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Arnold Schwarzenegger: „Hannover, I’ll be back“

Videobericht Arnold Schwarzenegger: „Hannover, I’ll be back“

Schwarzenegger packt an: Der kalifornische Gouverneur und frühere Bodybuilder hat den ersten Tag seines CeBIT-Besuchs gestemmt.

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Mensch trifft Maschine: Intel-Chef Craig Barrett, Angela Merkel, Arnold Schwarzenegger und Roboter Marvin.

Quelle: Nigel Treblin/ddp

Wahrscheinlich fühlte er sich ein bisschen wie im Film. Oberbürgermeister Stephan Weil versuchte jedenfalls erst gar nicht, den Mann von Welt zu spielen. Wer kann es ihm verdenken. Der oberste Stadtvertreter stand gestern mit einem Mann in seiner Amtsstube, den auch er zuletzt wohl in einem „Terminator“-Kinofilm gesehen hat. Und in seiner Rolle als „Killermaschine“ war der US-Schauspieler Arnold Schwarzenegger nicht gerade freundlich. Doch vor mehr als fünf Jahren ist aus dem Hollywood-Muskelprotz der Gouverneur von Kalifornien geworden, und als solcher stand er nun braungebrannt und mit seinem breitesten Grinsen neben Hannovers Verwaltungschef. „Das ist für einen einfachen Kommunalbeamten eine ungewöhnliche Situation“, sagte der etwas eingeschüchtert.

So gesehen ging es dem Oberbürgermeister nicht anders als den vielen Hannoveranern, die gestern darauf aus waren, Arnold Schwarzenegger in der Stadt zu treffen. Den ganzen Tag über warteten Dutzende Passanten vor Kastens Hotel Luisenhof, um einen Blick auf den „Terminator“ zu erhaschen. Anders als Stephan Weil, mussten sich die Bürger jedoch lange gedulden. Nachdem der ehemalige Hollywoodschauspieler samt Entourage gegen zwölf Uhr eingecheckt hatte, verzog er sich erst einmal in der geräumigen Leibniz-Suite des Hotels und ließ sich nicht mehr blicken. Es hieß, er habe seine Eröffnungsrede der CeBIT für den Abend noch einmal durchgehen wollen.

Vielleicht wollte er aber auch nur ein bisschen die Ruhe genießen. In seiner Heimat muss der zuletzt glücklose Gouverneur derzeit einen ganzen Bundesstaat vor der Pleite retten, die Wirtschaftskrise hat Kalifornien voll erwischt. Und selbst das sonnige Klima ist im Westen der USA zum Problem geworden: Am Wochenende rief Schwarzenegger den Wassernotstand aus.




















Die Gesetze der Glitzerwelt hat er trotz des Ärgers zu Hause nicht verlernt. Zwar gab es vom Gast im Hotel „keinerlei Sonderwünsche“, wie Direktor Michael Rupp erklärt. Dennoch weiß er, wie man auf sich aufmerksam macht. Dutzende Limousinen parkten vor dem Hotel, die Lobby war mit viel zu vielen Menschen in dunklen Anzügen und Telefonen am Ohr bevölkert, und sogar für die Autogrammjäger hatte sich „Arnie“, ganz der Superstar, jemanden mitgebracht. Sein früherer Filmkollege Ralf Möller zeigte sich mehrfach den Fans – so eine Art Nobeldouble. Am Nachmittag trat Möller vor das Hotel und kaufte Zigarren im Pfeifenstudio Mühlhausen. Marke: Monte Christo. Für Verkäuferin Gaby Saddey ein Glücksfall: „Ein wunderschöner Mann.“ Schwarzenegger zeigte sich erst vor dem Rathaus so richtig. Dort hatten sich noch mehr „Terminator“-Fans versammelt.

Nach energischen „Arnie“- und „Terminator“-Rufen erbarmte sich der 61-Jährige und schrieb Autogramme. Er habe Deutschland als Bodybuilder verlassen, erklärte Schwarzenegger. „Ich hätte nie gedacht, dass ich als Gouverneur des großartigen Staates Kaliforniens zurückkehren würde“, sagte er teils auf Englisch, teils in der steiermärkischen Variante von Deutsch. Und dann griff er zur Feder und schrieb seine Botschaft, ganz der „Terminator“, in das Goldene Buch der Stadt. Der Eintrag, den er später auch Angela Merkel bei der CeBIT-Eröffnung zurufen wird: „I'll be back“ – „Ich komme wieder“, notierte der US-Gouverneur in dem traditionsreichen Buch – zur Freude des Oberbürgermeisters.

Anschließend knüpfte der Republikaner noch ein paar politische Kontakte. Erst mit Ministerpräsident Christian Wulff und dann mit Bundeskanzlerin Angela Merkel tauschte er sich über die Wirtschaftskrise, die Probleme der Automobilindustrie und über umweltschonende Technologien aus – außerdem wird er wohl einige der 50 Firmenvertreter, die er aus Kalifornien mitgebracht hat, mit Gesprächspartnern versorgt haben. „Wir werden die Krise meistern, hier in Hannover setzen wir dafür das Signal“, sagte Schwarzenegger, bevor er zur Messeeröffnung im Congress Centrum aufbrach. Dann winkte er diesen einhändigen „Arnie“-Gruß, der immer so robotermäßig aussieht. Vielleicht ist die CeBIT seit den „Terminator“-Filmen, in denen er eine Art Mensch-Maschine spielte, der erste Anlass, zu dem diese wie vom Computer gesteuerte Geste wieder passt.

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