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An Gesamtschulen in Hannover fehlen 200 Plätze

Zu viele Anmeldungen An Gesamtschulen in Hannover fehlen 200 Plätze

Auch die inzwischen neun Integrierten Gesamtschulen der Stadt reichen nicht aus, um die Wünsche der Schüler für das nächste Schuljahr zu erfüllen. Rund 200 Kinder haben dort keinen Platz in der fünften Klasse bekommen und weichen auf Hauptschulen, Realschulen oder Gymnasien aus.

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In Hannover fehlen 200 Plätze an Gesamtschulen. Jetzt wird über Neugründungen diskutiert.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Die beliebteste Schulform bleibt allerdings das Gymnasium, für das insgesamt 1746 Familien ihre Kinder anmeldeten. Das entspricht 49,5 Prozent des Jahrgangs, der jetzt die Grundschule verlässt (Vorjahr: 50,5 Prozent). An einer IGS starten rund 1300 Fünftklässler und damit knapp 36,8 Prozent (Vorjahr 36,7 Prozent). 404 Schüler oder 11,4 Prozent gehen an die Realschule (Vorjahr: 11,2 Prozent). An der Hauptschule sind bisher 80 Schüler und damit 2,3 Prozent des Jahrgangs (Vorjahr 1,6 Prozent) angemeldet.

„Eltern wählen Schulen, bei denen sie das Gefühl haben, dass ihr Kind dort den bestmöglichen Abschluss erreichen kann“, sagt Schuldezernentin Marlis Drevermann. Die Stadt sieht die Zahlen als Bestätigung ihres Plans, eine Elternbefragung zur Gründung weiterer Gesamtschulen vorzubereiten. „Vor drei Jahren hat es uns überrascht, dass wir drei neue Gesamtschulen gründen konnten.“ Falls es ein positives Votum für weitere Gesamtschulen gebe, habe das Auswirkungen auf alle anderen Schulformen, sagt Drevermann. Die Nachfrage nach Gymnasium und Gesamtschule sei stabil. „Dazwischen gibt es ein Feld, über das man reden muss.“
Eine neue Gesamtschule muss nach Landesvorgaben fünf Klassen pro Jahrgang bieten. Das würde Anbauten an bestehende Gebäude erfordern.

Falls die Elternbefragung zugunsten weiterer IGS-Gründungen ausfällt, würde die Verwaltung die Bertha-von-Suttner-Schule (Südstadt) und das Schulzentrum Bothfeld auf die Eignung prüfen. „Die Schulen sind interessiert“, sagt Petra Martinsen, Fachbereichsleiterin Schule. Bei Hauptschulen hatte es Interesse an der Umwandlung in eine Oberschule gegeben, die eine gute Ganztagsversorgung bekommen sollen. „Dafür muss man aber 48 Schüler pro Jahrgang für zehn Jahre prognostizieren“, sagt Drevermann. Die Zahlen reichten dafür nicht aus – auch nicht an der Haupt- und Realschule Ahlem, die Interesse signalisiert hat.

Der Jahrgang, der jetzt die Grundschulen verlässt, ist mit 3883 Kindern kleiner als im Vorjahr, als 4018 Schüler auf die weiterführenden Schulen wechselten. „Wir rechnen aber bald mit jährlich 200 Kindern zusätzlich“, sagt Drevermann. Für die Anmeldung zur Einschulung der angehenden Erstklässler im August hatte die Stadt 4400 Familien angeschrieben.

Von den Fünftklässlern werden 212 Kinder nicht auf das Gymnasium ihrer ersten Wahl kommen. Vier Gymnasien bekamen zu viele Anmeldungen und mussten Plätze auslosen. „Die Tellkampfschule war völlig überbucht“, sagt Petra Martinsen. Auch Bismarckschule, Leibnizschule und Herschelschule mussten Kinder ablehnen.

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