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Arbeitsagentur Hannover wird an Regionsgrenze angepasst

Umstrukturierung Arbeitsagentur Hannover wird an Regionsgrenze angepasst

Die Arbeitsagentur Hannover wird an die Region angepasst. Die bundesweiten Pläne zur Neuorganisation der Arbeitsagenturen sollen weder für Arbeitslose noch für Betriebe Nachteile haben.

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Die Arbeitsagentur Hannover wird neu organisiert.

Quelle: dpa (Symbolbild)

Hannover. Das verspricht Marianne Gersdorf, Chefin der hannoverschen Agentur: „Für unsere Kunden ändert sich nichts.“ Gleich ob Arbeitslose, Betriebe auf der Suche nach Mitarbeitern oder Eltern mit Fragen zum Kindergeld – wer mit der Arbeitsagentur zu tun habe, werde sich nicht umstellen müssen.

Im Laufe des Jahres 2012 wird die Arbeitsagentur Hannover größer. Dann kommen sechs Geschäftsstellen im Randbereich der Region hinzu, die bisher anderen Arbeitsagenturen (Celle, Nienburg, Hameln) zugeordnet waren. Gersdorf hat dann etwa 40 Mitarbeiter mehr – und 2741 Empfänger von Arbeitslosengeld (Stand 30. Juni) zusätzlich wollen von der Brühlstraße aus vermittelt werden. „Alle Geschäftsstellen bleiben“, verspricht sie. Und damit auch die relativ kurzen Wege und die Ansprechpartner für die Bewohner im Umland.

Am Freitag waren erstmals Pläne der Bundesarbeitsagentur zur Neuorganisation bekannt geworden. Die schon lange geforderte Anpassung an die Landkreisgrenzen ist der wichtigste Punkt. Für die Region Hannover bedeutet das, dass die Geschäftsstellen Burgdorf, Burgwedel und Lehrte (gehören derzeit zur Arbeitsagentur Celle), die Geschäftsstelle Springe (zählt zu Hameln) und die Geschäftsstellen in Wunstorf und Neustadt (derzeit Arbeitsagentur Nienburg) künftig von der Brühlstraße aus verwaltet werden. Arbeitslose können sich weiterhin an die örtlichen Geschäftsstellen wenden. Für die Bereiche der neu hinzugekommenen Geschäftsstellen ändert sich die zuständige Kindergeldkasse: Künftig ist für alle Bürger der Region die Familienkasse in Hannover in der Brühlstraße zuständig.

Für die Arbeit mit ihren derzeit 800 Mitarbeitern werde manches einfacher, meint die Leiterin der Arbeitsagentur. „Bei vielen Programmen ist die Koordination mit anderen Agenturen nicht mehr nötig“, sagt Gerstorf. Das werde Arbeitsabläufe verschlanken. Und es gibt noch einen weiteren Vorteil: Wenn das Gebiet der Arbeitsagentur größer wird, stimmt es auch mit dem des Jobcenters überein. Frank Bethge, der Bereichsleiter im gemeinsamen Arbeitgeberservice von Arbeitsagentur und Jobcenter, kann sich vorstellen, dass die neue Struktur die Schlagkraft verbessert. Als Beispiel nennt er die Kampagne für mehr Ausbildungsplätze. Hier habe man in diesem Jahr ein Plus von zehn Prozent erreicht. „Aber das kann man vielleicht noch besser machen, wenn alle Geschäftsstellen zur Agentur Hannover gehören“, sagte er. Außerdem werde es jetzt einfacher, Statistiken zusammenzustellen. „Bisher muss man immer mühsam Ergebnisse zusammensuchen, wenn es um Zahlen für die ganze Region geht“, sagt Bethge.

Hin- und hergerissen ist der Personalratschef der hannoverschen Arbeitsagentur, Andreas Kasten. Einerseits werde die Agentur in Hannover größer, andererseits sorgt ihn der von der Bundesagentur geplante Abbau von bundesweit bis zu 17.000 Stellen. „Es gibt zwar weniger Arbeitslose, aber wir haben viel Arbeit mit Zu- und Abgängen“, sagt er. Zudem müsse weiter an der Verbesserung der Qualität gearbeitet werden. Die Industrie- und Handelskammer will vor einer Bewertung erst einmal abwarten. „Das sind zunächst nur organisatorische Pläne“, sagt Sprecher Stefan Noort. „Die Transparenz und Arbeitsfähigkeit in der Agentur sind aber wichtiger.“ Wie diese sich das entwickelten, sei erst nach einiger Zeit zu sehen.

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