Vor wenigen Tagen hat Gerhard Schröder sich in schicken Büroräumen an der Marienstraße niedergelassen, wo bis vor Kurzem die Stiftung Ahlers Pro Arte eine Dependance unterhielt, in der vorwiegend Gemälde zeitgenössischer chinesischer Künstler zu sehen waren. Schröder feierte in kleiner Runde die Eröffnung seiner neuen Kanzlei. Mit dabei waren neben Ehefrau Doris Schröder-Köpf auch seine Vertraute Sigrid Krampitz, die das Altkanzlerbüro in Berlin leitet, Künstlerfreund Bruno Bruni, der frühere Regierungssprecher Bela Anda und natürlich Götz von Fromberg, der mit Schröders Namen nun nicht mehr auf seinem Kanzleischild Eindruck schinden kann. Aber dafür genießt der Altkanzler den Vorzug, dass er nicht in einem Atemzug mit Fromberg genannt wird, wenn dieser sich mal wieder anschickt, den Weltfrieden zwischen Rockerbanden auf seinem Balkon zu feiern. Schröder selbst, so heißt es aus seiner Umgebung, will mit seiner Kanzlei nicht auf Dauer in der Marienstraße bleiben. Er soll schon ein Auge auf ein Haus im Zooviertel geworfen haben.
red.
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