Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / -6 ° Sprühregen

Navigation:
Angst vor Stellenabbau bei Stadtwerken

Nach Führungswechsel Angst vor Stellenabbau bei Stadtwerken

Der Führungswechsel bei den Stadtwerken Hannover sowie der wirtschaftliche Druck auf den Energieversorger sorgen für erhebliche Unruhe in der Belegschaft. „Die Leute sind extrem verunsichert“, heißt es aus Kreisen des Betriebsrates. Gerüchte von Stellenabbau in ganz großem Stil machen die Runde.

Voriger Artikel
Das war das Wochenende in Hannover
Nächster Artikel
Frauenklinik soll zum Höchstpreis verkauft werden

Betriebsrat der Stadtwerke: „Die Mitarbeiter sind extrem verunsichert“

Quelle: HAZ (Archiv)

Hannover. Die Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass es der Vorstand versäumt habe, zur Beruhigung beizutragen. Verhandlungen über den laufenden hausinternen Vertrag zur Beschäftigungssicherung seien auf das nächste Jahr verschoben worden. „Die Mitarbeiter wären ruhiger, wenn wir darüber noch in diesem Jahr gesprochen hätten, so wie vereinbart“, heißt es aus dem Betriebsrat. Themen wie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, Erhalt der Mitbestimmung und Entgeltsicherung hätte man schon jetzt behandeln können, ebenso hätte man sich über flexible Arbeitszeiten verständigen können.

Der laufende Vertrag kann erstmals 2018 gekündigt werden, danach in jedem Folgejahr. Er sieht schon jetzt einen umfangreichen Schutz der Arbeitnehmer vor. Betriebsbedingte Entlassungen dürften sich auch politisch in dem kommunalen Unternehmen kaum durchsetzen lassen.

Dennoch wächst in der Belegschaft die Angst vor der Zukunft. „Viele befürchten, dass die Belange der Arbeitnehmer nicht mehr beachtet werden“, sagt eine Stadtwerke-Beschäftigte. Seit die neue Vorsitzende Susanna Zapreva das Ruder übernommen habe, sei der Umgangston schärfer geworden.

Der Vorstand beschwichtigt. „Für die Mitarbeiter gibt es überhaupt keinen Grund zur Sorge“, sagt Zapreva im Gespräch mit der HAZ. Niemand werde auf die Straße gesetzt. „Wir wollen alles tun für den Erfolg des Unternehmens, und zwar zusammen mit den Beschäftigten und nicht gegen diese“, betont die Vorstandsvorsitzende.

Zapreva leitet das kommunale Unternehmen seit April. Ihre beiden Kollegen im Führungsteam, Harald Noske und Jochen Westerholz, scheiden im April kommenden Jahres aus dem Amt. Einstimmig hat der Aufsichtsrat kürzlich beschlossen, dass Kämmerer Marc Hansmann (SPD), bisher Aufsichtsratschef bei den Stadtwerken, in den Vorstand wechselt. Neu in der Führungsetage ist auch der frühere Karstadt-Manager Kai-Uwe Weitz. Der Wechsel Hansmanns innerhalb der Stadtwerke ist in Hannover nicht ohne Kritik geblieben. Der alte Stadtwerke-Vorstand hatte im vergangenen Jahr eine neue Unternehmensstrategie beschlossen. Bis zum Jahr 2025 sollen 330 von insgesamt 2540 Stellen abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man ausschließen und die Kürzungen über die übliche Fluktuation erreichen, hieß es.

Der Plan steht jetzt im neu zusammengesetzten Vorstand wieder zur Debatte. „Die Strategie wird überarbeitet und im März beschlossen“, heißt es aus Kreisen des Aufsichtsrates. Niemand müsse aber befürchten, dass mit der Sense gekürzt werde.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr Aus der Stadt
Es war einmal in Hannover. Aber wo?

Auf in eine neue Runde: Sie kennen sich in Hannover aus? Zeigen Sie es! Schauen Sie sich die historischen Stadtansichten an, und erraten Sie, wo die Aufnahmen gemacht wurden. Direkt hinter dem historischen Foto sehen Sie die Auflösung – in Form eines aktuellen Vergleichsbildes.

Wertvoller Abendmahlskelch kommt ins Historische Museum

Einst hatte er seinen Platz in Hannovers Garnisonkirche: Der wertvolle Abendmahlskelch aus dem 17. Jahrhundert ist eine stadtgeschichtliche Preziose. Jetzt wurde er dem Historischen Museum übergeben.