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Architektenwettbewerb für Lister Dreieck startet

Schluss mit dem Schmuddelimage Architektenwettbewerb für Lister Dreieck startet

Die Deutsche Bahn wird aller Voraussicht nach ihre hannoversche Zentrale auf dem Gelände des ehemaligen Zentralen Omnibusbahnhofs (ZOB) errichten. Zwar sind die Kaufverträge für das sogenannte Lister Dreieck noch nicht unterschrieben, der Architektenwettbewerb wird jedoch schon vorbereitet.

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Auf dem Areal des ehemaligen Zentralen Omnibusbahnhofs, das derzeit noch als Parkplatz genutzt wird, will die Deutsche Bahn ihre neue hannoversche Zentrale errichten.n Ditfurth

Quelle: Von Ditfurth

Hannover . „Der Wettbewerb soll im November dieses Jahres abgeschlossen werden“, bestätigt Bea Steindor, Sprecherin des Projektentwicklers Kölbl Kruse, die Informationen der HAZ. In dem neuen Hauptsitz der Bahn gleich neben dem Hauptbahnhof sollen in 800 Büros 1100 Mitarbeiter unterkommen. Wohnungen sind für den Baukomplex nicht vorgesehen. Nach Ende des Wettbewerbs werde der Baubeginn zeitnah erfolgen, sagt Steindor.

Das Essener Unternehmen Kölbl Kruse hat die Aufgabe, das Gebäude auf dem städtischen Grundstück neben dem Raschplatz zu errichten. Die Bahn zieht dann als Mieter ein. Die Abmessungen des Baukörpers sind bereits grob festgelegt. Der Sockelbau ragt nach Informationen der HAZ fünf Geschosse in die Höhe, darauf wird ein kleinerer Baukörper mit noch einmal drei Geschossen platziert, sodass das gesamte Ensemble acht Stockwerke umfasst.

„Wir orientieren uns an der Nachbarbebauung“, sagt Steindor. Der Bebauungsplan würde sogar eine Höhe zulassen, die bis zur obersten Kante des benachbarten Bredero-Hochhauses reicht. Doch will der Projektentwickler den Rahmen nicht ausschöpfen. Vielmehr dienen Gebäude wie das Kaufland-Haus als Maßstab. Dem Vernehmen nach soll der Bau eine Ziegelfassade bekommen, um die „Solidität“ der Deutschen Bahn zu unterstreichen. Zudem harmonisiere das Material besser mit den Gebäuden ringsum, heißt es. Alle weiteren Details ergeben sich aus dem Wettbewerb um die besten Entwürfe.

Im Rathaus und in der Ratspolitik wird die Entwicklung mit großer Erleichterung zur Kenntnis genommen. Jahrelang hatte sich die Stadt Hannover vergeblich bemüht, den alten ZOB an den Mann zu bringen. Immer wieder gab es Interessenten, die jedoch schnell wieder absprangen. Das lag unter anderem an technischen Hürden, die ein Bauherr überspringen muss. Unter dem Grundstück verläuft der U-Bahn-Schacht, eine Bebauung ist also äußerst diffizil. „Daher wird der Neubau auch nicht auf der gesamten Fläche ein Untergeschoss bekommen“, sagt Steindor. Grundsätzlich sei man mit der Stadt in „konstruktiven Gesprächen“ über die technische Umsetzung.

Für die Bahn bietet der Neubau Gelegenheit, verschiedene Tochterunternehmen an einem Ort zusammenzuführen. Durch die Konzentration an einem Ort soll die Zusammenarbeit verbessert werden – aber niemand seinen Posten verlieren. Die Stadt profitiert nicht nur finanziell von dem Grundstücksverkauf, das Areal dürfte auch sein Schmuddelimage verlieren. Längst halten Reise- und Linienbusse auf dem neu errichteten, deutlich kleineren ZOB an der Rundestraße.

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