufstätigen Teilnehmer den Start in den Nachmittag verlegt. Die Mehrzahl der Besucher und Aktionen wird für den frühen Abend erwartet. Die City-Gemeinschaft hat als Partner der Stadt bei ihren Mitgliedern für die Teilnahme geworben. Erstmals wird die Musik nicht nur in den Straßen zu hören sein, sondern unter anderem auch in Geschäften, in der Kestnergesellschaft und in der Ernst-August-Galerie.

Das volle Programm: Die Fête de la Musique beginnt um 15 Uhr, die offizielle Eröffnung findet auf der großen Bühne am Marktplatz statt. Im Anschluss daran gibt es an 30 Stationen in der Innenstadt Musik. Das Ende des Festivals ist für 22 Uhr geplant. Beim swingend-jazzigen Abschlusskonzert um 21.45 Uhr auf dem Marktplatz stehen mehrere altbekannte Musiker auf der Bühne: Juliano Rossi und Band musizieren gemeinsam mit Lutz Krajenski, Hervé Jeanne und Stephan Abel.

Die Stadt als Bühne: Vom Hauptbahnhof bis in die Altstadt, vom Steintor bis zum Aegi – überall in der Innenstadt wird musiziert. Neben den großen Bühnen auf dem Platz der Weltausstellung (Masala-Macher und City-Gemeinschaft), auf dem Marktplatz (Stadt Hannover), auf dem Opernplatz (Exposive Medien Gruppe) und am Steintor (Musikzentrum) gibt es zahlreiche kleinere Bühnen und Spielorte. Neu dabei sind in diesem Jahr unter anderem das Popinstitut mit einer Bühne am Hauptbahnhof und die GOP-Bühne am Ballhof mit Varieté und Poetry-Slam. Am Hohen Ufer macht das Lindener Kulturzentrum Faust Programm, um 19 Uhr sind dort die Wohnraumhelden zu sehen. Zwischendurch legt die Maximal Gang im Wechsel mit den Filtertypen und dem Thisko DJ-Team auf.

Die Akteure: Auf dem Programm stehen Klassik und Jazz, Hip-Hop und Rock, Elektro und Weltmusik , A-capella, Soul, Pop, Ska und vieles, vieles mehr. Angekündigt haben sich sowohl Profis als auch Laien, auf den Bühnen wechseln sich erfahrene Berufsmusiker mit Schulchören, Orchestern und Solokünstlern ab. Gespielt wird je nach Bühne jeweils mindestens für eine Viertelstunde. Alle Künstler treten, so will es die Idee des Festivals, unentgeltlich auf. Einige Musiker stehen zudem mehrmals auf dem Programm und wechseln zwischendurch die Standorte.

Mitmachen erwünscht: Eine Stadt macht Musik – so lautet das Motto der Fête de la Musique. Dieses Mal sind alle, die noch nicht dabei sind, wieder zum spontanen Mitmachen aufgefordert. Das funktioniert entweder je nach Platz und Gelegenheit oder aber auf dem Open Stage Podest in der Großen Packhofstraße, wo Musikern ein Stromanschluss zur Verfügung steht.

Unter Dächern, über Dächern: Musik unter freiem Himmel erklingt am Montag allerorten, es beteiligen sich aber auch Geschäfte und andere Einrichtungen am Programm. Musik gibt es unter anderem bei I.G. von der Linde, in der Galeria Kaufhof an der Marktkirche, in der Galeria Kaufhof am Bahnhof, aber auch in der Kestnergesellschaft, die aus diesem Anlass ausnahmsweise montags und bei freiem Eintritt öffnet. Ferner wird im Sozialkaufhaus Fairkauf, im Künstlerhaus, in den Langeschen Höfen, in der Cube Bar, in der Ernst-August-Galerie und im Dachgartenclub Roof Garden musiziert.

Aller Anfang ist leicht: Das Klavierhaus Döll in der Schmiedestraße 8 bietet Einsteiger-Workshops für Musikanfänger. Jeweils um 15, 17, 19 und 21 Uhr führt Michael Reimann in einem einstündigen Workshop ins Klavierspielen ein. Gitarrentrainer Bernd Jagla erläutert um 16, 18 und 20 Uhr, wie man mit einer Griffschablone eigene Lieder auf der Gitarre spielen kann. Um Anmeldung unter der E-Mail-Adresse info@klavierhaus-doell.de wird gebeten. Der John Gregory Perrineau alias Big G., einst Gründer der Diskoband Eruption, lädt zum Percussionworkshop in das Restaurant Nordsee in der Osterstraße 19 ein. Beginn ist um 15 und um 17 Uhr, die Kurse dauern jeweils eineinhalb Stunden. Anmeldungen gehen per E-Mail an event_factory@htp-tel.de.

Ran an die Plattenteller: Scratchen, filtern, Übergänge zwischen Liedtiteln schaffen – DJs sollen Menschen zum Tanzen bringen. Ihr Geschick dabei messen zwölf Nachwuchs-DJs bei Karstadt Sport in einem Wettbewerb. Eine Experten-Jury, in der unter anderem Ferry Ghods vom Palo Palo und DJ Info von der Maximal Gang sitzen, entscheidet über den Sieger, der Auftritte bei Partyreihen in Hannover gewinnt.

Programmänderungen: Einige der 30 Spielorte mussten kurz vor dem Start noch kurzfristig umgeplant werden. Im ehemaligen Meisert-Haus in der Schmiedestraße etwa hatte der Freundeskreis Hannover Klassikkonzerte bieten wollen – nun wird das Gebäude im Inneren umgebaut, und es musste ein neuer Standort gefunden werden. Musiker wie Sopranistin Julia Klotz, Jazz-Pianist Andy Mokrus und das Ensemble Aerophon sind daher in der Galerie Luise zu hören.

Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Meistgelesene Hannover-Artikel

Anzeige

Videos aus Hannover

Kennen Sie Hannover?

Hannover von oben: Das neue Rathaus.

Aus der Vogelperspektive sehen bekannte Orte ganz anders aus. Wie gut kennen Sie Hannover? Testen Sie Ihr Wissen in unserem Bilderrätsel.

Tipp für Vereine: Homepage aktuell halten

myheimat - Das Mitmachportal der Heimatzeitungen in HAZ und Neuer Presse

Viele Vereine kennen das Problem: Die eigene Internetseite ist veraltet, weil die Zeit dafür fehlt. Mit dem Mitmachportal unserer Zeitung lassen sich Pressearbeit und Pflege der Vereinshomepage in einem Schritt erledigen.

Anzeige

Welcher Stadtteil ist gemeint?

Stadtteilrätsel

Wie gut kennen Sie Hannover? Woche für Woche präsentieren wir Ihnen an dieser Stelle ein neues Rätsel. Beantworten Sie die Fragen und schicken Sie das Lösungswort an die Redaktion. Viel Spaß beim Rätseln!

Hannover in Zahlen

Hannover in Zahlen
  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 521.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
    30159 Hannover
    Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stephan Weil (SPD)


Top