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Verteidigung fordert milde Strafe für Angeklagte

Anschlag auf Asylbewerberunterkunft Verteidigung fordert milde Strafe für Angeklagte

Für die Hauptbeschuldigten eines Brandanschlages auf eine Asylunterkunft im Weserbergland, bei der nur durch viel Glück keine Menschen verletzt wurden, hat die Verteidigung milde Strafen verlangt. Die zwei seien betrunken gewesen und hätte die Tat gestanden.

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Die Angeklagten Dennis L. (l-r), Sascha D. und Saskia B. im Landgericht in Hannover. Im Prozess um den Brandanschlag auf eine Asylunterkunft in Salzhemmendorf plädiert die Verteidigung der beiden Haupttäter. 

Quelle: dpa

Hannover/Salzhemmendorf. Im Prozess um den Brandanschlag auf eine Asylunterkunft in Salzhemmendorf hat die Verteidigung eine milde Strafe für die beiden geständigen Hauptbeschuldigten gefordert. Für den 31 Jahre alten Werfer des Molotowcocktails plädierte sein Verteidiger am Mittwoch am Landgericht Hannover auf eine Strafe von nicht mehr als fünf Jahren. Der Angeklagte habe die Tat bereut und sich entschuldigt. Am Ende sei niemand körperlich zu Schaden gekommen.

Von dem Landgericht Hannover hat der Prozess um den Brandanschlag von Salzhemmendorf begonnen.

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Für den 25 Jahre alten Mitangeklagten bat die Verteidigung um eine milde Strafe, ohne die Dauer zu beziffern. Der junge Mann habe sofort den älteren und eine weitere angeklagte Frau als Tatbeteiligte genannt. Beide Männer, so die Verteidigung, seien zudem stark betrunken gewesen.

Der Brandsatz flog in der Nacht zum 28. August vergangenen Jahres durch ein geschlossenes Fenster und landete in der Wohnung einer Familie aus Simbabwe. Nur weil ein Junge im Zimmer seiner Mutter schlief, wurde niemand verletzt.

Mit einem Molotowcocktail haben Unbekannte einen Brandanschlag auf eine Asylbewerber-Unterkunft in Salzhemmendorf (Landkreis Hameln-Pyrmont) verübt. Teppich und eine Matratze gerieten in Flammen. Eine Mutter und deren drei kleine Kinder, die im Nebenraum schliefen, seien zum Glück unverletzt geblieben.

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Die zwei Männer hatten die Tat zu Beginn des Verfahrens am Landgericht Hannover gestanden. Ein fremdenfeindliches Motiv hatten sie aber abgestritten und betont, sie hätten vor dem Anschlag reichlich Alkohol getrunken. Die Anklage indes hatte in ihrem Plädoyer zahlreiche Belege für die rechtsextreme Gesinnung der beiden Männer aufgeführt. Wegen versuchten Mordes und Brandstiftung hatte die Staatsanwaltschaft acht Jahre Haft für den Werfer des Brandsatzes und sieben Jahre für den Mittäter verlangt.

Eine 24-Jährige, die die zwei zum Tatort fuhr, soll nach den Forderungen der Anklage vier Jahre und zwei Monate hinter Gitter. Die Verteidigung plädierte auf eine Bewährungsstrafe. Das Urteil wird am Donnerstag gesprochen.

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