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Mutter will Sechsjährige aus Tunesien zurückholen

Fall vor dem Amtsgericht Mutter will Sechsjährige aus Tunesien zurückholen

Eine Mutter aus Hannover kämpft seit Jahren um ihre Tochter, die entgegen deutschem Recht bei der Familie des Vaters in Tunesien untergebracht ist. Im Raum steht der Vorwurf der Kindesentziehung. Nun kommt der Fall erneut vor Gericht.

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Noch immer wartet die Mutter aus Hannover darauf, ihre sechsjährige Tochter endlich wieder in die Arme schließen zu können. Nun verhandelt das Amtsgericht Hannover nochmal über den Fall. 

Quelle: dpa

Hannover. Nachdem durch zwei Instanzen das Sorgerecht der Kindsmutter festgestellt worden ist und das 2010 geborene Mädchen, das jetzt ins Einschulungsalter kommt, weiterhin nicht nach Deutschland zurückgebracht wird, verhandelt am 21. April das Amtsgericht unter Vorsitz von Richter Koray Freudenberg über den Fall. Kläger ist der Staat, denn es geht um den Vorwurf der Kindesentziehung, was eine Straftat ist.

Der Anklage zufolge ist das Kind zunächst mit Einverständnis der damals erkrankten Mutter nach Tunesien gebracht worden, es sollte dort von der Mutter des Angeklagten betreut werden. In einem Familienverfahren vereinbarten die Eltern später aber, dass das Kind bis Januar 2014 zur Mutter zurückgebracht werden solle. Weil das nicht erfolgte, übertrug das Amtsgericht Mitte 2015 das Sorgerecht an die Mutter, das Oberlandesgericht Celle bestätigte später die Rechtsauffassung. Nach Auffassung der Anklagebehörde hat der Vater bis heute nichts unternommen, um das gemeinsame Kind nach Deutschland zurückzubringen.

Kinder tunesischer und deutscher Eltern haben unabhängig vom Geburtsort immer die tunesische Staatsbürgerschaft und werden in Tunesien als ausschließlich tunesische Staatsbürger betrachtet. Zudem hat dort der Vater das ausschließliche Aufenthaltsbestimmungsrecht bis zur Volljährigkeit des Kindes. Der deutschen Botschaft sind daher meist die Hände gebunden.med

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