Wegen möglichen Rufmords an einem Ahnen hat ein Nachfahre des Generals Paul von Lettow-Vorbeck Strafanzeige gegen Oberbürgermeister Stephan Weil, mehrere Verwaltungsmitarbeiter und Ratspolitiker sowie einen als Gutachter tätigen Historiker erstattet. Damit hat die Diskussion um den Umgang mit umstrittenen Straßennamen in Hannover eine neue Dimension erreicht.
Oberstaatsanwältin Irene Silinger bestätigte gegenüber der HAZ, dass die Strafanzeige eingegangen ist. Sie lautet auf Verletzung des Paragrafen 189 im Strafgesetzbuch: Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener. Gestellt wurde die Anzeige von Hans Caspar Graf zu Rantzau, einem Enkel des Generals. Der sieht den Namen seines Großvaters durch den Schmutz gezogen, weil die Stadt die nach ihm benannte Straße in Badenstedt in Namibia-Allee umbenennen will. Ob die Anzeige Konsequenzen haben wird, ist völlig offen. „Der Vorgang wurde dem Dezernenten vorgelegt“, sagt Silinger.
Die Ratsmehrheit hat das Verfahren zur Straßenumbenennung in die Wege geleitet, weil der preußische Generalmajor Lettow-Vorbeck (1870 bis 1964) bei den China- und Ostafrika-Feldzügen „extreme Verhaltensweisen“ und Amoralität gezeigt sowie Kriegsverbrechen und Hochverrat begangen haben soll. Auch später, in seinen 1957 erschienenen Memoiren, habe Lettow-Vorbeck keine Distanz zu seinem Handeln erkennen lassen, argumentiert der Historiker und emeritierte Uni-Professor Helmut Bley in seinem Gutachten für die Stadtverwaltung.
Die Mehrheit der 348 befragten Anwohner allerdings hat sich gegen eine Umbenennung ausgesprochen. Inzwischen ist eine Klage vor dem Verwaltungsgericht anhängig. Rechtsanwalt Siegfried Reszat, der Anlieger vertritt, meint, dass Lettow-Vorbeck weder Rassismus, Kriegsverbrechen noch Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorzuwerfen seien. Auch habe er nicht aktiv an einem Unrechtssystem mitgewirkt. Aktuell gibt es Ärger auch in der Südstadt, wo sich Anlieger vehement gegen die Umbenennung der Elkartallee in Hilde-Schneider-Allee aussprechen. Der Stadtbaurat Karl Elkart hat einem Gutachten zufolge Tausende Zwangsarbeiter und Kriegsgefangene für die Stadt schuften lassen – zum Teil unter menschenunwürdigen Bedingungen. Geschickt soll er zudem die Angst polnischer Juden ausgenutzt haben, um billig an ihre Grundstücke zu kommen. Der Streit um die Umbenennung der Elkartallee dauert allerdings inzwischen vier Jahre.
Und es droht weiter Ungemach: Der Anwalt der Kläger im Fall Lettow-Vorbeck hat auch die Rolle Waldersees ins Gespräch gebracht: Der Namensgeber der Walderseestraße war Vorgesetzter Lettow-Vorbecks und damit wohl auch verantwortlich für Gräueltaten. Wie viele Straßen noch vor einer neuen Namensgebung stehen, ist unklar. Der Rat hat gerade erst die Bedingungen für Umbenennungen gelockert. Bisher war der Nachweis einer schwerwiegenden persönlichen Schuld, etwa Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Voraussetzung für eine Umbenennung. Künftig reicht „die aktive Mitwirkung an einem Unrechtssystem“.
Conrad von Meding
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Kommentare
"Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" ? Till Niemeyer – 13.06.10
Juristisch ist die Anzeige des Herrn Graf von Rantzau nicht haltbar, denn1) dann hätten auch die Straßennamen, die Nazigrößen ehrten, nicht umbenannt werden dürfen.
2) Lettow-Vorbeck war/ist eine "Persönlichkeit des öffentlichen Interesses", d.h. die Auslegung seines Andenkens darf durchaus gesellschaftlich debattiert werden. Ganz sicher ist sein Andenken nicht sakrosankt. Historische Tatsachen sprechen deutlich gegen seine Würdigung, auch mit Straßennamen.
Karl Elkart Gerhard – 07.05.10
@ Andy L.Gibt es dafür eine Quelle, daß Elkart SS-Mann gewesen sein soll oder ist das Teil der üblichen Hetze, wenn über Deutsche geurteilt wird, die im NS-Staat in Amt und Würden waren?
Wenn man sich die Mühe macht, sich vorurteilsfrei über Elkart zu informieren und nicht nur der Desinformation eines profilierungssüchtigen Historikers erliegt, findet man schnell heraus, daß Elkart erst 1937 NSDAP-Mitglied wurde. Wer nun noch weiß, daß eine Nichtparteimitgliedschaft der Karriere insbesondere dann nicht förderlich war, wenn man öffentliche Ämter bekleidete, kann man nur den Kopf darüber schütteln, wieviel geistiger Unrat über Elkart ausgeschüttet wird.
Wurde eigentlich mal errechnet, wieviele Leben Elkart aufgrund des durch ihn vorangetriebenen Bunkerbaus während des Bombenterrors gerettet hat?
Es ist eine Schande und peinlich für die linkslinke Schickeria in Hannover, wie mit verdienten Bürgern unserer Stadt umgegangen wird.
Neue Arbeitsbeschaffungsmaßnahme WebLeser – 06.05.10
Straßenumbenennungen schaffen zumindest Arbeit für Verwaltungen und Zeitungen. Und für Bewohner einer umbenannten Straße auch.Alles wird gut... hoffentlich ;-) Sascha Aust / HAZ.de – 06.05.10
@ Andy L.: Nein, nein, eine Schuldzuweisung sollte das mit den Triple-Postings gar nicht sein, 'tschuldigung wenn das falsch rübergekommen ist. Unsere Kommentarfunktion hat wirklich ein etwas unschönes Eigenleben, die werden wir demnächst aber auch komplett erneuern, dann sollten diese Ärgernisse der Vergangenheit angehören. Bis dahin muss ich Sie leider noch ein wenig um Geduld bitten.@DEW Die Umbenennung nicht... Andy L. – 06.05.10
"Eine Umbenennung ist doch noch kein Rufmord."Eine Umbennung nicht, aber in diesem Fall die Begründung. Und da hat der Rantzau schon ein Argument. Daß man den SS-Mann Elkart heutzutage nicht mit einer Straße gewürdigt sehen will, ist ja verständlich, aber Lettow-Vorbeck kann man meiner Meinung nach nicht einfach in die gleiche Schublade werfen. Die Stadt sollte es mit der political correctness auch nicht übertreiben. Übrigens, es gab zahlreiche prominente Lettow-Vorbecks. Warum soll eigentlich in diesem Fall umbenannt, statt umgewidmet werden?
Was das Buch von Paczenski angeht, nun, es ist von 1970, als viele Afrikanische Staaten noch nicht lange unabhängig waren. Ich persönlich glaube, daß man nach vierzig Jahren sehr wechselhafter Erfahrung mit Afrikanischer Demokratie die Kolonialzeit inzwischen schon wieder etwas differenzierter sieht.
@Sascha Aust: Das Problem liegt bei der HAZ Andy L. – 06.05.10
Ein Trippleposting ist mir auch schon passiert, als die Webseite den Kommentar trotz Neuladens der Seite nicht angezeigt hat. Also, hier einfach nur dem User die Schuld zuzuschieben finde ich etwas frech.Übrigens, als engagierter Kommentator auf verschiedenen Webseiten ist mir bekannt, daß es Comment-Engines gibt, die Mehrfachpostings blockieren. Wie wär's denn, wenn die HAZ das auch mal übernehmen würde? Dann hätten Sie weniger Arbeit, und der User ein Feedback, wenn sein Posting schon vorhanden ist.
Nutzungsbedingungen Sascha Aust / HAZ.de – 05.05.10
@ Siegfried: Wie Sie wissen - ich hab Ihnen das ja schon einige Male zu erklären versucht - setze ich hier lediglich Nutzungsbedingungen durch. Wenn Sie sich an diese Regeln halten, muss ich auch nichts löschen (wobei ich mir jetzt einmal die Freiheit nehme, zwei ihrer Triple-Postings zu entfernen). Auf den Rest Ihrer "wissenschaftlichen" Unterstellungen spare ich mir einzugehen - wir kommen in diesem Punkt offenkundig auf keinen gemeinsamen Nenner.Serverproblem? Siegfried – 05.05.10
Stimmt etwas mit dem Server nicht? Erst kommt mehrmals eine Fehlermeldung, dann steht es plötzlich gleich dreimal da.@ Aust Siegfried – 05.05.10
Mehrfachposting von der HAZ.de-Redaktion entfernt.Herr Aust, Siegfried – 05.05.10
Mehrfachposting von der HAZ.de-Redaktion entfernt.Herr Aust, Siegfried – 05.05.10
Sie machen es sich sehr einfach! Sie löschen natürlich nur Linke und Rechte, na klar! Ich bin weder links noch rechts noch konservativ noch reaktionär noch sonst irgend etwas.Ich habe Naturwissenschaften studiert und gelernt, genau hinzuschauen und zu bewerten, was ich sehe, ohne einer Ideologie anheimzufallen. Ein Wissenschaftler würde nie eine Erkenntnis verschweigen oder leugnen, es sei denn, er wird dafür gut bezahlt, was leider immer öfter der Fall ist (Climategate).
Wenn Sie löschen, tun Sie es überwiegend aus ideologischen Gründen. Sie wollen Fakten unterdrücken, weil Sie denken, daß Sie das "Richtige" tun, daß die Menschen zu blöd sind, gewisse Wahrheiten in Ihrem Sinne zu beurteilen.
Ich kannte die DDR und habe den alles erstickenden Mehltau intensiv verspürt. Wir sind auf dem Wege dahin, und Sie leisten Ihren Beitrag dazu. Das Schlimmste ist, daß Sie es nicht einsehen können. Das liegt an Ihrer Erziehung und Ihrer Jugend. Alle meine Bekannten meiner Generation sehen es wie ich. Es ist also nach meiner Ansicht auch ein Generationenproblem.
@sascha Hindenburg – 05.05.10
Das können sie aber glauben.Sie können doch nicht einfach den Reichspräsidenten weglöschen!!! Mein Name wurde schon beim Zooviertel und Eilenriedestadion getilgt.Ausgewogenheit Sascha Aust / HAZ.de – 05.05.10
@ Benno: Wir bemühen uns darum, eine einheitliche, ausgeglichene Linie zu führen, ich glaube, das gelingt uns auch einigermaßen. Zumindest beschweren sich Linke wie Rechte recht ausgewogen darüber, dass die jeweils andere Seite bevorzugt würde - @Hindenburg ist sicher auch not amused, dass sein Kommentar gelöscht wurde...@spooky Hindenburg – 05.05.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen@Sascha Aust / HAZ.de Benno – 05.05.10
Danke!Dann lest mal in Zukunft sehr sorgfältig die Auslassungen einiger Blogger, die sich über OB Weil oder andere im nichtkonservativen Spektrum angesiedelte Politiker verbreiten. Wenn ihr nur bei deftigen Äußerungen über erzreaktionäre Typen einen sehr kleinlichen Maßstab anlegt, dann lauft ihr Gefahr, dass deren Gesinnung auch euch unterstellt wird!
L.V. - zur falschen Zeit auf der Welt? spooky – 05.05.10
"...der leider zur falschen Zeit auf der Welt war..."Für solche Menschen gibt es keine richtige Zeit, genausowenig, wie für Hindenburgs.
L.V. Hindenburg – 05.05.10
L.V.war unser Che` 3 Jahre gegen eine erdrückende Übermacht gekämpft.Ohne Nachschub,ständig in Bewegung und clever in der Taktik.Der erste Tupamaro.Rommel war gegen ihn ein Hohlkopf.Schmäht seine Auftraggeber:Kaiser Wilhelm die Hohenzoller usw.Er war der tiefsten Überzeugung das für sein Volk getan zu haben.Hängt ein schild drann.Hervorragender karismatischer Militär Stratege der leider zur falschen Zeit auf der Welt war.Suchtunordnung Heinrich T. – 05.05.10
Der Lettow-Vorbeck hatts den Jungs mal richtig gezeigt, daran werden wir noch wehmütig zurückerinnert werden wollen müssen, wenn erstmal die Zinksärge nach der WM eingeflogen werden, das glaubt ihr wohl da wette ich drauf!Die Weißen kommen... DEW – 04.05.10
Böse oder nicht böse? Was hat OB Weil denn getan? Eine Umbenennung ist doch noch kein Rufmord.Da heute allseits gefordert wird, man soll doch wieder mehr lesen, schlage ich das Buch von Gerd von Paczensky - "Die Weißen kommen" - vor!!!
Dann weisste Bescheid....
Es wird mal wieder deutlich LJA – 04.05.10
Vor 1918, nein ... vor 1945, ... oder besser vor 1968 (... oder noch besser vor 2009 ?) haben in Deutschland nur böse Menschen gelebt. Unsere Vorfahren muss man einfach dafür verachten, dass sie so waren, wie es damals üblich war. Deshalb dürften auch grundsätzlich keine Strassen nach jemanden benannt werden, der vor diesem Zeitpunkt (welchem auch immer) bereits gelebt hat. Gut das es heute so viele gute Menschen in Hannover gibt, die das alles wieder gerade rücken. Mann, diesen Kolonialisten haben wir´s jetzt aber mal wieder gezeigt !Um Arbeitsplätze braucht man sich bei uns auch nicht zu kümmern. Strassenumbenennungen sind natürlich viel wichtiger, da sollte man doch einsehen, dass die Stadtverwaltung Prioritäten setzen muss. Außerdem beklagen rot/grün und Gewerkschaften doch ständig die wachsende Armut. Das hat gefälligst zu reichen. Wer mehr will, soll bitte in den öffentlichen Dienst gehen oder auswandern.
Lettow- Vorbeck... Aufpasser – 04.05.10
Vielen Dank an die HAZ für die Löschung meines Kommentars - so helfen Sozis den Sozis ! Aber es nützt nichts: Mit gleicher Post Anzeige gegen Weil und Konsorten durch RA Reszat - in meinem Auftrag !Köthenwalde ich komme H-VV – 04.05.10
Dieser Kommentar wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungenWas soll das? Siegmar Schlagmichtot – 04.05.10
Kann man von diesem Lettow-Vorwerk nicht einfach den ersten Namen auf dem Schild überkleben und die Straße dann einfach dem Staubsauger widmen? Vielleicht gibt es ja auch eine Person mit dem selben Nachnamen, die nicht so ein Haudrauf war? Kann man nicht da vielleicht erstmal forschen, bevor man neue Schilder druckt? Warum brauchen Straßen überhaupt Namen? Bäume haben doch auch keinen Namen. Mann ey!Jeden Tag eine gute Tat Sascha Aust / HAZ.de – 04.05.10
@ Siegfried: Na, wenn Sie sich jetzt besser fühlen... ;-)Lettow- Vorbeck- Allee Aufpasser – 04.05.10
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Was du geschrieben hast sehe ich fasst genauso.Nur ging es hier um General Lettow-Vorbeck und der hat erwiesenermaßen keinen Eroberungskrieg geführt sondern ist NACHDEM der 1.WK begonnen hatte nach Afrika abkommandiert wurden um dort die BEREITS BESTEHENDEN Gebiete vor den damaligen Kriegsgegnern zu verteidigen.
Straßennamen K. Leinespatz – 04.05.10
Wahrscheinlich wird nun jeder Straßenname aufs Korn genommen und auf politische Korrektheit und Vergangenheit kontrolliert....Warum setzt sich der Grün - Rote Stadtrat nicht ebenso für die Schaffung zusätzlicher Arbeitsplätze ein? Das ist doch wohl das wichtigste Thema in Hannover, meine ich.
Es ist zu hoffen, das die Wähler auch daran denken, was Hr. W.. getan hat um die Stadt für die Wirtschaft attraktiver zu machen.
Nicht viel wie ich meine. Für viele Leute gibt es nur noch eins: warten
Daher wird die Straße vor der ARGE auch We..-Alle genannt.
Herr Aust, Siegfried – 04.05.10
wie leicht Sie mir doch auf den Leim gehen!Ich habe ein bißchen provoziert, um Sie zu einer Antwort zu bewegen.
Daß Sie mich für so dumm halten, Westdeutschland als "Befreier" zu sehen, spricht Bände über Sie. Sie haben mich so oft gelöscht, Sie sollten mich eigentlich besser kennen.
Ach ja, und danke für die Antwort.
Umbenenung Lindener – 04.05.10
Ich denke, der Kommentar auf Seite 2 benennt die Situation ganz gut.Herri ist (fast) Pleite, Conti schlisst die Reifenproduktion, der leichte Aufschwung am Arbeitsmarkt geht an Hannover vorbei, die letzten, wenigen Industrieunternehmen verlassen die Stadt, Hannover hat die höchste Neuverschuldung aller Zeiten, für Schulen und Kindergärten ist kein Geld da... und unsere Stadt oberen kümmern sich um so etwas!
Bleibt nur zu hoffen, das die Lippenbekenntnisse mancher hier, die Regierenden abzuwählen, nicht nur leere Worthülsen sind.
Gruss
Lindener
Weil und Konsorten ??? – 04.05.10
sind echte Schreibtischtäter! Hauptsache Ihr Namen bleibt in der Historie!Es ist nur ein Straßenname Mister x – 04.05.10
Bisher konnte doch jeder mit diesem Namen leben. Nur weil jetzt der OB irgendeine Aussage getätigt hat, wird hier Geld für einen möglichen neuen Namen einer "Straße" ausgegeben!!! Ich bin mir sicher, dass es weitaus wichtigere Themen/Problemfelder gibt als die Diskussion der Umbenennung - bspw. Straßenerneuerung etc.Dieses komische Google-Dings Sascha Aust / HAZ.de – 04.05.10
@ Siegfried: Sie haben also die Zone befreit? Das sollten Sie mal Google erzählen, das weiß über einen Siegfried nur irgendwas mit einem Drachen... ;-) Dafür kennt Google aber noch ein paar mehr Sascha Austs. Ein Namensvetter aus Dresden etwa spielt in einer Band, die reichlich schlechte Musik macht - die schieben Sie mir bitte nicht auch noch in die Schuhe ;-) Ach so, aber meine Berufsbezeichnung hier lautet schon etwas anders.Wie wäre es ??? – 04.05.10
Peter-Hartz-IV-Str. ???Schlechter Charakter Siegfried – 04.05.10
Ich bin in der Wißmannstraße aufgewachsen und habe oft am "Kalle" gespielt.Wahrscheinlich bin ich deswegen jetzt so ein querulantischer Charakter, der immer auf die Meinungsfreiheit pocht und Zensoren nicht ausstehen kann.
@Friedel Hatz BRA – 04.05.10
"Im Namen aller Laser" finde ich klasse!"Gute" und "schlechte" Kolonialherren? spooky – 04.05.10
@Askari - Zu diesem unsäglichen Beitrag, der auch noch mit dem unpassendsten Wort "Ehre" überschrieben ist:"Sie alle waren Räuber; sie alle ordneten die Bedürfnisse der unterworfenen Länder ihren eigenen Wünschen unter; sie alle schränkten Recht und Freiheit der Menschen ein; sie alle korrumpierten und plünderten, demütigten und versklavten ihre Opfer. Sie raubten unser Land, unser Leben, unsere Schätze und unsere Menschenwürde."
"Es gibt Menschen, die einen feinen Unterschied zwischen einer Art des Kolonialismus und einer anderen machen wollen, die behaupten, die Briten seien "bessere" Herren als die Franzosen oder die Franzosen seien "besser" als die Belgier oder die Portugiesen oder gar die weißen Siedler in Südafrika. Diese Leute tun, als sei das Ausmaß der Versklavung ein Gradmesser für die Tugend der Sklavenhalter. Derartige sophistische Unterscheidungen stammen von jenen, die niemals das Elend und die Entwürdigung durch koloniale Unterdrückung und Ausbeutung am eigenen Leibe verspüren mußten. In den meisten Fällen aber ist es ihre Absicht, den Kolonialismus ihres eigenen Landes reinzuwaschen in dem chauvinistischen Bestreben, das Vorgehen ihres Landes vor der Welt zu rechtfertigen."
Kwame Nkrumah (1. Staatspräsident Ghanas)
In den üblichen Kolonialapologien wird natürlich auch verschwiegen, dass die ersten deutschen Konzentrationslager bereits Anfang des 20. Jahrhunderts errichtet worden waren und zwar in Namibia, um die Überlebenden des antikolonialen Befreiungskampfes zum Bau, der für die wirtschaftliche Ausbeutung Namibias erforderliche Infrastruktur zu zwingen.
Sympathischer Zeitgenosse Friedel Hatz – 04.05.10
Lettow-Vorbeck war vielleicht möglicherweise ein bisschen eine Art ungestümer Haudrauf, aber er war auch ein sympathischer Zeitgenosse.Man sollte die Strasse nach ihm benannt lassen, und das sage ich im Namen aller Laser.
Sascha Aust Siegfried – 04.05.10
Google kennt nur 2 "Sascha Aust". Einer arbeitet bei der HAZ, der andere (?) hat in den neuen Ländern 1995 den Abschluß in mittlerer Reife gemacht.Es wäre schon Ironie (oder Zynismus?) der Geschichte, wenn jemand aus der befreiten Zone jetzt den Befreiern andauernd übers Maul fährt in seiner Rolle als oberster Zensor.
Ehre Askari – 04.05.10
Immerhin hat der klagende Nachfahre jetzt schon erreicht das sich viele Leute mit dem Namen Lettow-Vorbeck beschäftigen.Wer noch einen Funken eigenes Hirn hat und bei der Recherche nach dem General nicht nur Wikipedia nutzt wird schnell feststellen das Lettow-Vorbeck bei Freund und Feind äusserst beliebt und angesehen war.
Die in der Kommentarspalte erwähnten 100.000 Toten Träger sind eine unbewiesene Schätzung, sie stammen aus einen Buch was 60 Jahre nach dem 1.WK im Lande der damaligen Kriegsgegener herrausgegeben wurde.
Auf der Seite der Gegner des Generals war die Zahl der Toten Träger um ein vielfaches grösser.
Wer echtes Interesse hat kann dies alles in dem Buch "A modern history of Tanganyka" nachlesen.
Das Buch kann man legal auf books.google.de lesen.Auf Seite 250 steht das mit der Schätzung der Toten.
Ist allerdings in Englisch geschrieben.
historische Authentizität... Epizen – 04.05.10
...bedeutet, auch zu den eigenen Fehlern zu stehen: Hannover hat gewissen Leuten einen Straßennamen spendiert. Das mag der Stadt heute peinlich sein, aber dass es sich nicht mehr so einfach ändern lässt, dürfte inzwischen klar sein.Warum also nicht den Straßennamen belassen und mit einer Erklärungstafel versehen (ist sicherlich teurer als eine problemlose Umbenennung, aber sicherlich sehr viel billiger als die derzeitigen Kabbeleien).
Wenn man heutzutage den schweren Kupferguß eines sozialistischen Arbeiter+Bauerndenkmals sieht (nur als wertfreies Bsp!), wird dieses Denkmal auch nicht mehr als Glorifizierung des Staatssozialismus verstanden, sondern einfach als Erinnerung daran, dass diese Ideologie mal in Teilen Deutschlands an der Macht war.
Ähnliches ginge mit Straßennamen:
Tafel daneben, erklären wer der Namensvater/die Namensmutter der Straße war, Jahreszahl der Straßenbenennung, Jahreszahl wann die Stadt Kopfschmerzen gekriegt hat (dürfte ein sehr spannendes Zeugnis sein, wie lange man mit umstrittenen Straßen kritiklos gelebt hat) und die Sache ist fertig.
Die Stadt hätte ihre saubere Weste, die Anwohner behielten ihre Adresse und die historische Erinnerung wäre korrigiert, anstatt getilgt zu werden.
@Benno - Nutzungsbedingungen spooky – 04.05.10
Die Grenzen für Meinungsäußerungen sind in diesem Forum sehr eng gezogen.Gegen "Ewiggestrige" gibt es offensichtlich nichts einzuwenden, solange sie sich nur "angemessen" ausdrücken, was immer das sein mag.
Wir Anderen müssen hier zur Kenntnis nehmen, dass man "Mord" nicht "Mord" nennen darf und die von Dir gewählte, deutliche Bezeichnung für jemanden, der sehr viel Erfahrung hatte in der rigorosen Beseitigung der südafrikanischen Zivilbevölkerung bei den Verantwortlichen dieser Kulturzeitschrift unerwünscht ist.
Frei nach Morgenstern:
„Weil, so schließt er messerscharf,
nicht sein kann, was nicht sein darf.“
Da setzen wir doch Karl Kraus dagegen:
„Wenn die Sonne der Kultur niedrig steht, werfen selbst Zwerge einen langen Schatten.“
Noch was Die Stadt hat langeweile – 04.05.10
den Bohlendamm kann man auch nicht so lassen!Oder wer möchte auf einem Damm wohnen der nach uns Dieter benannt wurde??
Die sollen... Die Stad hat hat langeweile – 04.05.10
das Geld sinnvoll verbrauchen! z. B. die Straßen in Ordnung bringen und nicht die Namen!Das Geschlecht Hannover, war das nicht auch Böse? Vielleicht sollten wir Hannover in Schilda unbenennen oder einfach mal richtig wählen und nicht RotGrün!
Nutzungsbedingungen Sascha Aust / HAZ.de – 04.05.10
@ Benno: Deshalb: "Erlaubt sind Beiträge, die auf den jeweiligen Artikel seriös und sachbezogen sowie mit sachlicher und respektvoller Wortwahl eingehen. Die Verwendung vulgärer oder hasserfüllter Sprache, auch unterhalb der Beleidigungsgrenze, und insbesondere Schmähkritik wird nicht geduldet." www.haz.de/nutzungsbedingungenStraßennamenfrevel Peter Enis – 04.05.10
Wie konnte man eine Straße überhaupt jemals nach SO einem "Mann" benennen? Die Verantwortlichen sollten sich was schämen!Gruß,
P.Enis
Lebenslanges lernen Benno – 04.05.10
Ich gehöre ja zu den leidenschaftlichen Vertretern der Abteilung "lebenslanges lernen".Deshalb: weshalb verstößt die Bezeichnung "Schlagetot" gegen die Nutzungsbedingungen der HAZ für Leserkommentare?
@Gerhard Nichtraucher – 04.05.10
Jemand, der über 100.000 Leute auf dem Gewissen hat, soll ein Held sein? Kann ja wohl nicht wahr sein!!!Dümmer geht's nimmer.... spooky – 04.05.10
@Gerhard"Endlich werden die richtigen vor den Kadi gezogen"
Helden? - Hauptsache deutsch, wa? Wieder mal gar nichts verstanden, was Gerhard?
Setzen, 6!
Jemand, der keine Ehre hat, kann weder ehren, noch geehrt werden, klar?
Nein? Dachte ich mir. Was Gerhardchen nicht lernt, lernt Gerhard nimmermehr...
Müssen wir's ihm eben beibringen...
na, na Leser – 04.05.10
Die aktuelle Diskussion ist ein geistiges Armutszeugnis für alle Beteiligten. Zunächst einmal ist L.V. sicherlich ein Fiesling erster Kanone gewesen, nach dem man heutzutage keine Straße mehr benennen würde. Da sie nun aber schon so lange so heißt, ist eine Umbenennung eher ein blinder Aktionismus. Andererseits ist eine solche Umbenennung auch nicht wirklich ein Anlass, hier ein Fass aufzumachen und die Unterdrückten-Nummer abzuziehen. Loggaheid auf allen Seiten!OB nicht OK Regula Valentina Agina – 04.05.10
Ich bin wirklich schockiert! Was ist eigentlich aus meinem langweilig-schönen Hannover geworden?Liebste Grüße,
Regula V.Agina
Endlich werden die richtigen vor den Kadi gezogen Gerhard – 04.05.10
Jeder Nachfahre der Helden, deren Namen sie in den Dreck ziehen, sollte sich an dieser Anzeige ein Beispiel nehmen und entsprechend handeln!Es ist egal, was im Ergebnis dabei rauskommt. Hauptsache dem OB Weil wird klargemacht, daß er nicht Narrenfreiheit besitzt und nicht jeden in den Schmutz ziehen kann, der politisch nicht auf seine Linie ist.
Meinungsfreiheit Bernd Blaumeise – 04.05.10
Gut, dass ich im Rotkehlchenweg wohne. Man sollte Straßen sowieso nur noch nach Tieren und Pflanzen benennen. Da kann man nichts falsch machen. Warum nicht mal eine Dackelallee?Ich finde es übrigens schlimm, wegen was für Lächerlichkeiten viele heute vor Gericht ziehen wollen und was wir Steuerzahler da für einen riesigen Apparat für vorhalten müssen. ich bin für totale Meinungsfreiheit. Wenn jemand eine Gesäßöffnung oder ähnliches ist, dann sollte er auch als eine solche bezeichnet werden. Was wir da an Geld un Ärger sparen könnten!
Straßennamen harrybo – 04.05.10
Anstatt uns Bürger vernünfig zu regieren und Hannover zu einer lebenswerten Stadt zu machen reissen die rot-grünen Verwaltungsstellen immer neue, unnötige Baustellen auf:Straßennamen
Tempobeschränkungen
Umweltplaketten
usw usw usw
Dass es langsam reicht, sollten die Wähler bei der nächsten Kommunalwahl mal deutlich machen.
Bismarck amta – 04.05.10
Und gerade Bismarck wird viel zu selten als Namensgeber für Straßen, Plätze, Heringe oder Bauwerke in Frage gestellt!@whoknows Nichtraucher – 04.05.10
Das sehe ich ganz genauso. Vermutlich sind die Anwohner nur zu faul um sich umzugewöhnen. Die Ummeldeprozeduren werden ihnen ja schon sehr leicht gemacht. Man will ja beispielsweise schon in Pflegeheimen zeitweise Behördenaußenstellen einrichten, damit die Persos umgeschrieben werden können.Das gute an der Anzeige whoknows – 04.05.10
Wenn der OB dann gewonnen hat ist auch noch gerichtlich bestätigt was der Typ in echt für einer war.Ich verstehe echt nicht wieso Menschen unbedingt in Straßen wohnen wollen, die nach Verbrechern und ähnlich feinem benannt sind.
Bedenkliche Entwicklung ^-^ – 04.05.10
Immer häufiger wird in solchen Auseinandersetzungen der juristische Vorschlaghammer heraus geholt. Anstatt gute Argumente zu bringen (die es in diesem Fall offenbar nicht gibt) schickt man einen Rechtsanwalt vor.Das wirft ein Schlaglicht darauf, wie weit die Meinungsfreiheit in Deutschland bereits eingeschränkt ist. Die können sich bald nur noch Reiche leisten, die ihre Freiheit durch alle Instanzen verteidigen können. Wer dafür keine fünfstellige Summe erübrigen kann, hält lieber den Mund, bevor er einem Reichen oder dessen Nachfahren ans Bein pinkelt.
Dabei ist es gar nicht das Strafrecht, das sich in diesem Fall vermutlich auch als zahnlos erweisen wird. Viel erfolgversprechender und unangenehmer ist eine zivilrechtliche Verfügung, die meist vor der Pressekammer des LG Hamburg erwirkt wird, weil man in der Freien und Hansestadt von der Meinungsfreiheit nicht allzu viel hält.
Glücklicherweise ist hier der OB das Ziel, und nicht ein kleiner Blogger. Mit einem finanziell schwächeren Gegner hätten die Von und Zus leichtes Spiel.
Bismarckstraße Dehogast – 04.05.10
Man sollte auch mal die ganzen Bismarckstraßen umbenennen. Schließlich hat dieser Mann drei "Reichseinigungs-"Kriege vom Zaun gebrochen, widerrechtlich das Königreich Hannover, dazu die Freie Stadt Frankfurt und weitere Staaten besetzt oder gedemütigt und er hatte sicherlich auch keinen Sinn für die Werte, die heute unser Staatswesen ausmachen, nämlich Demokratie und Menschenrechte.Immer schön locker bleiben ... – 04.05.10
Es gibt keinen Grund, sich so aufzublasen. Für die 100 000 Toten unter den Trägern kann man LV ja wohl kaum allein verantwortlich machen, zumal er die höchst undankbare aufgabe hatte, eine Armee gegen eine mehrfache Übermacht zu führen. Was hat denn die Engländer davon abgehalten, den sack zu zumachen?@Benno@Spooky Bornum – 04.05.10
Ja,ja..alles richtig.der logik folgend müssten wir alle 30 Jahre eine Rundum erneuerung unserer Strassen praktizieren.Jede Generation hat ihr eigenes Rechtsempfinden gehabt.Diskutiert bitte mal mit Franzosen über Napoleon oder ihre Kollonialzeit.Das gleiche bitte mit den Engländern,Spanier und Portogiesen.Haben wir wirklich keine anderen Probleme?Titel wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. spooky – 04.05.10
Jau, so kann man es natürlich auch machen:Es war, wie es war und wie es war, war's gut.
Lernen verboten, damit die [... Begriff von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen ...] nette Leute bleiben können! Sie stören ja schließlich keinen mehr, gelle?!
Diese ganzen Entschuldigungsmärchen dienen nur einem:
der nachträglichen Rechtfertigung von Kolonialismus und Völkermord.
Respekt vor militärischen Leistungen?! Schon mal drüber nachgedacht, wohin uns diese "Leistungen" gebracht haben?
Wahrscheinlich würde die Mehrzahl der von-Lettow-unterstützenden Schreiberlinge hier die nächste Straße oder am besten den ganzen Opernplatz nach Oberst Klein benennen.
Für militärische Tapferkeit und umsichtiges Handeln sowie besondere Verdienste für die Völkerverständigung!
Na denne...
Titel wurde von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Benno – 04.05.10
Zitate aus Wikipedia:• Lettow ging zu Guerilla-Taktiken über.
• Die Rekrutierung von Trägern für Nachschub und Materialtransport im wegarmen Land durch alle kriegführenden Seiten kostete nach sachkundigen Schätzungen mindestens 100.000 Trägern das Leben.
• Von Lettow-Vorbeck trat mit seinem Korps der von Korvettenkapitän Hermann Ehrhardt geführten Marine-Brigade Ehrhardt als Divisionskommandeur bei. 1920 wurde er wegen seiner Teilnahme am Kapp-Putsch vor ein Kriegsgericht gestellt und aus dem aktiven Militärdienst entlassen.
• Er förderte den Bau des auch von ihm 1932 eingeweihten Reichskolonialehrendenkmals in Bremen. Bei dem Einweihungsfestakt hielt er eine der Reden, die alle die Rückforderung der deutschen Kolonien zum Inhalt hatten.
• 1938 ernannte Hitler den 68-jährigen zum General zur besonderen Verwendung, Lettow-Vorbeck stimmte zu.
• Offiziere der Bundeswehr wurden für die Ehrenwache abkommandiert, und Verteidigungsminister Kai-Uwe von Hassel hielt die Trauerrede mit dem Kernsatz, der Tote sei wahrlich im Felde unbesiegt gewesen.
Ende der Zitate.
Und nach einem solchen [... Begriff von der HAZ.de-Redaktion gelöscht. Bitte beachten Sie unsere Nutzungsbedingungen unter: www.haz.de/nutzungsbedingungen ...] soll in einerm demokratischen Staat eine Straße benannt bleiben? Ein Ultrareaktionär, der die erste deutsche Demokratie mit der Waffe in der Hand bekämft hat? Ich glaube es ja nicht!
Wenn die "Familie" der Auffassung ist, dass das Andenken Verstorbener verunglimpft wird, dann frage ich mich, welches der 100.000 zu Tode geschundenen Afrikaners Andenken sie denn meinen?
Anzeige ein Steuerzahler – 04.05.10
Richtig so, alles was dem Weil schadet sollte auch getan werden.Weil muss weg, sofort
Straßennahmen H. Kucklinski – 04.05.10
Das ist doch unglaublich was hier abläuft.Wenn die Leute im Stadtrat es so genau nehmen müssen, warum wird der Waterlooplatz nicht sofort umbenannt ? In der Schlacht bei Waterloo gab es so furchtbar viele Tote, Schwerstverwundete,Leid und Elend; welches kaum vorstellbar ist.
Der Platz müßte in Platz des himml... Friedens umgetauft werden.
Neues aus dem Politbüro Talby – 04.05.10
Der Grund für die Bennenung einer Straße nach Lettow-Vorbeck ist ganz eindeutig in seiner militärischen Leistung zu sehen, die selbst dem damaligen Feind gehörigen Respekt abzollte. Außerdem respektierte er die Leistung der schwarzen Askari, die ihn wiederum respektierten. Insofern paßt das, was punkto Unmenschlichkeit behauptet wird, nicht so recht ins Bild.Herausragende militärische Leistungen sind für mich heute kein Grund mehr, einen Straßennamen nach einem General zu vergeben. Allerdings gibt es ebensowenig keine Notwendigkeit, einen solchen Straßennamen zwingend zu ändern. Es geht mir auch gar nicht so sehr um den Straßennamen (außer vielleicht, daß er schon eine gewisse Tradition hat) oder die Person Lettow-Vorbecks. Was mir an solchen Aktionen immer wieder aufstößt, ist diese unerträgliche Arroganz, Besserwisserei und dieser Drang zur Maßregelung seitens des "Politbüros", die darin zum Ausdruck kommt!
Es ist ein Randthema; es gibt definitiv wichtigeres und die Mehrheit der Anlieger nöchte die Umbenennung nicht. Damit könnte man sich bürgerfreundlich zeigen, das Thema vom Tisch nehmen und sich zur Abwechslung mal wieder den wirklichen Problemen widmen, für die unsere Parteistrategen gewählt wurden. Wie wäre es damit, meine Herrschaften?
Nun laßt mal gut sein. bornum – 04.05.10
Irgendwie haben da einige lange Weile.Was kommt als nächstes.Weg mit Königsallee,Prinzenstrasse,Ernst August Platz,Kaiser Wilhelm Gymnasium,Rommel Kaserne....So lange "Napoleon" als Gütesiegel international anerkannt ist.Kann der Kriegsheld Letow weiter als Name auftauchen.Generäle waren alle früher so.Das war die Zeit.Er wurde sogar von den Engländern hoch angesehen.Dreck am Stecken hatten alle Namensgeber irgendwie.Müssen wir Deutschen eigendlich immer so verkniffen und perfekt sein? Das Volk der Oberlehrer und Rechthaber.Ein bisschen mehr milde mit uns selbst würde der Welt gut tun.nix neues... loup garou – 04.05.10
Da sich das Thema zu einer Art Dauerbrenner entwickelt (Carl-Peters-Platz, Wissmannstr., Nachtigalstr. ...), wiederhole ich hier nur meinen kommentar vom 01.04.2010)Vaporisieren
Naja, als nächstes ist dann wohl die Wissmannstraße dran...
Aber so weit ist wohl die Nachstudien-Akrobatik unserer Stadträte noch nicht gediehen (sie sind noch nicht beim Buchstaben "W" angelangt, *lach*).
Und überhaupt:
Was ist denn mit der Lettow-Vorbeck-Allee?!
Carl-Peters seinen Platz haben wir ja nun schon ausgetrieben bekommen, gegen 80%igen Protest der Anlieger seinerzeit - aber was ist schon Demokratie wert, wenn man unbedingt die "bessere" politische Meinung durchsetzen will?-Nichts!
Bei George Orwell wurde das "1984" ja bereits vorexerziert: da nannte man dieses indoktrinierte Treiben eben "vaporisieren".
Onkel George sitzt jetzt da oben auf seiner Wolke und lacht sich eins...