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Aus der Stadt Angst vor Stellenabbau bei Stadtwerken
Hannover Aus der Stadt Angst vor Stellenabbau bei Stadtwerken
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00:16 30.11.2016
Von Andreas Schinkel
Betriebsrat der Stadtwerke: „Die Mitarbeiter sind extrem verunsichert“ Quelle: HAZ (Archiv)
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Hannover

Die Arbeitnehmervertreter kritisieren, dass es der Vorstand versäumt habe, zur Beruhigung beizutragen. Verhandlungen über den laufenden hausinternen Vertrag zur Beschäftigungssicherung seien auf das nächste Jahr verschoben worden. „Die Mitarbeiter wären ruhiger, wenn wir darüber noch in diesem Jahr gesprochen hätten, so wie vereinbart“, heißt es aus dem Betriebsrat. Themen wie den Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen, Erhalt der Mitbestimmung und Entgeltsicherung hätte man schon jetzt behandeln können, ebenso hätte man sich über flexible Arbeitszeiten verständigen können.

Der laufende Vertrag kann erstmals 2018 gekündigt werden, danach in jedem Folgejahr. Er sieht schon jetzt einen umfangreichen Schutz der Arbeitnehmer vor. Betriebsbedingte Entlassungen dürften sich auch politisch in dem kommunalen Unternehmen kaum durchsetzen lassen.

Dennoch wächst in der Belegschaft die Angst vor der Zukunft. „Viele befürchten, dass die Belange der Arbeitnehmer nicht mehr beachtet werden“, sagt eine Stadtwerke-Beschäftigte. Seit die neue Vorsitzende Susanna Zapreva das Ruder übernommen habe, sei der Umgangston schärfer geworden.

Der Vorstand beschwichtigt. „Für die Mitarbeiter gibt es überhaupt keinen Grund zur Sorge“, sagt Zapreva im Gespräch mit der HAZ. Niemand werde auf die Straße gesetzt. „Wir wollen alles tun für den Erfolg des Unternehmens, und zwar zusammen mit den Beschäftigten und nicht gegen diese“, betont die Vorstandsvorsitzende.

Zapreva leitet das kommunale Unternehmen seit April. Ihre beiden Kollegen im Führungsteam, Harald Noske und Jochen Westerholz, scheiden im April kommenden Jahres aus dem Amt. Einstimmig hat der Aufsichtsrat kürzlich beschlossen, dass Kämmerer Marc Hansmann (SPD), bisher Aufsichtsratschef bei den Stadtwerken, in den Vorstand wechselt. Neu in der Führungsetage ist auch der frühere Karstadt-Manager Kai-Uwe Weitz. Der Wechsel Hansmanns innerhalb der Stadtwerke ist in Hannover nicht ohne Kritik geblieben. Der alte Stadtwerke-Vorstand hatte im vergangenen Jahr eine neue Unternehmensstrategie beschlossen. Bis zum Jahr 2025 sollen 330 von insgesamt 2540 Stellen abgebaut werden. Betriebsbedingte Kündigungen wolle man ausschließen und die Kürzungen über die übliche Fluktuation erreichen, hieß es.

Der Plan steht jetzt im neu zusammengesetzten Vorstand wieder zur Debatte. „Die Strategie wird überarbeitet und im März beschlossen“, heißt es aus Kreisen des Aufsichtsrates. Niemand müsse aber befürchten, dass mit der Sense gekürzt werde.

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