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Anmeldeverfahren an Schulen frustriert Eltern

Bewerbungen für Gymnasien Anmeldeverfahren an Schulen frustriert Eltern

Noch ist das Anmeldeverfahren für weiterführende Schulen nicht abgeschlossen, weswegen auch noch keine offiziellen Zahlen vorliegen. Es gibt aber Tendenzen: Demnach scheinen die IGS List und Südstadt besonders beliebt. Eltern sind dagegen frustriert über das Aufnahmeverfahren.

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Überbucht: Die IGS List musste 62 Kinder abweisen.

Quelle: Krajinović

Hannover. Eltern, die ihre Kinder nach den Sommerferien auf ein Gymnasium, eine Real- oder Hauptschule schicken möchten, haben gerade die Anmeldungen ausgefüllt. Ob es die Wunschschule wird oder nicht, wird sich in den nächsten Wochen entscheiden. Familien, die eine Gesamtschule für ihren Nachwuchs bevorzugen, wissen dagegen schon, ob es geklappt hat mit der Erstwahl. Hier endete die Meldefrist schon Ende Juni. Wer an einer IGS keinen Platz gefunden hat, muss sich dann an einer Schule des gegliederten Systems anmelden.

Die Stadt kann aber noch keine Zahlen zu den Bewerbungen, Aufnahmen und Ablehnungen nennen. Dies könne man erst, wenn das Aufnahmeverfahren für alle Fünftklässler abgeschlossen sei –  im September. So werden bisher nur vereinzelt Zahlen bekannt.

Zweifel am Aufnahmeverfahren

Wie in den Vorjahren scheint die IGS List besonders überlaufen. 172 Bewerbungen gab es, aufgenommen werden konnten nur 110 Kinder, darunter zehn Schüler mit Förderbedarf. Da die IGS List wie die IGS Vahrenheide-Sahlkamp noch eine Stadtteilschule ist und vorrangig Kinder aus dem eigenen Bezirk aufnimmt, gingen nur fünf Plätze an Familien, die nicht in der List wohnen. An der IGS Südstadt wurden 27 Bewerber abgelehnt, an der IGS Stöcken nur deren sieben.

Einige Eltern äußern gegenüber der HAZ Zweifel an dem Aufnahmeverfahren. Es sei völlig intransparent, sagt ein Vater aus der Oststadt. Manchmal müsste bei der Anmeldung eine Alternativwahl angegeben werden, andere Schulen verlangten vier Ersatzschulen. Eine Mutter aus der Südstadt sagt, viele Familien gäben als Ersatzschulen besonders nachgefragte an, um die Chance auf die eigene Erstwahl zu erhöhen. Häufig sei völlig unklar, welches Verfahren Vorrang habe. Familien würden so frustriert.

Insgesamt wechseln jährlich rund 4000 Kinder von der Grundschule auf die weiterführende Schule, rund die Hälfte der Familien entscheidet sich für ein Gymnasium. Nach Ansicht der Stadt hat durch die rechtliche Aufwertung der Gesamtschulen im Schulgesetz im Schuljahr 2016/17 jeder, der sich an einer IGS anmeldet, auch den Anspruch, an einer IGS einen Platz zu bekommen.

Nach Angaben des Landes dürfen Integrierte Gesamtschulen jedoch auch weiterhin Bewerber ablehnen. Dreizügige Mini-Gesamtschulen, wie sie Hannover an jetzigen Haupt- und Realschulen plant, hält Eberhard Brandt, Chef der Lehrergewerkschaft GEW, für unsinnig: „Das diskreditiert die Grundidee der IGS.“ Die Gymnasialklientel fehle an diesen Standorten.

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