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Sextäter missbraucht 12-Jährige in Eilenriede

Landgericht in Hannover Sextäter missbraucht 12-Jährige in Eilenriede

Ein Student soll ein 12-jähriges Mädchen aus der Region Hannover dreimal sexuell missbraucht und in 19 Fällen über Facebook-Chats zu sexuellen Handlungen überredet haben. Am Freitag hat am Landgericht der Prozess gegen den 26-jährigen Sebastian F. begonnen.

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Der 26-jährige Sebastian F. muss sich in Hannover vor Gericht verantworten.

Quelle: Screenshot/Facebook/Montage

Hannover. Der Student aus Tostedt (Landkreis Harburg) soll die 12-Jährige aus einem kleinen Ort in der Region dreimal sexuell missbraucht haben, unter anderem in der hannoverschen Eilenriede. Außerdem wird dem 26-Jährigen vorgeworfen, die Schülerin an 19 Tagen via Facebook-Chats im Internet sowie mit Handyanrufen zu sexuellen Handlungen überredet zu haben, die teilweise sehr schmerzhaft waren. Seit Freitag muss sich Sebastian F. vor der 2. Großen Jugendkammer am Landgericht Hannover wegen schweren sexuellen Missbrauchs eines Kindes verantworten. Auch wird dem Studenten vorgeworfen, auf seinem Computer 21 kinderpornografische und 47 jugendpornografische Dateien gespeichert zu haben.

F. soll das Mädchen im Februar dieses Jahres über ein Kindermodel-Portal im Internet kennengelernt haben. Die Sexualstraftaten, die dem 26-Jährigen vorgeworfen werden, spielten sich zwischen März und Juli ab. Schon in den ersten Wochen kam es zu den folgenschwersten Begegnungen. Der Anklage zufolge traf sich der Student mit der 12-Jährigen im Hauptbahnhof Hannover und lotste sie in die Eilenriede, wo er sie im Unterholz entkleidete und missbrauchte. Wenige Tage später holte er das Kind am S-Bahnhof Holtensen-Linderte ab, führte es in ein nahegelegenes Waldstück und verging sich dort an ihm. Den dritten unmittelbaren Kontakt gab es Mitte April in einem Wald nahe Bennigsen, wo F. sexuelle Handlungen an dem Mädchen vornahm - unter anderem mit Stiften, Metallklammern und einem Lineal.

 In den folgenden Monaten meldete sich der Student, der sich als 16-Jähriger ausgab, häufig via Facebook-Messenger bei der Fünftklässlerin, meist in den Abendstunden. Er überredete sie, sich teilweise zu entkleiden und an sich selbst sexuelle Handlungen im Intimbereich vorzunehmen. Oft forderte er Praktiken ein, die dem Kind Schmerzen bereiteten; die entsprechenden Lautäußerungen sollte ihm die 12-Jährige per Handy übermitteln.

Die unheilvolle Kommunikation wurde von der älteren Schwester der Schülerin aufgedeckt, die zufällig auf einen Nachrichtenaustausch zwischen dem jungen Mann und der 12-Jährigen stieß. Am 22. Juli durchsuchte die Polizei das Zimmer des Studenten, der noch bei seinen Eltern wohnen soll, und nahm ihn fest.

Wie die Mutter des Opfers sagt, hätten die Auswertungen der Gesprächsprotokolle zwischen ihrer Tochter und dem mutmaßlichen Sextäter 380 Seiten gefüllt - 380 Seiten, die sie als "ekelhaft" bezeichnet. Die 43-Jährige lebt mit ihren drei Kindern zusammen, vom Vater hat sie sich 2014 getrennt. Das 12-jährige Opfer leidet schon seit Jahren unter Depressionen und war bereits mehrfach in ärztlicher Obhut; derzeit ist das Kind in psychotherapeutischer Behandlung, geht aber wieder zur Schule.

Am ersten Verhandlungstag kündigten die Verteidiger von F., Bastian Quilitz und Karsten Ringe, an, ihr Mandant werde am nächsten Prozesstag möglicherweise ein Geständnis ablegen. Allerdings hat die Jugendkammer unter Vorsitz von Richterin Monika Thiele am 28. Januar auch die Befragung des Opfers vorgesehen; ob ein Geständnis diese Befragung überflüssig machen würde, ist noch offen.

Anwältin Antje Heister und die Mutter des Opfers.

Quelle: Michael Zgoll
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