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Sandsteinarkaden für 75.000 Euro saniert

Wahrzeichen am Emmichplatz Sandsteinarkaden für 75.000 Euro saniert

Die sanierten Sandsteinarkaden am Emmichplatz sind mit einer Feierstunde eröffnet worden. Die Musikhochschule freut sich über das neue Entrée. 75.000 Euro hat die Sanierung gekostet.

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Zufrieden mit dem Ergebnis: Prof. Burkhard Huch von der Bahlsen-Stiftung, Susanne Rode-Breymann von der Musikhochschule und Oberbürgermeister Stefan Schostok.

Quelle: Rainer Dröse

Hannover. Prof. Burkhard Huch von der Rut-und-Klaus-Bahlsen-Stiftung, die das Projekt bezahlt hat, berichtete aber auch, dass die Zusammenarbeit mit der Stadt anfangs nicht einfach war. 75.000 Euro hat die Sanierung der zuvor stark verschmutzten und gedunkelten Arkaden gekostet. Huch beschrieb liebevoll, aber spitz, wie ihm der Zustand bei einem Konzertbesuch aufgefallen war und wie er zunächst auch auf offene Ohren bei der Stadtverwaltung stieß – bis das Projekt nach einem Jahr genau zwei Tage vor einer Pressekonferenz brüsk abgesagt wurde. Er habe sich damals so geärgert, dass er die städtische Absage öffentlich thematisierte, sagt Huch – mit Erfolg. Die HAZ berichtete groß darüber, dass die Stadtverwaltung ein Angebot über die private Sanierungsfinanzierung ausschlägt. Danach ging alles ziemlich schnell. Oberbürgermeister Stefan Schostok sagte am Freitag, er habe sich der Sache damals persönlich noch einmal angenommen.

Mit einer Feierstunde wurden die sanierten Sandsteinarkaden am Emmichplatz eröffnet. Finanziert wurde die Sanierung von der Rut- und Klaus-Bahlsen-Stiftung.

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Die Stadt hat es dann auch nicht dabei belassen, den Sandstein säubern und ausbessern zu lassen. Der gesamte Platz wurde in vielen Details aufgearbeitet: Beete wurden begrünt, Bänke installiert, der Radweg neu markiert, sodass er jetzt um die Arkaden herum und nicht mehr gefährlich hindurch führt. Das hat noch einmal etwa 75 000 Euro gekostet, das Umstellen der Radständer an der Hochschule etwa 20.000 Euro aus dem Hochschuletat. Die Präsidentin der Musikhochschule, Susanne Rode-Breymann, dankte für das „gelungene Passepartout“ und erhofft sich eine „Achse der Musik“ von der Oper zur Musikhochschule. Zur Einstimmung gab es ungarische Weisen.

Die Arkaden haben eine eher traurige Geschichte. Die Stadt hatte 1970 das traditionsreiche Tanzhaus Neues Haus trotz nur geringer Baumängel abreißen lassen. Es entsprach nicht mehr dem Zeitgeist und war der neuen Musikhochschule im Weg. Der ehemalige Oberbürgermeister Herbert Schmalstieg machte sich damals dafür stark, zumindest die kunstvoll gearbeitete Portal­arkade zu retten. Heute ziert sie den Emmichplatz als Baudenkmal und ist auch in virtuellen Welten ein wichtiger Ort: Bei Pokémon Go ist es die Arena „Tor zu einer anderen Welt“ – mit einem verwunschenen Nachtfoto.

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