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An diesen Orten in Hannover droht jetzt Stau

Sperrungen und Umleitungen An diesen Orten in Hannover droht jetzt Stau

Autofahrer in Hannover brauchen in den Herbstferien viel Geduld: Überall werden Straßen saniert, die Üstra verlegt neue Schienen und weitere Sperrungen sind geplant. Bis zur Weihnachtszeit soll möglichst viel geschafft werden. Ein Überblick zu den aktuellen Behinderungen.

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Die Polizei hat am Montag die Schmiedestraße für mehrere Stunden gesperrt. Zu viele Autos wollten am Brückentag in die Stadt.

Quelle: Clemens Heidrich

Hannover. Die Herbstferien haben begonnen, mit ihnen kehren die Baustellen ins Stadtgebiet zurück. Der Südschnellweg wird saniert, Teile des Cityrings versinken durch die Arbeiten an der Vahrenwalder Straße im Stau. Am Brückentag vor dem Tag der Deutschen Einheit musste sogar die Polizei in der Innenstadt eingreifen. „Wir haben die Schmiedestraße kurzfristig sperren müssen“, sagt Behördensprecherin Martina Stern. Zu viele Autos waren in der City unterwegs, durch die Baustelle am Marstall kam der Verkehr zum Erliegen.

Weniger Chaos in den Ferien?

Die nächsten Tage werden weiterhin zur Geduldsprobe für Hannovers Autofahrer. Überall im Stadtgebiet wird gebaut, weitere Straßensperrungen sind bereits angekündigt. „Wir versuchen grundsätzlich, die Baustellen in die Ferien zu legen“, sagt Stadtsprecherin Manuela Steigerwald. Dann seien weniger Menschen unterwegs „und die Auswirkungen dadurch geringer“.

Das heftige Verkehrschaos am Montag in der Innenstadt hatte aber selbst die Stadt überrascht, die Geschäfte traf die Sperrung der Schmiedestraße. „Das war sehr unglücklich für uns und unsere Kunden“, sagt Ariane Jablonka, Geschäftsführerin vom Klavierhaus Döll: „Besucher von außerhalb beklagen derzeit ohnehin häufig, dass die City mit dem Auto nur schwer zu erreichen sei. „Wenn Kunden dann noch schwere Instrumente transportieren müssen, sind sie darauf angewiesen, dass sie mit dem Pkw kommen können.“ Erst am Abend wurde die Schmiedestraße wieder freigegeben.

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Hier droht Stau

Südschnellweg: Der Südschnellweg zwischen dem Seelhorster Kreuz und Hildesheimer Straße Richtung Westen ist bereits seit Freitag dicht. Darüber hinaus hatte die Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr entgegen eigenen Angaben die komplette Brücke über die Hildesheimer Straße gesperrt. Eigentlich sollte die Sperrung am Mittwochmorgen wieder aufgehoben werden, doch Fehlanzeige: "Es müssen noch weitere Arbeiten ausgeführt werden", hieß es am Morgen von der Verkehrsmanagementzantrale. Wann genau die Arbeiten beendet werden und die Sperrung aufgehoben werden kann, soll im Laufe des Tages mitgeteilt werden.

Vahrenwalder Straße: Nicht nur das nasse Wetter und die vielen Menschen, die den Brückentag zum Einkaufen nutzten, lassen den Verkehrsfluss zusammenbrechen. Mit der Baustelle auf der Vahrenwalder Straße zum Beispiel ist seit Montag eine der Hauptverkehrsadern des Cityrings lahmgelegt, sie bleibt noch bis Freitag in Richtung Norden gesperrt. Auf der Hamburger Allee stauten sich die Autos am Montag bis auf die Raschplatzhochbrücke.

Constantinstraße: Pünktlich zum Ende des langen Wochenendes wird die Stadt zudem ab Mittwoch die Constantinstraße in der List aufreißen. Dafür wird diese im Bereich der Brüder-Grimm-Schule bis zur Hebbelstraße gesperrt. „Grund dafür ist die Sanierung der Fahrbahndecke“, sagt Stadtsprecherin Steigerwald. Die Autofahrer werden gebeten, bis zum 13. Oktober über die Klopstockstraße auszuweichen.

Sallstraße: Von Donnerstag, 7 Uhr, bis Freitag, 17 Uhr, wird zudem die ohnehin schon halbseitig gesperrte Sallstraße auf Höhe der Marienstraße komplett zugemacht. Grund sind auch hier Straßenbauarbeiten. Die Umleitungen führen über die Hildesheimer Straße und den Bischofsholer Damm.

Willy-Brandt-Allee: Am Sonnabend wiederum wird die Willy-Brandt-Allee ab 6 Uhr für zehn Stunden voll gesperrt, danach gilt laut Stadt wieder die baustellenbedingte Einbahnstraßenregelung.

Weihnachtszeit steht bevor

Nach Angaben von Stadtsprecherin Steigerwald sei der neuerliche Bauboom darin begründet, dass möglichst viel bis zur Weihnachtszeit über die Bühne gebracht werden soll. Dann steige das Verkehrsaufkommen wieder deutlich an. „Alle Planer versuchen immer, den möglichst günstigsten Zeitpunkt zu finden“, sagt Steigerwald. Torsten Riekehr von der Betriebs- und Tunnelzentrale fürchtet, dass es nach dem langen Feiertagswochenende noch voller wird. „Die Lkw kehren auf die Straßen zurück“, sagt er. Riekehr rät daher, auf die Bahn auszuweichen.

Üstra: Doch selbst der Umstieg auf die öffentlichen Verkehrsmittel gestaltet sich momentan schwierig. Die Gewerkschaft Verdi will am Mittwoch Teile des Üstra-Busverkehrs bestreiken, außerdem nutzt das Unternehmen die Herbstferien selbst zum Bauen. Von Freitag bis Sonntag erneuert die Üstra zwischen den Haltestellen Nackenberg und Anderten die Gleise. Für die Stadtbahnlinie 5 wird dort ein Ersatzverkehr eingerichtet, die Buslinie 370 fährt eine Umleitung über die Ostfeldstraße.

Geschäftsleute verzeichnen großen Andrang

In der Innenstadt drängten sich am Montag deutlich mehr Besucher als an gewöhnlichen Wochentagen. Geschäftsleute zeigten sich angesichts des Ansturms von Kunden zufrieden: „In der City war wirklich viel los“, sagt Ariane Jablonka, Geschäftsführerin vom Klavierhaus Döll. Brückentage seien traditionell kaufstarke Tage, sagt Martin Prenzler, Geschäftsführer von Hannovers City-Gemeinschaft: „Konsum braucht Freizeit – und wenn die Geschäfte an einem Tag in der Woche nicht öffnen, verstärkt sich die Besucherfrequenz natürlich an den anderen Tagen“, sagt Prenzler. be

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