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Aus der Stadt Anabolikafund nach Polizeiruf
Hannover Aus der Stadt Anabolikafund nach Polizeiruf
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00:17 11.05.2017
Von Michael Zgoll
Quelle: dpa
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Hannover

Dass der Gebrauch von Dopingmitteln im Spitzensport verboten ist und - zumindest auf dem Papier - strenger denn je geahndet wird, dürfte jedermann bekannt sein. Doch auch im privaten Bereich sind Besitz und Gebrauch von Muskelaufbaupräparaten und leistungsfördernden Mitteln strafbar, sofern bestimmte Mengen überschritten werden. Die schmerzhaften Folgen eines solchen Vergehens hat jetzt ein 29-Jähriger am Amtsgericht Hannover zu spüren bekommen: Ali A. wurde wegen eines Verstoßes gegen das Anti-Doping-Gesetz zu einer Geldstrafe von 60 Tagessätzen à 30 Euro verurteilt. Er hatte in seiner Wohnung eine Packung mit Anabolika aufbewahrt.

Zufallsfund nach Einbruch

Dass dem Davenstedter vielleicht selbst nicht klar war, welch brisanten Stoff er in einer Schublade aufbewahrte, lässt sich aus der Vorgeschichte des Zufallsfunds schließen. Denn A. selbst hatte die Polizei gerufen, um einen versuchten Wohnungseinbruch anzuzeigen. Bei der Überprüfung, welche Wertgegenstände möglicherweise abhanden kamen, fanden die Beamten 200 Tabletten Danabol. Gestohlen worden wurde letztendlich nichts, der Einbrecher hatte den Tatort offenbar vorzeitig verlassen.

Danabol ist ein auch unter dem Namen Methandienon bekanntes Steroid, das eine Vermehrung der Muskelfasern und eine verstärkte Einlagerung von Wasser im Körper bewirkt; die gesundheitsschädlichen Nebenwirkungen können erheblich sein. Der 29-Jährige, der bei einem Sicherheitsdienst arbeitet und Krafttraining betreibt, bestritt über seinen Verteidiger Christoph Rautenstengel, die Danabol-Pillen selbst konsumiert zu haben: Die Packung habe einem Freund gehört, der zeitweilig in seiner Wohnung gelebt hatte. Doch weil die 200 Tabletten mit ihrem Wirkstoffgehalt von 2000 Milligramm den erlaubten Grenzwert von 150 Milligramm um das 13,3-Fache überschritten und weil schon allein der Besitz eines Dopingmittels in dieser Menge strafbar ist, verurteilte Amtsrichter Burkhard Littger A. zu einer Geldstrafe von 1800 Euro.

Der aus dem Gazastreifen stammende Palästinenser hatte fünf Jahre in Hannover studiert, war aber 2016 wegen des illegalen Einschleusens von Flüchtlingen zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt worden. Die neuerliche Verurteilung führt nicht dazu, dass A. diese Haftstrafe nun tatsächlich verbüßen muss - allerdings wird der Zeitraum, in dem er sich nichts Weiteres zuschulden kommen lassen darf, um sechs bis zwölf Monate verlängert.

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