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Streit um Angelverbot am Maschsee

Versammlung des Fischereivereins Streit um Angelverbot am Maschsee

Angeln am Maschseeufer wird weiter verboten bleiben, die Stadt wird am Status quo festhalten. Diese klare Aussage traf die Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette am Sonntag auf der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Hannover (FVH) im Freizeitheim Döhren – und sorgte damit für viel Unmut.

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Die großen Karpfen im Maschsee locken Angler.

Quelle: Petrow (Archiv)

Hannover. Angeln am Maschseeufer wird weiter verboten bleiben, die Stadt wird am Status quo festhalten. Diese klare Aussage traf die Wirtschafts- und Umweltdezernentin Sabine Tegtmeyer-Dette auf der Jahreshauptversammlung des Fischereivereins Hannover (FVH) im Freizeitheim Döhren am Sonntag. Im Sommer seien auf der Wasserfläche viele Dampfer und Boote unterwegs, sodass die Verwaltung hier „hohes Konfliktpotenzial“ mit Anglern sehe. Im weniger stark frequentierten südlichen Bereich wiederum gebe es besonders geschützte Uferzonen, die man überhaupt nicht betreten dürfe.

Gelächter und ironischen Beifall der rund 250 anwesenden Vereinsmitglieder provozierte die Dezernentin, als sie von einer möglichen Verschmutzung des Maschsees durch Angler sprach – etwa durch Schnüre, die an potenziellen Angelstellen am Westufer liegenbleiben könnten. Diese Befürchtungen, so Tegtmeyer-Dette, hätten Bürger an die Verwaltung herangetragen. Zum laufenden Bewerbungsverfahren für eine generelle Hege und Pflege des hannoverschen Haussees hatte sie keine neuen Informationen parat. Bekannt ist nur, dass es zwei Bewerber für eine Übernahme der Pacht gibt, darunter den FVH.

Wenig Verständnis für das strikte Nein der Stadt zu Angelstellen am Maschseeufer zeigte der Vereinsvorsitzende Heinz Pyka. So gebe es beispielsweise die Monate Oktober, November und Dezember, in denen auf dem Gewässer keine Boote mehr unterwegs seien und das Angeln vom Ufer aus niemanden störe. Zum wiederholten Mal verwies Pyka auch auf den Annateich oder die Hamburger Alster, wo dies problemlos funktioniere.

Auch in anderen Punkten förderte der Besuch der Dezernentin keine Annäherung zutage:

Wasserkraftwerk Döhren

Zum Wasserkraftwerk am Döhrener Leinewehr, das der Verein strikt ablehnt, gab es aber eine für viele Mitglieder neue Information: Das Planfeststellungsverfahren soll noch vor den Sommerferien beginnen. Die Stadt rechnet damit, dass dies – mit allen Verfahrensschritten und Einwendungen – etwa ein Jahr Zeit in Anspruch nimmt. Ob die Kiesbank unterhalb des derzeitigen Wehrs in irgendeiner Form erhalten bleiben kann, wird noch geprüft.

Leinewelle am Landtag

Zum Thema Leinewelle sagte die Dezernentin, dass ein Biologe Ende dieses Monats seine Untersuchungsergebnisse vorlegen werde. Dabei geht es um die Auswirkungen einer Surfanlage auf das Fließgewässer am Hohen Ufer. Sollte die privat initiierte Staustufe installiert werden, hält der FVH den Bau einer Fischtreppe für unabdingbar.

Naturschutz-Informationszentrum

Dem Bau eines kleinen Naturschutzzentrums auf der Ricklinger Halbinsel erteilte Tegtmeyer-Dette eine klare Absage: Dies sei im Naturschutzgebiet nicht möglich. Angestrebt werde aber, so die derzeitigen Absprachen, eine Sanierung des bereits existierenden, maroden Häuschens.

Dass der Fischereiverein mit der Stadt in etlichen Punkten nicht auf einer Wellenlänge ist, machte Pyka an einer Personalie fest. Der frühere Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg habe dem FHV regelmäßig seine Aufwartung gemacht, Stefan Schostok hingegen habe sich noch nie auf einer Jahreshauptversammlung blicken lassen.

Dass der Kommunalwahlkampf vor der Tür steht, machte der Redebeitrag von CDU-Ratsherr Thomas Klapproth deutlich: In warmen Worten versicherte er den Vereinsfreunden, dass die Christdemokraten bei Streitthemen wie Döhrener Wasserkraftwerk oder Maschsee-Angelplätze ganz einer Meinung mit dem FHV seien.     

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