Menü
Hannoversche Allgemeine | Ihre Zeitung aus Hannover
Anmelden
Aus der Stadt Architektenteam der Leibniz Universität in Hannover erhält Preis
Hannover Aus der Stadt Architektenteam der Leibniz Universität in Hannover erhält Preis
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
20:27 10.09.2009
Von Bernd Haase
Praktisch gut: Die "Homebox" von Prof. Han Slawik - ein mobiles Haus in der Größe eines Frachtcontainers. Quelle: lni

Die Wohnfläche für die Behausung, die derzeit auf dem Gelände der architektonischen Fakultät der Leibniz Universität zu sehen ist, mag mit gut 14 Quadratmetern nach gängigen Standards schmal bemessen sein. Dafür bietet sie andere Vorteile: Man kann sie beispielsweise mitnehmen, wenn man umzieht.

Das Projekt "Homebox" eines Architektenteams der Leibniz Universität Hannover ist mit dem BDA-Preis Niedersachsen ausgezeichnet worden.

„Homebox“ haben Professor Han Slawik und seine Mitarbeiterin Sonja Tinney von der Abteilung experimentelles Entwerfen und Konstruieren das mobile Eigenheim genannt. Übersetzt hieße es Wohnkiste, aber das klingt zu abwertend. Immerhin hat die kreative Truppe für die Winzigwohnung am Donnerstag den Niedersachsenpreis des Bundes Deutscher Architekten erhalten.

„Wir wollten ein Haus entwickeln, mit dem man Baulücken in Städten zeitweise nutzen, Notunterkünfte in Flüchtlingslagern einrichten oder zusätzliche Wohnkapazitäten bei Großveranstaltungen wie Olympischen Spielen schaffen kann“, erklärt Slawik. Die Abmessungen entsprechen mit 6,06 Metern Höhe, 2,44 Metern Breite und 2,90 Metern Tiefe denen der normierten Frachtcontainer und eignen sich so für die gängigen Transportsysteme. Allerdings sind die hannoverschen Boxen nicht aus Stahl, sondern aus Holz. „Das ist unter anderem umweltfreundlicher, billiger, anpassungsfähiger und angenehmer zum Wohnen“, sagt Slawik.

Trotzdem bezeichnet er die Homebox eher als spartanisch. Sie ist in drei Stockwerke von je zwei Metern Höhe gegliedert und damit nichts für klaustrophobisch veranlagte Menschen. Unten befinden sich ein Aufenthaltsraum, eine Miniküche und ein Sanitärraum mit Dusche, WC und Waschbecken. Die beiden oberen Stockwerke sind durch eine Treppe zu erreichen. Auf der mittleren Ebene haben die Konstrukteure ein Arbeitszimmer sowie eine klappbare Bettstatt angeordnet, oben befindet sich die Wohnstube.

Die Wände der Boxen verfügen über eine Dämmschicht, die Fenster sind aus Isolierglas gefertigt. Bei der Ausstattung hat man sich grundsätzlich an dem orientiert, was in Wohnmobilen zu finden ist. Andererseits können die Homeboxes in der gehobenen Ausstattung unter anderem mit Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung nachgerüstet werden.

Bei Slawik haben sich schon erste Interessenten gemeldet. Etwa 25.000 Euro müsste man derzeit für eine Miniwohnung berappen. „Bei Serienfertigung könnten wir den Preis auf bis zu 10.000 Euro drücken“, schätzt er. Im Gegenzug könnte ein Käufer wohl zumindest an einem sparen – an Grundstückskosten.

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Die HAZ freut sich am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Das Verwaltungsgericht Hannover hat den Eilantrag der NPD, mit dem die rechtsradikale Partei gegen polizeiliche Auflagen für die Demonstration am Sonnabend vorgehen wollte, in wesentlichen Punkten abgelehnt.

Tobias Morchner 09.09.2009

Einer der spektakulärsten Kunstdiebstähle der vergangenen Jahre im Raum Hannover ist aufgeklärt: Die im Oktober 2008 vom Rittergut Bennigsen gestohlene Stradivari-Geige mit einem Versicherungswert von 1,5 Millionen Euro sowie weiteres Diebesgut wurden von der Polizei sichergestellt.

09.09.2009

Trotz enttäuschender Resonanz von Studierenden am sogenannten „Studententag“ hat die IdeenExpo am Mittwoch die Besuchermarke der ersten Technikmesse im Jahr 2007 übertroffen: Bereits am Ende des fünften Tages hatten 167.000 Gäste die IdeenExpo besucht.

09.09.2009