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Neues Verkehrskonzept für den Küchengarten

Linden-Mitte Neues Verkehrskonzept für den Küchengarten

Am Küchengarten fließt der Verkehr in Linden-Mitte zusammen. Architekt Gerd Runge macht Vorschläge, wie der zentrale Knotenpunkt aufgewertet werden könnte. 

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Der Küchengarten ist der zentrale Verkehrsknotenpunkt von Linden-Mitte.

Quelle: Google Maps

Linden-Mitte.  Die Debatte um einen Hochbahnsteig am Küchengarten ist beendet – nun muss die Diskussion um eine Neugestaltung des Verkehrsknotenpunktes beginnen. Das meint zumindest Gerd Runge. Der Architekt, der Mitglied des Vereins Zukunftswerkstatt Ihme-Zentrum ist, hat seine Ideen jetzt vorgestellt. Er schlägt vor, Bus-, Stadtbahn- und Indidualverkehr am Küchengarten neu zu ordnen. Unter anderem möchte er die Einfahrt von der Blumenauer Straße in die Elisenstraße kappen. Auch ein spektakuläres Bauprojekt schwebt ihm vor: Auf dem Eckgelände zwischen Elisenstraße und Limmerstaße, dem „Grünen Hügel“, könnte ein Wohnhaus mit bis zu sieben Geschossen entstehen.

„Das heutige Verkehrskonzept für den Küchengarten entspricht noch immer dem Stand der Sechzigerjahre“, erklärt Runge bei einer Veranstaltung der Zukunftswerkstatt. Seinerzeit sei die Stadtplanung vor allem auf den Autoverkehr ausgerichtet worden – auch im Hinblick auf das damals neue Ihme-Zentrum, das 1974 als großes Einkaufszentrum an den Start ging. Für Kunden und Fußgänger wurde eine breite Brücke angelegt. Mit dem Niedergang des Komplexes verlor diese ihre Bedeutung, sie wurde abgerissen. Andere bauliche Veränderungen aber habe es bisher nicht gegeben, kritisiert Runge. Noch immer sei es vor allem für Radfahrer und Fußgänger problematisch, die aus seiner Sicht überdimensionierte Kreuzung zu überqueren. Weil dort auch noch Busse und Stadtbahnen unterwegs sind, müssten Passanten an den Ampeln lange Wartezeiten mit „bis zu elf Phasen“ in Kauf nehmen. 

Um die Situation zu verbessern, hat Runge ein Konzept erarbeitet, das vier zentrale Punkte umfasst. 

Elisenstraße: Derzeit sind Elisenstraße und Blumenauer Straße über die Kreuzung am Küchengarten direkt verbunden. Nach Ansicht Runges ist das nicht nötig. „Die Verbindung stammt aus einer Zeit, als in der Elisenstraße noch zwei Großparkhäuser geplant waren – die wurden aber nie gebaut.“ Um die Verkehrssituation zu entzerren, schlägt er vor, die Einmündung der Elisenstraße in die Spinnereistraße zu verlegen. Von dort soll die Einfahrt nach Linden-Nord möglich sein. Eine Abbiegemöglichkeit in die Elisenstraße von der Fössestraße soll erhalten bleiben. 

Busse und Bahnen: Runge möchte die Verkehrsströme neu lenken. Dafür will er die in der Mitte der Spinnereistraße verlaufenden Stadtbahnschienen an den nördlichen Straßenrand verlegen. Parallel sollen auch Busspuren in dieser Nordlage eingerichtet werden. „Das hat den Vorteil, dass ÖPNV und Individualverkehr klar getrennt sind und so eine besser strukturierte Verkehrsführung möglich ist“, sagt er.

Fußgänger und Radfahrer: Vor allem der Überweg vom Küchengarten zur Limmerstraße macht Runge Sorgen. Die Ampelphasen seien dort besonders lang, bemängelt er. Um die Wartezeiten zu verkürzen, müssten die Abbiegespuren von Blumenauer Straße und Fössestraße neu geordnet und die Ampelschaltungen entsprechend angepasst werden, meint Runge.

„Grüner Hügel“: Runge regt an, die städtische Freifläche am Kopf der Limmerstraße zu bebauen. Nach seinen Vorstellungen könnte dort vis-a-vis zum Ihme-Zentrum ein Hochhaus mit sechs bis sieben Geschossen, 100 Wohnungen und rund 800 Quadratmetern Gewerbefläche entstehen. „So ließe sich der Stadtraum wieder besser nutzen“, sagt er. Der Bezirksrat Linden-Limmer hatte eine ähnliche Forderung bereits vor gut einem Jahr mehrheitlich verabschiedet.

Die nun beschlossene Lage des Küchengarten-Hochbahnsteigs in der Limmerstraße vor Rewe befürwortet Runge. Damit werde für eine künftige Verkehrsplanung „nichts verbaut“. Der Architekt wünscht sich, dass die Stadtverwaltung seine Vorschläge prüft und diese auch in den politischen Gremien diskutiert werden. Bisher habe die Stadt auf sein Konzept leider nicht reagiert, kritisiert er. Der Beweis, ob seine Wünsche realitätstauglich sind, steht denn auch noch aus: „Ich bin Architekt und kein Verkehrsplaner.“

Von Juliane Kaune

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