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Angler könnten Leinewelle zum Scheitern bringen

Surf-Projekt am Landtag Angler könnten Leinewelle zum Scheitern bringen

Fischereivereine sehen die Pläne für das Surfprojekt Leinewelle mit Sorge - und drohen mit Klage, sollte keine Ersatz-Fischtreppe gebaut werden. Sie stellen sich zwar nicht gegen das Projekt, wollen eine Verschlechterung der Gewässerqualität aber unbedingt verhindern. Auch Gespräche mit der Stadtspitze haben keine Einigung gebracht.

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So soll sie aussehen: Die Leinewelle als Computerbild.

Quelle: Simulation/Cityförster

Hannover. Auch ein Gespräch zwischen dem Fischereiverein und der Stadtspitze um Oberbürgermeister Stefan Schostok und Baudezernent Uwe Bodemann hat keine Einigung im Konflikt um das geplante Surfprojekt Leinewelle gebracht. Der Vereinsvorsitzende Heinz Pyka betonte danach: „Wenn ein Bauwerk in der Altstadtleine installiert wird und es nicht zum Ausgleich Verbesserungen für die Gewässerqualität gibt, dann klagen wir gegen das Projekt.“

Die Macher der Leinewelle haben neue Entwürfe für ihr Konzept einer stehenden Welle am Leineufer in der City vorgestellt.

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Der Verein Leinewelle will neben dem Flohmarktparkplatz eine künstliche Flusswelle installieren, um dort Wellensurfen zu ermöglichen, das Projekt hat viele Unterstützer bis hinauf zur Stadtspitze. Fischereivereins­chef Pyka sagt, er wolle das Vorhaben nicht blockieren. Weil aber Eingriffe in einen Fluss Verschlechterungen brächten, obwohl es laut Europarecht eigentlich nur Verbesserungen geben dürfe, verlange man im Einklang mit Naturschutzverbänden eine Fischtreppe am nahen Wehr neben dem Landtag: Damit Wanderfische dort gegen den Strom aufsteigen können, wie es an Wehren etwa in Herrenhausen und Döhren längst üblich ist. „Es muss nicht zeitgleich gebaut werden, denn diese Forderung würde die Leinewelle verzögern – aber wir wollen vorab eine verbindliche Zusage“, sagt Pyka.

Das Gespräch mit der Stadt habe keine Einigung gebracht, wie auch die Verwaltung bestätigt. Pyka kritisiert auch, dass die Stadt statt eines Planfeststellungs- nur das vereinfachte Plangenehmigungsverfahren vorsehe. „Die Unterstützung, die die Stadt der Leinewelle zukommen lässt, wünschen wir uns für den Naturschutz“, sagt er.

Bald ein gewohntes Bild? Surfer testen den geplanten Standort für die Leinewelle.

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Leinewellen-Initiator Heiko Heybey sagt, er sehe den Einsprüchen gelassen entgegen. Es seien Gutachten im Frühjahr und Herbst gefertigt worden, man hoffe, dass diese belegen werden, dass keine Fischart verdrängt werde. Ohnehin habe die Leine zwar eine sehr gute Wasserqualität, bei Fischen aber nur eine mittlere und bei der Naturnähe eine miserable. Bei der Gesamtnote 4 von 5 könne er sich nicht vorstellen, „dass ein Eingriff auf zehn Metern von 33 Kilometern eine Verschlechterung bewirkt, die das Projekt verhindert“. Am Ende müssen vielleicht Gerichte entscheiden.

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