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Anwälte prüfen Fördergeldpleite

Üstra-Aufsichtsrat Anwälte prüfen Fördergeldpleite

Der Üstra-Aufsichtsrat hat beschlossen, eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung der Vorgänge um verlorene Fördermillionen zu beauftragen. Die Anwälte sollen ermitteln, ob es doch noch Anspruch auf das Geld gibt, andererseits mögliche Schadenersatzansprüche klären - auch gegen die zwei Vorstände.

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In der Kritik: Die beiden Vorstände André Neiß (re.) und Wilhelm Lindenberg stehen in der Kritik - wegen möglicher Vergabefehler im Unternehmen und jetzt auch wegen einer Fördergeldpleite, die das Unternehmen wahrscheinlich 1,9 Millionen Euro kosten werden.

Quelle: Katrin Kutter (Archiv)

Hannover. Der Aufsichtsrat der Üstra hat am Donnerstag beschlossen, eine Anwaltskanzlei mit der Prüfung der Vorgänge um verlorene Fördermillionen zu beauftragen. Bei der Bestellung von Bussen sind dem Unternehmen wahrscheinlich fast 2 Millionen Euro verlorengegangen. Die Anwälte sollen einerseits ermitteln, ob es doch noch Anspruch auf das Geld gibt, andererseits mögliche Schadenersatzansprüche klären. Letzteres könnte bitter für die beiden Vorstände André Neiß und Wilhelm Lindenberg werden, die im Unternehmen die Verantwortung für das Missmanagement tragen. Sie stehen ohnehin in der Kritik, weil es Querelen um die Vergabe von Aufträgen gibt, derzeit läuft dazu parallel eine juristische Prüfung.

Die Üstra hatte Hybridbusse bestellt, ohne zuvor eine schriftliche Fördergeldzusage des Landes über 1,9 Millionen Euro abzuwarten. Damit darf den Richtlinien des Landes zufolge das Geld nicht ausgezahlt werden. Das Geld fehlt nun aller Voraussicht nach.

Der Aufsichtsratschef, Regions-Wirtschaftsdezernent Ulf-Birger Franz, bestätigte, dass der Aufsichtsrat die Vorstände befragt und dann Anwälte beauftragt habe. Weitere Details wollte er mit Verweis auf Vertraulichkeit nicht sagen.

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